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Social Media-Pause kann das eigene Essverhalten verändern – zum Positiven

Fabian Peters
Adobe Stock/ focus_bell

Der Verzicht auf soziale Medien kann das eigene Körperbild stärken. Denn bereits eine einwöchige Social Media-Pause verändert das Essverhalten – und zwar zum Positiven. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Australien.

Soziale Medien wie Facebook, Instagram und TikTok können Verunsicherung auslösen. Denn Social Media sorgt dafür, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen – und das kann schnell zu einem Problem werden. Soziale Medien beeinflussen nämlich nicht nur die Selbstwahrnehmung, sondern sogar das eigenen Essverhalten.

Einwöchige Social Media-Pause verändert das Essverhalten

Die Folge davon können Essstörungen sein. Dass diese Gefahr besteht, haben bereits zahlreiche Studien bewiesen. Eine aktuelle Untersuchung hat das nun jedoch nicht nur untermauert, sondern belegt auch, dass ein zwischenzeitlicher Verzicht von Instagram, TikTok und Co. dieses Risiko wieder senken kann.

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Der Hintergrund: Forscher aus Australien riefen kürzlich Studenten zu einem Experiment auf. Sie sollten zunächst ihr Social Media-Verhalten auf dem Smartphone und potenzielle Symptome auf ihr Essverhalten bewerten. Die eine Hälfte der Teilnehmer durfte anschließend eine Woche land weiterhin soziale Netzwerke nutzen, die andere jedoch nicht.

Soziale Medien verursachen Essstörungen

Daraufhin erfolgte einer Auswertung. Das Ergebnis: Diejenigen, die eine Social Media-Pause eingelegt hatten, wiesen deutlich weniger Symptome einer Essstörung auf. Das liegt Experten zufolge vor allem daran, dass der Konsum von Fotos und Videos in sozialen Medien den Eindruck eines negativen eigenen Körperbildes auslösen kann.

Katrin Giel, Psychologin und Forschungsleiterin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Uniklinikum Tübingen, sagte dazu kürzlich:

Junge Menschen, denen es sehr wichtig ist, auf Social Media positive Rückmeldungen zu erhalten, scheinen einem höheren Risiko zu unterliegen, aktiv ihr Essverhalten zu verändern, um ihre Beliebtheit zu sichern oder zu steigern.

„Vergleichsprozesse“ würden dabei eine große Rolle spielen, da ein idealisierter Körper zu Beliebtheit und damit auch zu mehr Likes führe. Vor allem Jugendliche befinden sich demnach aber noch auf der Suche nach ihrem Platz im Leben und müssten ihre Persönlichkeit noch entwickeln. In sozialen Meiden könnten sie wiederum ihr Bedürfnis befriedigen, einer Gruppe anzugehören.

Giel erklärte dazu: „Der eigene Körper kann dabei ein Vehikel sein, einer solchen Gruppe anzugehören, indem man Körperidealen nacheifert“. Die Psychologin empfiehlt deshalb, nicht nur pauschal eine Social Media-Pause, sonder auch das Hinterfragen von Inhalten, die auch auf Bildbearbeitung und finanziellen Interessen beruhen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).