Strom ohne Windkraft Kosten Preis Deutschland

Irre Rückbau-Phantasien: So teuer wäre Strom ohne Windkraft in Deutschland

Fabian Peters
Adobe Stock/ Klaus Haase

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Die Windkraft ist mittlerweile die wichtigste Energiequelle in Deutschland. Sie gilt als Jobmotor und liefert nachhaltige und günstige Energie. Dennoch wollen einige Politiker alle Windräder in Deutschland „niederreißen“. Das käme Deutschland teuer zu stehen. 

Die Windenergie war ein wichtiges Wahlkampfthema. Während sich die meisten Parteien darüber einig sind, dass nur ein weiterer Ausbau das Ziel sein kann, schwadronierte AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel davon, alle Windräder in Deutschland „niederreißen“ zu wollen. Doch das wäre alles andere als sinnvoll und käme Deutschland teuer zu stehen, so das Ergebnis einer Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde.

Wie teuer wäre Strom ohne Windkraft?

Den Ergebnissen zufolge wäre Strom ohne Windkraft im vergangenen Jahr rund 50 Prozent teurer gewesen. Demnach hätte der Börsenstrompreis (ohne Steuern, Gebühren und Abgaben) bei 11,8 statt 7,8 Cent pro Kilowattstunde gelegen. Das entspricht einem Aufschlag von 3,9 Cent. Sophie van Vügt, Energieexpertin von Greenpeace, dazu:

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Wer jetzt Windräder zurückbauen will, treibt den Strompreis steil nach oben und riskiert Milliarden an Entschädigungszahlungen. Die Erneuerbaren senken den CO2-Ausstoß, schaffen sichere Jobs und machen Deutschland unabhängiger von teuren Energieimporten. Jede Partei, die das Land voranbringen will, sollte ihren Ausbau beschleunigen.

Das würde ein Rückbau kosten

Für den technischen Rückbau aller 28.766 Windräder in Deutschland müsste der Staat anteilige Kosten in Höhe von rund 5,5 Milliarden Euro übernehmen. Denn: Eigentlich tragen die Betreiber Vorsorge für die Rückbaukosten – allerdings erst wenn die Anlagen ihre maximale Betriebsdauer erreicht haben.

Der Bund müsste zudem Entschädigungszahlungen für die entgangene Stromproduktion leisten. Für das Jahr 2024 wären das in etwa 64 Milliarden Euro. Hinzu kämen höhere Klimafolgekosten. Laut Studie würden diese bei 32 Milliarden Euro pro Jahr liegen. Der Hintergrund: Durch Windkraft wurden im Jahr 2023 rund 107 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).