ChatGPT Background Conversations Hintergrundgespräche deaktivieren

ChatGPT hört mit: So kannst du Hintergrundgespräche deaktivieren

Felix Baumann
unsplash / Emiliano Vittoriosi

ChatGPT lauscht Gesprächen über den Voice-Mode auch dann, wenn die App inaktiv ist. Wir verraten dir, wie du die Funktion „Hintergrundgespräche“ deaktivieren kannst. 

Die Interaktion mit künstlicher Intelligenz wird immer natürlicher. Das hat aber seinen Preis. 2024 hat ChatGPT etwa per Update eine Funktion namens „Hintergrundgespräche“ („Background Conversations“) erhalten, die vielen Nutzern unbekannt ist. Diese Funktion ermöglicht es der KI, dauerhaft zuzuhören, auch wenn die App nicht aktiv ist.

Das bedeutet: Sobald du den Voice-Chat nutzt, bleibt das Mikrofon aktiv, auch wenn gerade keine direkte Konversation mit ChatGPT läuft. Die KI hört dann ständig im Hintergrund mit und reagiert automatisch, sobald eine Frage oder ein Befehl in Richtung des Smartphones gestellt wird.

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Der Vorteil: Die Interaktion mit ChatGPT wird dadurch deutlich erleichtert. Du kannst etwa freihändig arbeiten, da du keine Tasten mehr drücken oder suchen musst. Die KI reagiert sofort wie ein echter Gesprächspartner, was schnelle Reaktionen auf Fragen zwischendurch ermöglicht.

ChatGPT: Was sind Background-Conversations?

Dieser Ansatz passt zur Vision, die OpenAI auch mit seinem Browser ChatGPT Atlas verfolgt. Die KI soll als „Agent“ fungieren, der die Welt des Nutzers versteht und aktiv Aufgaben übernimmt. Atlas ist als Browser mit integrierter KI konzipiert, die das Ziel verfolgt, ein Super-Assistent zu sein, der Aufgaben erledigt, ohne dass du die Seite verlassen musst.

Das „Hintergrundgespräche“-Feature birgt aber Risiken. Denn das dauerhafte Mithören von ChatGPT und die ständige Datenübertragung an OpenAI werfen Datenschutzfragen auf. Die KI könnte Themen mitbekommen, die nicht für sie bestimmt waren, was die Privatsphäre belastet.

Geräte, die immer zuhören, werden von vielen Menschen als störend empfunden. Auch in sensiblen Umgebungen wie Kunden-Meetings kann der Einsatz kritisch sein. Ein weiteres Problem ist der Stromverbrauch. Denn das dauerhafte Zuhören belastet den Smartphone-Akku. Nutzer berichten von einem Mehrverbrauch von etwa zehn bis 15 Prozent pro Tag.

ChatGPT: Hintergrundgespräche deaktivieren

OpenAI gibt an, dass Audio-Clips, also die akustischen Aufnahmen der Nutzer, nach der Transkription gelöscht werden, es sei denn, der Nutzer hat aktiv der Verwendung der Aufnahmen für das Training zugestimmt. Allerdings werden die Audio- und Videoclips aus Voice-Chats so lange gespeichert, wie der Chat im Verlauf sichtbar ist.

Nutzer haben jedoch die Kontrolle: Im Einstellungsbereich „Data Controls“ können Free-, Plus- und Pro-Abonnenten explizit entscheiden, ob sie ihre Audio- und Videoaufnahmen zur Verbesserung der Modelle freigeben möchten. Wenn die Aufnahmen zum Training freigegeben werden, behält OpenAI das Recht, sie von Mitarbeitern überprüfen zu lassen, um Fehlinterpretationen zu erkennen.

Wichtig ist, dass diese Freigabe an das Konto gebunden ist und dann für alle Geräte gilt, auf denen du eingeloggt bist. Wer die Funktion nicht verwenden möchte, kann Hintergrundgespräche deaktivieren. Gehe dazu wie folgt vor:

  1. Öffne die ChatGPT-App auf deinem Smartphone.
  2. Klicke auf dein Profil und anschließend auf „Einstellungen“.
  3. Scrolle zum Menüpunkt „Audio“ und tippe darauf.
  4. Nun erscheint die Option „Hintergrundgespräche“, die du per Schieberegler deaktivieren oder aktivieren kannst.
  5. Hinweis: Die Funktion gibt es ausschließlich in der mobilen ChatGPT-App. Der Pfad, um „Hintergrundgespräche“ zu deaktivieren, kann je nach Betriebssystem variieren.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.