Zellgroße Roboter

Kleiner als ein Sandkorn: Forscher entwickeln Batterie für winzige Roboter

Felix Baumann
MIT

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine winzige Zink-Luft-Batterie entwickelt, die Roboter antreiben kann, die gerade einmal so groß wie menschliche Zellen sind. Ziel ist es, im Körper gezielt Medikamente zu verabreichen. 

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten kürzlich eine winzige Batterie, die zellgroße Roboter mit Energie versorgen soll. Diese Roboter könnten Ärzte in der Medizin einsetzen, um Medikamente gezielt im menschlichen Körper abzugeben. Sie könnten aber auch zum Einsatz kommen, um etwa Lecks in Gasleitungen zu identifizieren.

Die neuartige Batterie ist gerade einmal 0,1 Millimeter lang und 0,002 Millimeter dick. Das entspricht etwa der Dicke eines menschlichen Haars oder der Größe eines Sandkorns. Sie nutzt Sauerstoff aus der Luft, um Zink zu oxidieren und dadurch eine elektrische Spannung von bis zu einem Volt zu erzeugen. Diese Energie reicht aus, um kleine Schaltkreise, Sensoren oder Aktuatoren anzutreiben.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Zellgroße Roboter erhalten Autonomie durch Zink-Luft-Batterie

Eines der größten Probleme bei der Entwicklung solcher Mikroroboter ist die Energieversorgung. Während andere Ansätze auf Solarenergie setzen, ist diese Lösung oft unpraktisch, da sich die Roboter häufig in dunklen Gegenden bewegen. Mit der neuen Zink-Luft-Batterie könnten diese jedoch eine höhere Autonomie erreichen.

Die Batterie besitzen eine hohe Energiedichte und zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer aus. Sie besteht aus einer Zinkelektrode, die mit einer Platinelektrode verbunden ist. Die Elektroden sind zusätzlich in einen Streifen aus Polymer eingebettet. Wenn diese Elektroden mit Sauerstoffmolekülen reagieren, oxidiert das Zink und ein elektrischer Strom entsteht.

Betrieb von verschiedenen Geräten bereits möglich

In ersten Tests konnten die Forscher zeigen, dass die Batterie ausreichend Energie liefert, um einen Roboterarm zu bewegen. Außerdem konnte sie einen Memristor, der elektrische Widerstände speichert, und eine Schaltung zur Zeitmessung betreiben. Auch ein Betrieb von Sensoren, die ihre elektrische Leitfähigkeit bei Kontakt mit bestimmten Chemikalien ändern, war möglich.

Die Forscher arbeiten nun daran, den Spannungsbereich der Batterie zu erhöhen, um noch vielseitigere Anwendungen zu ermöglichen. Sie soll künftig direkt in Roboter integriert werden, sodass diese vollständig autonom arbeiten können.

Langfristig planen die Forscher Roboter zu entwickeln, die Ärzte beispielsweise in den menschlichen Körper injizieren, um dort gezielt Medikamente abzugeben. Diese Roboter könnten dann aus biokompatiblen Materialien bestehen, die sich nach Gebrauch selbst zersetzen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,3 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Marketing Manager – Social Media / Cont...
Treuhand Hochrhein GmbH in Lauchringen
Social-Media-Creator:in (Werkstudent:in)
Instaffo GmbH in Schwelm
Audiotechniker / Systemtechniker Radiobetrieb...
medienzentrum Berlin GmbH & Co. KG in Berlin
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemi...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Praktikum Personal – Employer Branding ...
Lidl Stiftung & Co. KG in Neckarsulm
Duales Studium zum Bachelor of Science (DH), ...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Referent*in (m/w/d) Kommunikation Schwerpunkt...
Max-Planck-Förderstiftung in München
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.