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Alternativen zu US-Software: 4 E-Mail-Anbieter aus Europa

Fabian Peters
Mit ChatGPT generiert (KI).

Nach dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump stellt sich die Frage, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Aufgrund der von Trump verhängten Zölle wollen viele EU-Bürger Produkte aus den USA boykottieren. Auf Software-Ebene ist das nicht ganz einfach. Doch es gibt Alternativen. Hier sind vier E-Mail-Anbieter aus Europa. 

Die Idee auf Software-Produkte aus den USA zu verzichten, ist nicht neu. Denn Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Google, Apple und Facebook-Konzern Meta haben nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern nutzen diese auch aus – teilweise mit wettbewerbswidrigen Praktiken.

Viele hegen zudem Bedenken, dass sensible Daten in den Händen von US-Unternehmen nicht gut aufgehoben sind. Nach dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gewinnt das Thema erneut an Bedeutung, da sich zunehmend die Frage stellt, ob die USA noch ein verlässlicher Partner für Europa sind. Trumps außen- und handelspolitische Entscheidungen wie seine Zollpolitik nähren zumindest große Zweifel.

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4 E-Mail-Anbieter aus Europa als Alternativen zu US-Software

Tech-CEOs wie Mark Zuckerberg (Meta), Sundar Pichai (Google), Elon Musk (X) und Tim Cook (Apple) scheinen zudem vor Trump zu kuschen. Kritiker befürchten deshalb eine engere Verflechtung von Politik und Wirtschaft – womöglich zulasten von Nutzerinteressen und Datenschutz. Vor diesem Hintergrund präsentieren wir dir vier E-Mail-Anbieter aus Europa – als Alternativen zu US-Software wie Gmail und Outlook. Zuvor haben wir uns bereits alternative europäische Cloud-Dienste und Suchmaschinen angeschaut.

1. GMX/ Web.de

GMX und Web.de sind zwei der bekanntesten deutschen E-Mail-Dienste. Beide Plattformen gehören zur 1&1 Mail & Media GmbH, einem Tochterunternehmen der United Internet AG. Sowohl GMX als auch Web.de bieten kostenlose E-Mail-Konten mit Virenschutz und Spam-Filtern an. Beide Dienste sind Teil der Initiative “E-Mail made in Germany”, die für relativ hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards steht. GMX und Web.de speichern sämtliche Daten auf Servern in Deutschland. Das Versenden und Empfangen von E-Mails erfolgt per SSL-/TLS-Verschlüsselung. Beide Dienste sind werbefinanziert und enthalten entsprechende Anzeigen. Die Speicherkapazität von kostenlosen Accounts ist zudem begrenzt. Zusätzliches Volumen gibt es nur für eine monatliche Gebühr.

2. Proton Mail

Proton Mail ist ein E-Mail-Anbieter aus der Schweiz, der besonderen Wert auf Sicherheit und Privatsphäre legt. Der Dienst schützt E-Mails mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass niemand außer dem Absender und Empfänger Nachrichten lesen kann. Proton Mail basiert auf einer sogenannten Zero-Zugriff-Architektur. Heißt konkret: Das Unternehmen selbst hat keinen Zugriff auf gespeicherte E-Mails. Proton Mail bietet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an und blockiert Tracking-Pixel in E-Mails, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Alle Server des Anbieters stehen in der Schweiz. Es gibt eine kostenlose Version und ein kostenpflichtiges Plus-Abonnement, das unter anderem mehr Speicherplatz enthält.

3. Orange Mail

Orange Mail ist ein E-Mail-Dienst des Telekommunikationsunternehmens Orange, an dem der französische Staat die Aktienmehrheit hält. Das Angebot richtet sich vor allem an Nutzer in Frankreich und umfasst kostenlose E-Mail-Konten mit integriertem Virenschutz und Spam-Filter. Orange Mail speichert sämtliche E-Mails und Nutzerdaten auf Servern in Frankreich. Die Übertragung von E-Mails erfolgt per SSL-/TLS-Verschlüsselung. Orange Mail ist werbefinanziert. Entsprechende Anzeigen werden jedoch nur auf der Plattformoberfläche angezeigt. Die kostenlose Version umfasst nur begrenzten Speicherplatz. Zusätzliches Volumen ist nur über ein kostenpflichtiges Cloud-Abonnement erhältlich.

4. Posteo

Posteo ist ein unabhängiger deutscher E-Mail-Anbieter aus Berlin. Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und Datenschutz. Der Dienst finanziert sich ausschließlich über Nutzergebühren und verzichtet vollständig auf Werbung. Das günstigste Abonnement kostet einen Euro pro Monat. Posteo verwendet ausschließlich Ökostrom von Green Planet Energy und setzt auf Open Source-Software. Alle Server befinden sich in Deutschland und per LUKS-Verschlüsselung geschützt. Posteo bietet eine anonyme Anmeldung und Zahlung ab, um die absolute Privatsphäre seiner Nutzer gewährleisten zu können.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).