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Amazon lässt Verkauf von Energydrink mit Urin seiner Fahrer zu

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Amazon
geschrieben von Felix Baumann

Im Rahmen einer Dokumentation hatte der britische Journalist Oobah Butler offenbar keine Probleme ein neues Getränk bei Amazon zum Verkauf anzubieten. Pikant: Der angebotene Energydrink enthielt den Urin von Amazon-Fahrern. 

Amazon hat sich inzwischen zum beliebtesten Online-Shop der Deutschen entwickelt. Der Logistikriese transportiert täglich unzählige Pakete quer durch Deutschland. Gleichzeitig nimmt das Sortiment immer weiter zu. Während Amazon zu Beginn fast ausschließlich Bücher und technische Geräte anbot, liefert das Unternehmen inzwischen auch Lebensmittel aus.

Ein neues Produkt erregte kürzlich besondere Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich um ein Getränk in einer gelben Flasche mit einer minimalistischen Aufmachung. Die Flasche trägt den Schriftzug „Release“ und erweckt den Eindruck eines modernen und hippen Energydrinks. Doch der Schein trügt. Denn in der Flasche befindet sich der Urin von Amazon-Fahrern.

Neue Dokumentation zeigt Arbeit von Amazon-Fahrern

Das „Getränk“ zeigt, wie einfach es ist, heute ein Produkt bei Amazon einzustellen und zu verkaufen. Entstanden ist es im Rahmen der Dokumentation „The Great Amazon Heist“ des Journalisten Oobah Butler für den britischen Kanal Channel 4. Für den Film startete Butler eine Karriere bei dem Konzern und sah sich mit vielen Beschwerden von Amazon-Fahrern konfrontiert.

Diese beschwerten sich über Schmerzen, die konstante Überwachung und mangelnde Klimatisierung von Fahrzeugen. Außerdem sprachen Mitarbeiter davon, dass sie bei zu wenigen Auslieferungen bestraft werden und so keine Zeit für Toilettenpausen haben. Folglich dient häufig eine Flasche als Toilette. Diese landen nach Arbeitsende meist am Straßenrand.

Amazon lässt Verkauf  von Energydrink mit Urin zu

Denn bringen die Fahrer die Flaschen zurück zu Amazon, drohen weitere Strafen. Und hier setzte Butler an und listete die Hinterlassenschaften als „Release“ auf der Online-Plattform. Zwischenzeitlich meldete sich sogar eine Mitarbeiterin von Amazon und bat an, den Versand vollständig über den Shop abzuwickeln.

Letztlich versendete Butler das Produkt nicht an Interessierte. Lediglich Freunde dienten als Test-Käufer, um eine Auslieferung zu simulieren. Dennoch zeigt das Beispiel, wie wenig Amazon die angebotenen Produkte auf seiner Plattform überprüft. Dem Unternehmen scheint es dabei egal, was über den Marktplatz vertrieben wird, solange es Umsatz bringt.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.