Delfinhaut-Beschichtung Treibstoffverbrauch

Schiffschraube mit „Delfinhaut“ soll Treibstoff sparen und Emissionen reduzieren

Felix Baumann
Chinese Academy of Sciences

Chinesische Forscher haben eine Beschichtung für eine Schiffsschraube entwickelt, die einer Delfinhaut gleicht. Sie soll den Treibstoffverbrauch um zwei Prozent senkt und CO2-emissionen reduzieren.

Ob auf der Straße, in der Luft oder auf dem Wasser: Die Art, wie wir uns fortbewegen, befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Das demonstrierte kürzlich auch eine Entwicklung aus China. Denn Wissenschaftler des Ningbo Institute of Materials Technology & Engineering (NIMTE) der Chinese Academy of Sciences (CAS) entwickelten eine innovative Beschichtung für Schiffsschrauben. Sie basiert auf den Eigenschaften der Haut von Delfinen.

Diese sogenannte „Delfinhaut“ soll den Treibstoffverbrauch von großen Schiffen um etwa zwei Prozent reduzieren. Die Schifffahrt ist für etwa drei Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Die neue Technologie könnte damit einen Beitrag zur Reduktion dieser Emissionen leisten. Durch die Anwendung der Delfinhaut-Beschichtung können Reedereien nicht nur ihre CO2-Emissionen reduzieren, sondern auch Treibstoffkosten einsparen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Schiffsschraube aus Delfinhaut reduziert Treibstoffverbrauch um 300 Tonnen

Die Forscher testeten die Delfinhaut-Beschichtung bereits erfolgreich an einem 300.000 Tonnen schweren Rohöltanker. Dieser pendelte zwischen China und dem Nahen Osten. Durch diese Beschichtung kann der Tanker rund 300 Tonnen Schweröl im Jahr einsparen. Das reduziert die CO₂-Emissionen des Schiffes um 900 Tonnen. Im Resultat entsteht durch den reduzierten Treibstoffverbrauch ein jährliches Einsparpotenzial von etwa 140.000 US-Dollar.

Die Beschichtung selbst kostet etwa 20.000 US-Dollar pro Schiffsschraube, was die Technologie auch aus ökonomischen Aspekten attraktiv macht. Die künstliche Delfinhaut ist ähnlich aufgebaut wie die Haut von Delfinen. Sie besteht aus Mikrostrukturen, die minimale Verwirbelungen erzeugen und dadurch die Reibung zwischen dem Wasser und Schiffsschraube reduzieren. Diese Mikrostrukturen sind nur 0,1 bis 0,2 Millimeter groß und bestehen aus einem flexiblen Material.

Sektor könnte mittelfristig deutlich umweltfreundlicher werden

Durch die Beschichtung können Schiffe nahezu widerstandslos durch das Wasser gleiten, was den Treibstoffverbrauch reduziert. Damit zeigt die Entwicklung, wie bionische Ansätze und Technologien zur Verbesserung der Effizienz beitragen könnten.

Die Reduzierung von Treibstoffverbrauch und CO₂-Emissionen ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet auch erhebliche Kostenvorteile für Reedereien. Mit der Weiterentwicklung und breiteren Anwendung der Technologie könnte die Schifffahrt einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Effizienz machen.

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Working Student Hardware Evaluation & Des...
ALPS ALPINE EUROPE GmbH in Unterschleißheim bei München
Praktikant Marktforschung – Consumer In...
FERRERO MSC GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main
Marketing und Social Media Manager m/w/d
MDH AG - Mamisch Dental Health in Mülheim an der Ruhr
Praktikant – Social Media Management (m...
Allianz Versicherungs-AG in Unterföhring (bei München)
Head of Online Marketing (m/w/d) Stellvertret...
motoin GmbH in Aachen
Referent (m/w/d) Technik & Netzwerke
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfac... in Bonn
PR/Social Media-Redakteur & Content Creat...
Itzehoer Versicherungen/Brandgilde von 16... in Itzehoe
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.