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CO2-Bilanz: Standort von Solaranlagen macht gravierende Unterschiede aus

Maria Gramsch
Adobe Stock / marcin jucha

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Ob auf dem Dach, an der Fassade oder auf der Freifläche: Der Standort von Solaranlagen entscheidet maßgeblich über ihre CO2-Bilanz. Eine neue Analyse zeigt, dass diese Unterschiede auch regional auftreten können.

Deutschland zählte im Jahr 2024 weltweit zu den Top 10 der Länder mit dem meisten Stromverbrauch. Insgesamt wurden 464 Terawattstunden Strom verbraucht, woraus sich Platz neun im globalen Ranking ergab.

Ein Großteil dieses Stroms wird aktuell bereits aus erneuerbaren Energien gewonnen. Die Solarenergie beispielsweise konnte im August 2025 mit 31,1 Prozent fast ein Drittel zur öffentlichen Nettostromerzeugung beitragen.

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Dieser Anteil wiederum verringert den CO2-Ausstoß bei der Stromproduktion erheblich – vor allem im Vergleich zu Kohle-, Gas- oder Ölkraftwerken. Doch auch der Standort von Solaranlagen kann Auswirkungen auf die CO2-Bilanz haben, wie eine neue Untersuchung der Harvard University zeigt.

Welchen Einfluss hat der Standort von Solaranlagen auf die CO2-Bilanz?

Für ihre Studie, die im Wissenschaftsmagazin Science Advances veröffentlicht wurde, haben die Forscher von 2018 an für fünf Jahre lang Daten über die stündliche Stromerzeugung und Stromnachfrage sowie die erzeugten Emissionen analysiert. Dabei nutzten sie Daten aus 13 Regionen in den USA, darunter unter anderem Kalifornien, Tennessee, New York und Texas.

Der daraus resultierende Datensatz bildete die Grundlage für ein statistisches Modell. Mit diesem wiederum konnten die Wissenschaftler untersuchen, welche Auswirkungen eine Erhöhung der stündlichen Solarenergieerzeugung auf die CO2-Emissionen innerhalb einer bestimmten Region hat.

Dabei konnten die Forscher unter anderem aufzeigen, dass sich die Klimavorteile der Solarenergie in den verschiedenen Regionen deutlich unterscheiden. So konnte beispielsweise bereits eine geringe Erhöhung der Solarenergie in Regionen wie Kalifornien, Florida und Texas zu einer großen CO2-Reduktion führen. In anderen Gebieten wie Neuengland oder Tennessee wiederum waren die Auswirkungen selbst bei deutlich stärkeren Erhöhungen der Solarstromerzeugung nur minimal.

Wie kommt es zu diesen Unterschieden?

Selbst bei einer Steigerung der Solarenergie um 20 Prozent konnten die Forscher in diesen Regionen kaum Auswirkungen auf die CO2-Emissionen feststellen. Diese regionalen Unterschiede haben laut den Forschern der Harvard T.H. Chan School of Public Health verschiedene Ursachen.

Hierzu zählt unter anderem der bereits vorhandene Energiemix. Regionen, in denen fossile Brennstoffe stark vertreten sind, profitieren im Umkehrschluss stärker von zusätzlicher Solarstromproduktion. Aber auch hier gibt es wieder Unterschiede. Denn die Solarenergie bietet beim Einsatz von Kohlekraftwerken ein höheres Einsparungspotenzial als im Vergleich zu Erdgas.

Auch eine geringe Basis in Regionen mit allgemein wenig Solarstromerzeugung kann ein Grund für weniger CO2-Einsparungen sein. Denn selbst bei einer Steigerung um 20 Prozent kommt es zu weniger ausgeprägten Veränderungen der CO2-Emissionen.

Zusätzlichen Einfluss können laut den Wissenschaftlern auch geografische Einschränkungen haben. Dazu zählen auch wirtschaftliche Erwägungen, die die Nutzung erneuerbarer Energiequellen einschränken, wie beispielsweise fehlende regionale Förderung, höhere Kosten beim Ausbau oder den Gegebenheiten des lokalen Stromnetzes.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.