Technologie

Ultraschall-Sticker für die Haut könnte viele Leben retten

MIT, Ultraschall-Sticker Haut, Health, Überwachung, Gesundheit
MIT-Forscher
geschrieben von Felix Baumann

Forscher des MIT haben einen Ultraschall-Sticker für die Haut entwickelt, der viele Leben retten könnte. Dazu überwacht er kontinuierlich die Funktion unserer Organe.

Heutzutage ist es so einfach wie nie etwas über den eigenen Körper in Erfahrung zu bringen. Denn Fitness-Gadgets, wie die Apple Watch oder andere Armbänder zeichnen kontinuierlich unsere Vitaldaten auf. Wem das noch immer nicht genug ist, dem stehen Waagen zur Messung der Körperzusammensetzung oder intelligente Blutdruckmessgeräte zur Verfügung.

Doch geht es um Daten über unseren Blutzucker oder unsere Organe, benötigt es nach wie vor invasive Mittel. Das könnte sich aber bald dank Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ändern. Sie entwickelten einen kleinen Ultraschall-Sticker, der die Gesundheit von Organen im Körper überwachen kann. Er lässt sich problemlos auf der Haut tragen und ist lediglich so groß wie eine Briefmarke.


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Ultraschall-Sticker erkennt Muster auf Organen

Die Struktur kann Anzeichen von Krankheiten wie Leber- und Nierenversagen sowie das Fortschreiten solider Tumoren erkennen. In der kürzlich veröffentlichten Studie berichtet das Forscherteam, dass der Sensor dazu Schallwellen durch die Haut in den Körper sendet. Dort reflektieren die internen Organe die Wellen und senden sie zurück zum Sticker. Das Muster der reflektierten Wellen zeigt dann an, wie gesund das entsprechende Organ ist.

Durch den Ultraschall-Sticker ist es möglich, Veränderungen in der Steifigkeit der Organe kontinuierlich über lange Zeiträume zu überwachen. Denn das ist für die Früherkennung von internem Organversagen entscheidend. In vorläufigen Experimenten konnte der Sensor frühzeitige Anzeichen eines akuten Leberversagens bei Ratten erkennen. Die Ingenieure arbeiten derzeit daran, das Design für die Anwendung beim Menschen anzupassen.

Technologie basiert auf einem 25 Millimeter großen Computerchip

Ein möglicher Einsatzort ist laut den Forschern die Intensivstation, in der die flachen Sensoren Patienten, die sich von Organtransplantationen erholen, kontinuierlich überwachen könnten. Die Forscher integrierten dazu 128 Miniaturwandler auf einem 25-Millimeter-Quadratchip. Anschließend beschichteten sie die Unterseite des Chips mit einem Klebstoff aus Hydrogel.

Dieses klebrige und dehnbare Material ist eine Mischung aus Wasser und einem Polymer und stellt sicher, dass Schallwellen nahezu ohne Verlust in das Gerät ein- und austreten können. In Zukunft sollen Patienten die Sticker auch zu Hause tragen, um ihre Vitaldaten über längere Zeiträume überwachen zu lassen. Laut den Forschern könnte dies langfristig viele Leben retten.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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