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SMS-Ersatz: Apple will RCS-Nachrichten auf das iPhone bringen

Fabian Peters
unsplash.com/ Yiran Ding

Apple will das Nachrichtenprotokoll RCS im Laufe des Jahres 2024 in seinen Messenger iMessage integrieren. Zuvor hatte sich Unternehmenschef Tim Cook vehement dagegen gewehrt. Doch was ist überhaupt eine RCS-Nachricht?

Apple hat sich lange dagegen gewehrt den Nachrichtenstandard RCS zu unterstützen. Das sorgte für reichlich Kritik – vor allem von Google. Ab 2024 soll sich das aber ändern. Denn Apple will im kommenden Jahr den SMS-Nachfolger RCS auf seinen Geräten zulassen.

Das geht aus einem Bericht des Tech-Magazins 9to5Mac hervor. Demnach will das Unternehmen die Kommunikation zwischen iPhones und Android-Geräten verbessern. Zu einem vollständigen Zusammenschluss mit Apples Nachrichten-App iMessage soll es aber nicht kommen. Deshalb ändern sich zunächst nur Details.

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Grund für die Kehrtwende könnten auch die neuen Regelungen des Digital Markets Acts (DMA) in der EU sein. Sie verpflichten Unternehmen zu einer stärkeren Öffnung ihrer Plattformen. Bislang argumentierte Apple jedoch, dass iMessage in der EU zu klein sei, um unter den DMA zu fallen.

Was ist eine RCS-Nachricht?

RCS steht für „Rich Communication Services“. Das ist ein Kommunikationsstandard für Textnachrichten zwischen mobilen Endgeräten. Im Gegensatz zur SMS bietet das Nachrichten-Modell zusätzliche Funktionen, die auch Instant-Messaging-Apps wie WhatsApp und Co. beinhalten.

Dazu gehören das Teilen von hochauflösenden Bildern und Videos, das Anzeigen von Lesebestätigungen, Gruppenchats und das Verschicken von Dateien.

Da RCS es ermöglicht unterschiedliche Inhalte in einer Anwendung zu nutzen, gilt das Messaging-Protokoll als fortschrittlicher als die SMS. Die Einführung von RCS hängt jedoch von der Unterstützung durch Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller ab.

Apple integriert RCS-Chat in iMessage: Das ändert sich

iPhone-User können untereinander über Apples hauseigene Nachrichten-App iMessage kommunizieren. Nachrichten von Android-Nutzern liefen bislang zwar auch über die App, allerdings nur als klassische SMS. Der Unterschied ist an der Farbe der Sprechblasen in iMessage erkennbar: grün (SMS) und blau (iMessage).

Dem Vernehmen nach sollen die beiden Systeme selbst mit RCS-Integration künftig weiterhin parallel laufen. Laut 9to5Mac sollen auch Nachrichten von Android-Geräten in iMessage weiterhin als grüne Sprechblasen auftauchen. Dennoch wird es künftig einige Verbesserung geben – beispielsweise in Form von wechselseitige Lesebestätigungen.

Außerdem soll der Austausch von Bildern und Videos zwischen Android- und iPhone-Usern in höherer Qualität möglich sein. Nutzer sollen auch gegenseitig sehen können, wenn ein Kontaktpartner eine Nachricht tippt. Da RCS-Nachrichten über WLAN und mobile Internetverbindungen verschickt werden, dürften für einige Nutzer Mobilfunkgebühren für SMS entfallen.

Einen Nachteil gibt es aber. Denn iMessage und RCS basieren auf unterschiedlichen Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen. Das heißt zwar, dass die Nachrichten innerhalb der beiden Systeme nur für Beteiligte sichtbar sind. Allerdings wird die systemübergreifende Kommunikation nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).