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MIT-Forscher entwickeln fälschungssicheres ID-Etikett für Produktechtheit

Felix Baumann
MIT

Forscher des Massachusetts Institutes of Technology (MIT) haben ein fälschungssicheres ID-Etikett entwickelt, das die Echtheit von Produkten garantieren soll. Das System basiert auf Klebstoff zur eindeutigen Identifizierung.

Durch die voranschreitende Digitalisierung nimmt das Risiko von Produktfälschungen zu. Kriminelle finden etwa immer neue Wege, um Identifizierungssystem zu überwinden und Konzerne auszutricksen. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben deshalb eine Lösung entwickelt, um die Echtheit von Produkten zu garantieren.

Sie entwickelten ein winziges, fälschungssicheres ID-Etikett, das nahezu alles authentifizieren soll. Dieses ID-Tag, das mehrere Male kleiner und deutlich günstiger als herkömmliche Radiofrequenz-Identifikationstags (RFIDs) ist, bietet soll eine verbesserte Sicherheit durch die Nutzung von Terahertz-Wellen bieten. Denn solche Wellen sind kleiner und haben eine höhere Frequenz als Radiowellen.

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MIT nutzt Klebstoffmuster für manipulationssicheres ID-Etikett

Allerdings hatte die Technologie wie traditionelle RFIDs zunächst einen Nachteil. Denn Fälscher konnten das Etikett von einem echten Artikel entfernen und es an Fälschungen befestigen, ohne dass das Authentifizierungssystem dies erkennte. Die Forscher entwickelten das ID-Etikett deshalb weiter, um Manipulationen auszuschließen.

Das Etikett ist dennoch kleiner und kostengünstiger in der Herstellung. Zum Schutz mischten die Forscher mikroskopisch kleine Metallpartikel in den Klebstoff, der das Etikett an einem Objekt befestigt. Anschließend verwendeten sie Terahertz-Wellen, um das einzigartige Muster zu erkennen, welches diese Partikel auf der Oberfläche des Objekts bilden.

Ähnlich einem Fingerabdruck verwendet das System dann dieses zufällige Klebstoffmuster zur Authentifizierung eines Artikels.

Entfernen des Tags zerstört Muster und identifiziert so Missbrauch

Die Metallpartikel wirken dabei wie Spiegel für die Terahertz-Wellen. Nachdem die Forscher eine Reihe von Spiegelstücken auf eine Oberfläche ansteuerten und Licht darauf scheinen ließen, entstand je nach Orientierung, Größe und Standort dieser Spiegel ein unterschiedliches Reflexionsmuster.

Wenn das Etikett entfernt wird, wird dieses Muster unwiederbringlich zerstört. Das ID-Etikett ist etwa vier Quadratmillimeter groß und nutzt Licht als Energiequelle. Laut den Forschern erkennt ein Computersystem in 99 Prozent der Fälle eine Manipulation des Systems. Als mögliches Einsatzgebiet sehen sie etwa die Überwachung von Lieferketten, um Herkunftsnachweis sicherzustellen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.