Energie, Erdbatterie, Stromerzeugung, Batterie, Batterien

Energie aus dem Boden: Forscher entwickeln neuartige Erdbatterie

Felix Baumann
Bill Yen / Northwestern University

Anzeige

Forscher der Northwestern University haben eine sogenannte Erdbatterie entwickelt. Sie soll Energie aus dem Boden extrahieren und lässt sich relativ einfach nachbauen. Die Hintergründe. 

Bei der Generierung und Speicherung von Energie entwickeln Wissenschaftler immer kreativere Ansätze. So lässt sich überschüssige Energie etwa bereits in einer CO2-Batterie speichern. Gewöhnliche Ziegelsteine lassen sich als Energiespeicher nutzen. Forscher der Northwestern University reihen sich nun mit einer weiteren Erfindung ein.

Denn sie entwickelten eine Batterie, die Strom direkt aus der Erde bezieht. Die Technologie, die auf dem Prinzip der mikrobiellen Brennstoffzellen (MFC) basiert, könnte eines Tages eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Batterien sein. Dabei ist die Idee dazu keinesfalls neu.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Energie aus Erdbatterie basiert auf Forschungen von 1911

Die MFC-Technologie ist nämlich bereits seit 1911 bekannt. Doch der Forscher Bill Yen und sein Team schafften es kürzlich, die Anwendungsmöglichkeiten zu erweitern. Dafür nutzten sei die natürliche Aktivität von Bodenbakterien, die Elektronen an eine nahe gelegene Leitung abgeben. Der Prozess verbraucht dabei lediglich den im Boden vorhandenen Kohlenstoff.

Das Design der Erdbatterie eignet sich für fast jeden Bodentypen. Sie besteht aus einer Patronenform, die vertikal auf einer horizontalen Scheibe sitzt. Die Erdbatterie muss tief genug in den Boden eingegraben werden, um auf die Feuchtigkeit der Umgebung zu stoßen.

Der obere Teil sollte mit der Oberfläche abschließen, damit die Batterie mit Sauerstoff versorgt wird. Eine Schutzkappe verhindert das Eintreten von Schmutz. Ein wasserabweisendes Material sorgt für eine korrekte Funktionsweise bei Überschwemmungen.

Erdbatterie kann Sensoren problemlos mit Energie versorgen

Die Forscher testeten bereits einen ersten Anwendungsfall: Die Erdbatterie erzeugte genug Strom, um Sensoren mit Energie zu versorgen, die Feuchtigkeit, Nährstoffe und Schadstoffe im Boden messen. Das können Landwirte etwa zur Verbesserung der Ernteerträge nutzen. Neben dem praktischen Einsatz punktet die Batterie auch durch ihre Nachhaltigkeit.

Laut Yen kann die MFC-Batterie potenziell ewig halten, solange sich im Boden organischer Kohlenstoff befindet. Zudem sind alle Komponenten für die MFC-Technologie im Baumarkt erhältlich, was einen einfachen Nachbau ermöglicht. Damit könnte die Erfindung langfristig für den Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung von großer Bedeutung sein.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.