Emissionen Reisen, Flugzeug, Fliegen, Langstrecken, Auto, Mobilität, Zug, Bahn, Transportmittel

Reisen: Diese Maßnahmen könnten am meisten Emissionen reduzieren

Beatrice Bode
unsplash.com/Ross Parmly

Dass das Reisen Emissionen verursacht, ist bekannt. Einige Strecken und Transportmittel sind jedoch schädlicher für das Klima als andere. Die Hintergründe. 

Wer mit Auto oder Flugzeug verreist, verursacht CO2-Emissionen. Das ist bekannt. Allerdings ist weniger Menschen bewusst, welche Strecken und Transportmittel am meisten Auswirkungen auf den Klimawandel haben.

Um diese Frage zu beantworten, hat ein Forschungsteam der University of Leeds sich mit dem Ausmaß der Kohlenstoffauswirkungen von Reisen auseinandergesetzt.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Emissionen: So beeinflussen bestimmte Reisen das Klima

Die Forschungsergebnisse zeigen: Vor allem internationale Langstreckenreisen wirken sich negativ auf die Umwelt aus. Sie machen zwar nur einen Anteil von 0,4 Prozent aller Reisen aus. Allerdings sind sie für 55 Prozent der Emissionen verantwortlich.

Die Daten zeigen, dass die Bekämpfung der Emissionen durch gezielte Maßnahmen im Fernverkehr wirksamer sein können als die derzeitigen Bemühungen, die sich auf den Nahverkehr und Pendlerfahrten konzentrieren.

Doktor Zia Wadud vom Institut für Verkehrsstudien und der Fakultät für Chemie- und Verfahrenstechnik leitete die Forschungsarbeit. Seiner Meinung nach sei es besorgniserregend, dass Fernreisen – insbesondere Flugreisen – zunehmen.

Umweltschutz: Forschungsteam entwickelt neue Metrik

Mithilfe der sogenannten Emissionsreduzierungssensivität kann das Forschungsteam berechnen, welche Arten von Reisen geändert werden könnten, um eine maximale Reduzierung der Kohlenstoffemissionen zu erreichen. Die gute Nachricht für alle Reisenden: Die neue Metrik ist so angelegt, dass möglichst wenige Personen oder Reisen von Änderungen betroffen sein sollen.

Die Anwendung zeigt, dass das Ersetzen aller Autofahrten unter acht Meilen (etwa 12,8 Kilometer) durch Gehen oder Radfahren die Kohlenstoffemissionen um 9,3 Prozent senken könnte. Dafür müssten allerdings etwa 55 Prozent aller Fahrten umgestellt werden, da die meisten dieser kurzen Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden.

Wenn man die Kohlenstoffreduktion durch den Anteil der geänderten Fahrten teilt, ergibt sich ein Wert von nur 0,17. Das ist der niedrigste in der Studie ermittelte Wert. Diese Maßnahme würde die Gesamtemissionen also nur geringfügig beeinflussen. Würden hingegen alle Flüge unter 1.000 Meilen (etwa 1.609 Kilometer) durch Zugreisen ersetzt, würde das die Emissionen um 5,6 Prozent senken.

Da nur 0,17 Prozent der Fahrten betroffen wären, ergibt sich ein Sensitivitätswert von 33,2. Am oberen Ende der Skala liegt die theoretische Beschränkung aller Flugreisenden auf einen Hin- und Rückflug pro Jahr. Das ergäbe einen Wert von 158,3, da nur sehr wenige Reisen betroffen wären.

Emissionen von Reisen: Forscher wollen Umdenken bewirken

Laut dem Forschungsteam handelt es sich bei der Ausarbeitung lediglich um Vorschläge anstatt um konkrete politische Vorschläge. Sie sollen die Menschen dazu bringen, die Auswirkungen von Fernreisen zu erkennen und neu zu bewerten.

Es sei allerdings auf politischer sowie persönlicher Ebene wichtig, den relativ wenigen Langstreckenfahrten und -flügen den Vorrang zu geben, so Wadud. So könnte man die größten Einsparungen erzielen.

Muhammad Adeel, Co-Autor der Studi, fügte hinzu: „Wenn wir die Emissionen des Luftverkehrs aus den nationalen Statistiken ausklammern – wie es derzeit in fast allen Ländern der Fall ist – erhalten wir kein ganzheitliches Bild und ignorieren einen großen Teil des Problems.“

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Duales Studium Betriebswirtschaftslehre (B.A....
IU Internationale Hochschule in Leonberg
Head of Digital Marketing (m/w/d)
cbs Corporate Business Solutions ... in Heidelberg, ...
Social Media Content Creator (m/w/d)
Hacienda San Nicolàs GmbH in Hamburg
Robotics AI Expert / Technical Product Owner ...
Bosch Gruppe in Renningen
(Junior) Social Media Manager (m/w/d)
Eduard Gerlach GmbH in Lübbecke
Manager Influencer Marketing (Aldiana) &#8211...
DERTOUR Hotels & Resorts GmbH in Frankfurt am Main
Social Media Manager B2B (m/w/d)
Hays – Interne Karriere bei Uns in Mannheim (68163),...
Social Media & Content Marketing Manager:...
SCS Sophisticated Computertomograph... in Aschaffenburg
Teile diesen Artikel
Folgen
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.