DEXIT, EU, Deutschland, Europäische Union

DEXIT: EU-Austritt würde Deutschland Milliarden kosten – und Wohlstand vernichten

Maria Gramsch
Adobe Stock / studio v-zwoelf

Anzeige

Ginge es nach der AfD sollte Deutschland es Großbritannien gleichtun und die Europäische Union verlassen. Doch dieser DEXIT würde Deutschland Milliarden Euro kosten und die Wirtschaft enorm schwächen.

Am 9 Juni findet in Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Doch bei der letzten Wahl vor fünf Jahren war die Wählerschaft für das EU-Parlament noch deutlich größer.

Denn 2019 waren auch die Menschen aus Großbritannien noch stimmberechtigt. Kurze Zeit später folgte der Brexit – also der Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Nach Meinung der Alternative für Deutschland (AfD) solle Deutschland es den Briten gleichtun und die Europäische Union verlassen. Doch eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass dieser sogenannte DEXIT drastische Folgen für die Wirtschaftskraft Deutschlands hätte.

DEXIT würde Wirtschaft enorm schwächen

Laut den Berechnungen des IW würde sich ein DEXIT auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – also die wirtschaftliche Leistung Deutschlands – bereits nach fünf Jahren massiv auswirken. Demnach läge das BIP in nur fünf Jahren nach einem Austritt aus der EU um 5,6 Prozent niedriger als zuvor.

In konkreten Zahlen bedeutet das ein Minus von 690 Milliarden Euro, die in Deutschland weniger erwirtschaftet würden. Das Institut der deutschen Wirtschaft vergleicht diesen wirtschaftlichen Schaden mit den Verlusten, die während der Corona- und der Energiekrise zusammen entstanden sind.

Millionen Arbeitsplätze wären in Gefahr

Sinkt die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft hat das natürlich immer auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Denn wenn die Unternehmen mit ihren Waren und Dienstleistungen weniger erwirtschaften, also weniger Geld verdienen, benötigen sie auch weniger Beschäftigte. So würde ein DEXIT laut den IW-Schätzungen in Deutschland rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze vernichten.

Das liegt vor allem daran, dass Deutschland als starke Exportnation gilt. Die deutsche Wirtschaft ist also von vielen anderen Staaten abhängig, da diese in Deutschland produzierte Waren abnehmen.

Besonders enge Beziehungen pflegt die deutsche Wirtschaft natürlich mit den anderen EU-Mitgliedern. Denn für diese Länder gibt es – dank der Bestimmungen in der Europäischen Union – besonders günstige Regelungen für Im- und Export.

DEXIT: Bitte nicht nachmachen

IW-Geschäftsführer und Studienautor Hubertus Bardt sieht den Brexit aus diesen Gründen nicht als „nachahmenswertes Unterfangen“ an. „Der Austritt hätte katastrophale Folgen für die Unternehmen, den Standort Deutschland und die Menschen hierzulande.“

Der Brexit sei Paradebeispiel für die negativen Auswirkungen eines EU-Austritts. Deshalb müsse das Beispiel Großbritannien allen anderen Mitgliedsstaaten eine Warnung sein, „die wirtschaftliche Integration leichtfertig aufzugeben“.

Doch nicht nur der wirtschaftliche Aspekt ist laut Bardt entscheidend. „Wir sollten auch nicht vergessen, dass es in der EU nicht nur um Wohlstand, sondern auch um Offenheit, Freiheit und Frieden geht“, betont der IW-Geschäftsführer.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Teile diesen Artikel
Folgen:
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.