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Darum solltest du dein Handy nicht an öffentlichen Ladestationen laden

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Adobe Stock/ smolaw11
geschrieben von Fabian Peters

Da das Smartphone zu einem ständigen Begleiter geworden ist, gibt es auch immer mehr öffentliche Ladestationen. Viele dürften das als äußerst praktisch empfinden – vor allem an Flughäfen, Bahnhöfen und Co. Doch immer mehr Behörden warnen vor Datenbetrug. Ihre Empfehlung: ein USB-Kondom als Schutz. 

Immer mehr Menschen laden ihr Smartphone an öffentlichen Ladestationen. Vor allem an Flughäfen oder Bahnhöfen kann das äußerst praktisch sein. Doch eine Powerbank ist häufig das bessere Mittel der Wahl. Denn mittlerweile werden öffentliche Ladestationen immer öfter von Cyberkriminellen missbraucht. Ihr Ziel: Datendiebstahl.

USB-Ladestationen: Kriminelle können dein Smartphone infiltrieren

In Fachkreisen nennt man diese Form der Cyberkriminalität auch „Juice Jacking“. Darunter versteht man Cyberangriffe, die über die Stromzufuhr von Smartphones, Tablets, Laptops und Co. erfolgen. Da diese Form des Datendiebstahls mehr und mehr zunimmt, schlagen aktuell auch immer mehr Behörden Alarm.


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So auch die US-Kommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC), die bereits im April 2023 in einem offiziellen Statement vor Juice Jacking an öffentlichen Ladestationen warnte. So würden „böswillige Akteure“ Malware auf öffentliche USB-Ladestationen einspeisen, um auf elektronische Geräte zuzugreifen, während diese aufgeladen werden. Die FCC dazu:

Über einen beschädigten USB-Anschluss installierte Malware kann ein Gerät sperren oder persönliche Daten und Passwörter direkt an den Täter exportieren. Kriminelle können diese Informationen dann nutzen, um auf Online-Konten zuzugreifen oder sie an andere Täter zu verkaufen.

USB-Kondom kann dein Smartphone an öffentlichen Ladestationen schützen

Die FCC und auch andere Behörden empfehlen deshalb einige Maßnahmen, um dem Juice Jacking zu entgehen. Grundsätzlich gilt dabei, dass man auf Reisen immer sein eigenes Ladekabel samt Netzstecker dabei haben sollte. Im Idealfall lädst du deine Geräte damit entweder über eine eigene Powerbank oder eine Wechselstromsteckdose. Fremde Geräte sollte man meiden.

Falls du dennoch eine öffentliche USB-Ladestation nutzen willst oder musst, solltest du ein sogenannten USB-Kondom verwenden. Dabei handelt es sich um einen USB-Adapter, der einen potenziellen Datentransfer blockiert und nur den reinen Ladestrom auf dein Gerät durchlässt.

Die Adapter gleich kleinen USB-Sticks – mit dem Unterschied, dass du dein Ladekabel in sie stecken kannst. Der Preis für solche USB-Kondome liegt zwischen fünf und 30 Euro. Wie bei deinem Ladekabel solltest du beim Kauf jedoch darauf achten Hardware von vertrauenswürdigen Anbietern zu kaufen.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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