Druckluftbatterie, Batterie, komprimierte Luft

Gigantische Druckluftbatterie soll Energie aus Wind und Sonne speichern

Felix Baumann
Hydrostor

Das kanadische Unternehmen Hydrostor arbeitet derzeit an einer Druckluftbatterie, die Energie durch komprimierte Luft abspeichern und später wieder zur Verfügung stellen soll.

In den kommenden Jahren dürften Energiespeichersysteme noch relevanter werden. Denn dann generieren Millionen Solaranlagen weltweit tagsüber Strom, den Energieunternehmen für die Nacht vorhalten müssen. In diesem Kontext kristallisierten sich bereits verschiedene Technologien heraus, etwa eine Batterie aus Ziegelsteinen oder CO2.

Das in Toronto ansässige Unternehmen Hydrostor geht nun einen anderen Weg. Es arbeitet an der Entwicklung eines Energiespeichersystems, das Energie in Form von komprimierter Luft unterirdisch speichern soll. Die Firma betrachtet die Technologie als mögliche Lösung, um Energielücken zu schließen.

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Druckluftbatterie speichert Energie in Hohlräumen

Denn wenn erneuerbare Energiequellen wie Wind und Solar den Bedarf nicht decken können, soll die Batterie einspringen. Dazu plant Hydrostor zunächst große Anlagen in Australien und Kalifornien, die jeweils bis zu acht Stunden oder länger Strom liefern können. Das System nutzt komprimierte Luft, die Rohre in unterirdische Hohlräume leiten. Dabei kommt ein großer Kompressor zum Einsatz, den die Verantwortlichen idealerweise mit erneuerbarer Energie betreiben.

Durch den Druck entsteht Wärme, die ein Bruchteil der Luft entzieht und oberirdisch speichert. Diese steht dann zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Zur Freisetzung der Energie pumpt das System Wasser in die Hohlräume. Dadurch wird die Luft nach oben gedrückt, wo sie sich mit der gespeicherten Wärme vermischt und durch eine Turbine strömt, um Elektrizität zu erzeugen.

Erste offizielle Anlage soll 2027 Betrieb aufnehmen

Das erste große Projekt von Hydrostor ist das Silver City Energy Storage Centre in Australien. Dieses soll 200 Megawatt für bis zu acht Stunden liefern können. Bereits dieses Jahr soll der Bau beginnen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist dann für Mitte 2027 geplant. Ein weiteres geplantes Projekt ist das Willow Rock Energy Storage Center in Kalifornien. Es hat eine Kapazität von 500 Megawatt und ebenfalls eine Laufzeit von acht Stunden.

Hydrostor testete die eigene Technologie bereits in einer kleineren Anlage in Goderich, Ontario. Diese ermöglicht im kleinen Maßstab das Speichern von circa 1,75 Megawatt über etwa sechs Stunden. Die Anlage dient als Beleg für das Potenzial der Technologie. Denn das Unternehmen wirbt mit einer wettbewerbsfähigen Alternative zu anderen Langzeitspeicherlösungen (etwa Pumpspeicherkraftwerke).

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.