Batteriespeicher günstiger Gaskraftwerke

Günstiger und effizienter: Batteriespeicher überholen Gaskraftwerke

Felix Baumann
Bild: Mit Gemini generiert (KI)

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Große Batteriespeicher verdrängen Gaskraftwerke zunehmend vom Strommarkt und gelten als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Sinkende Kosten und technische Fortschritte machen sie zu einer günstigeren Alternative, vor allem in Kombination mit Solar- und Windkraft.

Große Batteriespeicher verdrängen zunehmend klassische Gasturbinen aus dem Stromnetz. Laut Daten des privaten Forschungsinstituts Rystad Energy übertrifft die weltweit verfügbare Leistung aus Batteriegroßspeichern mittlerweile die Kapazität aller Pumpspeicherkraftwerke. Allein im Jahr 2025 wurden über 100 Gigawatt beziehungsweise 280 Gigawattstunden zusätzlich in Betrieb genommen.

Sinkende Preise für Batteriespeicher zeigten im vergangenen Jahr erstmals messbare Auswirkungen auf den globalen Gasverbrauch. Während die Kosten in der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent fielen, sanken die Preise in China noch deutlicher. In der EU erreichten die Kosten 2025 einen Wert von umgerechnet 180 Euro je Kilowattstunde. Rystad Energy prognostiziert, dass dieser Wert im Jahr 2026 auf 170 Euro sinkt.

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Speicherlösungen sind deshalb zunehmend wirtschaftlicher, da sich der gespeicherte Strom nur noch um etwa vier Cent verteuert. Im direkten Vergleich schneiden konventionelle Gaskraftwerke laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme schlechter ab. Diese verursachen im besten Fall Kosten zwischen knapp über sieben und 15,4 Cent je Kilowattstunde.

Batteriespeicher wirtschaftlicher als Gaskraftwerke

Steigende Preise für Kohlenstoffdioxid und eine geringere Auslastung könnten diese Kosten für Gas sogar auf über 30 Cent ansteigen lassen. Strom aus Photovoltaik und Windkraft liegt hingegen teilweise bei unter fünf Cent.

Durch die Kombination aus günstiger Erzeugung und steigenden Batteriekapazitäten nutzen Betreiber die Überproduktion nun zu Zeiten, in denen bisher Gasturbinen eingesprungen sind. Rystad Energy beobachtete dieses Phänomen zuerst im australischen Bundesstaat Victoria sowie in Kalifornien. Für das Jahr 2026 erwartet das Institut eine ähnliche Entwicklung in weiteren Regionen Australiens sowie in Europa.

Großspeicher dienen damit nicht mehr nur der bloßen Glättung der Produktion aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2021 existierte dieses Phänomen praktisch noch nicht, weshalb Überschüsse oft ungenutzt verloren gingen. Inzwischen nutzen Betreiber die Zwischenspeicherung in vielen Regionen bereits als die günstigere Alternative zur Bereitstellung von Gasturbinen.

Ausblick auf die globale Überbrückung

Dennoch geht der Marktbericht von einer künftigen Abschwächung der jährlichen Zubauquote aus. Während diese derzeit noch bei fast 50 Prozent liegt, könnte sie bis 2030 auf etwa 20 Prozent sinken. Als Gründe hierfür führen die Autoren steigende Preise für Lithium und veränderte wirtschaftliche Bedingungen in China an.

In den USA hingegen entwickelten sich die Preise je Kilowattstunde entgegen dem globalen Trend zuletzt nach oben. Trotz regionaler Preisunterschiede bleibt der Trend zum Ausbau weltweit ungebrochen. Die Summe der Strompreise inklusive Speicherung bleibt teilweise unter zehn Cent pro Kilowattstunde, sofern genügend preiswerte Speicher im Netz verfügbar sind.

Die weltweite Entwicklung zeigt jedoch: Batteriespeicher haben sich als günstigste Alternative zur Überbrückung etabliert. In vielen Gebieten ersetzt die Technologie bereits die Notwendigkeit, Gasturbinen für Lastspitzen bereitzuhalten. Der Markt für Energiespeicher bleibt somit ein zentraler Baustein der modernen Energieversorgung.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
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