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Mit diesen Uralt-Regeln vergraulen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Beatrice Bode
Stock Adobe/Orapun

Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Neue Herausforderungen wie der Fachkräftemangel zwingen Unternehmen zum Umdenken: Sie müssen ihre veralteten Regeln loslassen, wenn sie neue Mitarbeiter binden wollen. 

Die Arbeitswelt verändert sich stetig. Durch die Digitalisierung, den Generationswechsel und die allgemeine wirtschaftliche Lage sind Unternehmen mittlerweile dazu gezwungen, umzudenken, wenn sie bestehende oder neue Mitarbeiter:innen halten wollen. Denn nur zu oft verlieren sie gute Arbeitskräfte, weil sie grundlos an überholten Uralt-Regeln festhalten.

Oft tun sie sich damit schwer, denn umzudenken bedeutet immer auch, interne Strukturen zu modernisieren und Prozesse zu verändern – und das erfordert nicht nur einen hohen Organisationsaufwand, sondern auch das Verlassen der eigenen Komfortzone. In Zeiten des Fachkräftemangels kann sich das allerdings lohnen.

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Uralte Regeln: So vergraulen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Das Bestreben, sich für Mitarbeiter attraktiver zu machen, nennt man auch Employer Branding. Mit dieser Strategie versuchen Unternehmen, sich als bevorzugten Arbeitgeber zu positionieren. So soll sich die Bindung zu den Angestellten und die Weiterempfehlungsrate erhöhen.

Während Arbeitgeber dabei Mittel wie beispielsweise Marketing, Zusatzleistungen und eine veränderte Außendarstellung einsetzen, gehört eben auch die interne Umstrukturierung dazu – und das bedeutet, von nutzlosen Traditionen abzulassen. Denn begehrte Fachkräfte lassen sich durchaus von Uralt-Regeln abschrecken.

Mittlerweile out: Smartphones, Leistungskurven, Kleiderordnung

Zu den veralteten Regeln gehört beispielsweise das Verbot, Smartphones am Arbeitsplatz zu nutzen. Vor allem Mitarbeiter der Generation Y und Z sind mit der Technologie aufgewachsen und setzen sie gewinnbringend ein. Handys zu verbieten, schreckt also durchaus ab.

Zudem wollen Angestellte nicht mehr nach objektiven Kriterien beurteilt werden. Leistungsanalysen anhand Gauß´scher Kurven gelten als veraltet. Mitarbeiter:innen sehen sich danach als Mensch gesehen und mit Vertrauen behandelt zu werden.

Gleichzeitig legen vor allem Millennials viel Wert auf Individualität und Selbstbestimmung. Sie wollen beispielsweise selbst wählen, welche Kleidung sie bei der Arbeit tragen. Unbequeme Businesskostüme und schwarze Anzüge gehören nicht mehr dazu. Außerdem kann es für Unternehmen zum Nachteil werden, ihre Arbeitskräfte zur Konformität zu zwingen, anstatt Selbstverantwortung und Gedankenfreiheit anzukurbeln. Oft sind es genau diese Menschen, die enorm zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen.

Starre Arbeitszeiten und alte Arbeitsmodelle sind Vergangenheit

Es beginnt mit der Kleidung und endet bei der Zeiteinteilung. Im Zentrum der modernen Arbeitsweise steht die Selbstbestimmung. Jüngere Mitarbeiter wollen, wenn möglich, ortsunabhängig arbeiten, ihre Zeit frei einteilen und ihre Work-Life-Balance ausgewogen gestalten. Auch hier spielen die persönliche Freiheit und der Wunsch nach Selbstverwirklichung eine wichtige Rolle.

Obwohl es zunächst anstrengend sein kann, diese neuen Sicht- und Arbeitsweisen zu implementieren, ziehen sie dennoch qualifizierte Fachkräfte an – heute und in Zukunft. Zudem erhöht sich die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter:innen. Und das steigert letztendendes den Unternehmenserfolg.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.