China KI-Server Meer Künstliche Intelligenz Wasser Kühlung Rechenzentrum Rechenzentren

China versenkt KI-Server im Meer – um Wasser zu sparen

Maria Gramsch
Shanghai Hailanyun Technology

Die Kühlung von Rechenzentren verschlingt zunehmend Ressourcen. China will KI-Server deshalb im Meer versenken, um Wasser zu sparen. 

KI-Modellen verarbeiten während Training und Betrieb gigantische Datenmengen. Diese Berechnungen sind extrem energieintensiv, weshalb enorme Mengen an Rechenzentren weltweit benötigt werden, um den KI-Hunger zu stillen.

Diese KI-Rechenzentren sind dabei einer großen Hitzeentwicklung ausgesetzt, weshalb sie wiederum gekühlt werden müssen. Häufig kommt dabei eine Wasserkühlung zum Einsatz. Besonders in sehr heißen oder trockenen Regionen kann das den Wasserverbrauch dramatisch erhöhen

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Eine Alternative, um bei der Kühlung von KI-Servern Wasser zu sparen, stellen Unterwasser-Rechenzentren dar. Diese kommen künftig im chinesischen Hailanyun-Projekt zum Einsatz, wie der Scientific American berichtet.

China kühlt KI-Server im Meer

Trockene Gebiete sind beliebt für den Aufbau von KI-Rechenzentren. Denn die bereits vorherrschende trockene Luft kann das Risiko von Schäden durch Feuchtigkeit verringern. Doch gerade in diesen trockenen Regionen ist es schwer, die Kühlung der Server durch Wasser sicherzustellen.

Um diese Probleme zu umgehen, werden KI-Server in China nun direkt im Meer versenkt. Das Unternehmen Hailanyun, das auch als HiCloud bekannt ist, hat im Juni mit den Bauarbeiten für ein windbetriebenes Unterwasser-Rechenzentrum begonnen, das nun rund zehn Kilometer vor der Küste Shanghais entsteht.

Dieses Unterwasser-Rechenzentrum nutzt Rohre, die das Meerwasser direkt in einen Kühler an der Rückseite der Server-Racks pumpen. So kann die entstandene Abwärme direkt aufgenommen und wieder abgeleitet werden.

Laut dem Unternehmen Hailanyun verbrauchen Unterwasser-Rechenzentren durch die natürliche Kühlung so mindestens 30 Prozent weniger Strom als Rechenzentren an Land. Das Rechenzentrum in Shanghai ist zusätzlich an einen nahegelegenen Offshore-Windpark gekoppelt, der 97 Prozent der Energie liefern soll, wie der Scientific American schreibt.

Technologie von Microsoft

Bereits im September sollen die ersten Server im Meer in Betrieb gehen. Das Projekt soll 223 Millionen US-Dollar kosten und künftig Platz für 396 bis 792 KI-fähige Server bieten.

Hinter dem Projekt in China steht eine Technologie, die ursprünglich von Microsoft entwickelt wurde. Denn der Tech-Konzern hatte bereits im Jahr 2018 im Rahmen seines Natick-Projekts 800 Server vor der Küste Schottlands versenkt.

Nach mehr als zwei Jahren brachte Microsoft die Server wieder an Land. Das damalige Fazit von Microsoft: „Unterwasser-Rechenzentren sind zuverlässig, praktisch und nutzen Energie nachhaltig.“

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Content Creator (m/w/d)
Diginet GmbH & Co. KG - Pixum in Köln
Social Media Manager (w/m/d)
medi GmbH & Co. KG in Bayreuth
SEO/GEO Manager (M/W/D) für DER AKTIONÄR, BÖR...
Börsenmedien AG in Kulmbach, Bayreuth, Coburg, Nünbe...
Head of Online Marketing & Growth (m/w/d)
LaVita GmbH in Kumhausen
Praktikum Social Media Marketing (all genders)
Roland Berger Holding GmbH & Co. KGaA in München
Social Media Specialist (w/m/d)
Personalwerk GmbH in Karben
Sachbearbeitung (m/w/d) Social Media und Digi...
Staatliches Baumanagement Niedersachsen in Hannover
Leiter Marketing (m/w/d) Head of Marketing &a...
Theo Klein+Partner Unternehmensbe... in Aschaffenbur...
Teile diesen Artikel
Folgen:
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.