Korallenriffe wiederherstellen KI

KI-Roboter pflanzt junge Korallen im Great Barrier Reef

Felix Baumann
Chris Bartlett

Forscher wollen mithilfe Künstlicher Intelligenz und Robotik das Great Barrier Reef wieder aufforsten. Ein KI-Roboter soll dazu junge Korallen pflanzen. 

Ökosysteme von der Größe des Great Barrier Reefs wiederherzustellen, erfordert Arbeit im großen Maßstab. Ökologen, Ingenieure und Mitarbeiter des Australian Institute of Marine Science (AIMS) arbeiten deshalb an der Entwicklung von Technologien für die Wiederaufforstung von Korallenriffen.

Die Projektteilnehmer entwickelten bereits Techniken, um junge Korallen in Aquakulturen zu züchten. Außerdem entwarfen sie Werkzeuge, die im gesamten Riff eingesetzt werden können. Nun kommt eine weitere Technologie zum Einsatz, die eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine optimieren soll.

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Das sogenannte Deployment Guidance System (DGS) kombiniert moderne Marinerobotik mit Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, junge Korallen, die in speziell angefertigten Vorrichtungen untergebracht sind, in vordefinierten Bereichen des Riffs auszusetzen.

Denn dort ist ihre Wahrscheinlichkeit, das Erwachsenenalter zu erreichen, besonders hoch. Dies soll in einem Umfang geschehen, der mit manueller Arbeit und menschlicher Entscheidungsfindung allein kaum oder nur mit extrem hohen Kosten erreichbar wäre.

KI-Roboter sollen Korallenriff retten

Die Korallenaussaatvorrichtungen sind kleine Keramikobjekte mit Kacheln, an denen sich junge Korallen festsetzen. Sobald sie auf dem Meeresboden platziert sind, tragen sie zum Schutz der Korallen bei, was ihre Überlebenschance verbessert.

Da die Projektteilnehmer das System über eine riesengroße Fläche hinweg an den besten Stellen platzieren müssen, unterstützt das DGS dabei auf verschiedene Weisen. Zuerst wählt das System vielversprechende Standorte mithilfe eines Computermodells aus, das auf dem Fachwissen von Riff-Ökologen basiert.

Vor Ort kommen dann Kameras und eine Echtzeit-KI-Analyse zum Einsatz, um das Aussetzen der Vorrichtungen zu steuern. Das DGS setzt diese im optimalen Moment vom Schiff aus frei, wobei die Entscheidung auf jahrelangen ozeanografischen und ökologischen Beobachtungen durch Wissenschaftler beruht.

Autonomie und Geo-Tagging

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist Autonomie. Das System wurde entwickelt, um eine autonome Schiffsführung, ähnlich einem Autopiloten, zu ermöglichen und die Korallenvorrichtungen automatisch an geeigneten Orten auszusetzen. Dafür verfügt das DGS über ein integriertes Geo-Tagging, das die genaue Positionierung der Aussetzungsstellen aufzeichnet.

Diese Funktion ermöglicht es Wissenschaftlern, die Standorte später wiederzufinden und das Wachstum der jungen Korallen zu überwachen. Die KI-Technologie soll dabei nicht den Menschen ersetzen, sondern ermöglichen, dass wissenschaftliche Arbeit in einem zuvor schwer erreichbaren Maßstab umgesetzt werden kann.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.