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Deep Fission: Start-up will Atomreaktoren in der Erde versenken

Maria Gramsch
Deep Fission

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Die Nachfrage nach Energie wird immer größer. Das kalifornische Start-up Deep Fission sieht in der Kernenergie einer Lösung dafür. Doch die soll nicht über konventionelle Atomkraftwerke gewonnen werden, sondern tief in der Erde.

Ob Elektromobilität oder Wärmepumpe – die Abkehr von fossilen Brennstoffen wird in den kommenden Jahren den Energiebedarf drastisch steigern. Ein Start-up aus Kalifornien will dieses Problem mit Hilfe der Kernenergie lösen.

Doch dabei sollen keine konventionellen Atomkraftwerke ans Netz genommen werden. Denn Deep Fission will modulare Kernreaktoren tief in der Erde versenken.

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Deep Fission plant kleine Atomkraftwerke in der Erde

Das kalifornische Start-up will mit seiner Innovation vor allem die Kosten für die Kernenergie senken. Denn diese sei bisher „zu teuer“, wie es auf der Website des Unternehmens heißt.

Deep Fission senkt die Kosten der Kernenergie und nutzt dabei eine bestehende Versorgungskette und Technologie, die mit Hunderten von Kernkraftwerken vergleichbar ist, die bereits genehmigt wurden und weltweit in Betrieb sind.

Um dies zu erreichen, setzt Deep Fission auf kleine modulare Kernreaktoren mit jeweils 15 Megawatt. Diese will das Start-up in Bohrlöchern in 1,6 Kilometern Tiefe versenken. Die Bohrlöcher selbst haben dabei nur einen Durchmesser von 75 Zentimetern.

Zum Einsatz kommen sollen dabei Druckwasserreaktoren. Diese Technologie wird bereits weltweit eingesetzt. Der Unterschied bei dem kalifornischen Start-up ist jedoch die Größe und Anordnung.

Denn herkömmliche Reaktoren benötigen große Druckbehälter, um ihre Sicherheit zu garantieren. Die kleineren Reaktoren des kalifornischen Start-ups hingegen können den natürlichen Druck im Bohrloch durch das umliegende Gestein nutzen.

Durch die Verwendung dieser sicheren bestehenden Technologie in Bohrlöchern werden die natürlichen Druck- und Einschlussbedingungen in der Tiefe genutzt, was die Kosten der Kernkraft drastisch senkt.

Auf diese Weise ist es Deep Fission möglich, die Kosten für dickwandige Stahlbehälter und meterdicke Betonwände zu eliminieren.

Wie steht es um die Sicherheit dieser Technologie?

Deep Fission selbst bezeichnet die Sicherheit seiner Bohrlochreaktoren als „beispiellos“. Denn diese würden sich außerhalb der Reichweite von Tornados, Überschwemmungen, Wirbelstürmen, Tsunamis, Flugzeugabstürzen oder Terrorangriffen befinden.

Auch eine Notkühlung des Reaktorkerns sei „problemlos möglich“, da Süßwasser ihn dauerhaft überspüle. Bei einer Überhitzung schalte sich der Reaktor von selbst ab.

Ungeklärt bleibt jedoch die Frage nach dem Atommüll. Denn zu dessen Entsorgung beziehungsweise Lagerung gibt Deep Fission keine Auskunft.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.