Momentan gibt es auf der Welt Schätzungen zufolge mehr als 12.000 Atomsprengköpfe. Damit könnte die Menschheit sich problemlos auslöschen. Das Besondere ist: Nur neun Staaten sind überhaupt im Besitz von Atombomben, und zwei Länder horten über 80 Prozent des nuklearen Arsenals.
Nach dem Kalten Krieg sollten die auf der Welt existierenden Atomsprengköpfe eigentlich nach und nach abgerüstet werden. Zwar befindet sich die aktuelle Zahl (rund 12.000) deutlich unter dem Höchststand, doch der Trend geht in die andere Richtung. Viele Länder erhöhen momentan ihre Budgets für die Modernisierung der Arsenale, und die Zahl der sofort einsatzbereiten Nuklearwaffen nimmt sogar wieder zu.
Zwei Supermächte besitzen fast alle Atomsprengköpfe
Im Januar 2026 gab es laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI (via Statista) weltweit 12.187 Atomsprengköpfe. Zwei Länder besitzen zusammen rund 86 Prozent aller Atomwaffen weltweit. Der hohe Bestand der Supermächte Russland und USA ist ein direktes Erbe des jahrzehntelangen Wettrüstens im Kalten Krieg. Rund 100 US-Atomwaffen lagern im Rahmen der NATO auch in Europa, unter anderem in Deutschland.
Die neun Atommächte teilen sich in zwei Gruppen auf. Fünf Staaten gelten offiziell als Atommächte. Diese sind vom Atomwaffensperrvertrag anerkannt und ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Die übrigen vier Nationen sind De-facto-Atommächte, die dem Sperrvertrag nie beigetreten sind oder ihn wieder verlassen haben. Die neueste Atommacht ist Nordkorea, das seit etwa 14 Jahren Atomsprengköpfe besitzt.
Obwohl es allgemein bekannt ist, dass der Einsatz von Atomwaffen die Menschheit an den Rand der Auslöschung bringen könnte, hat der weltweite Bestand gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Welche neun Länder momentan das umfangreichste Arsenal aufweisen, klären wir im folgenden Ranking
Platz 9: Nordkorea
Der jüngste Neuzugang im Kreis der Atommächte besitzt auch die wenigsten nuklearen Waffen. Nordkorea kommt geschätzt auf rund 60 Sprengköpfe. 2003 trat das Regime aus dem Atomwaffensperrvertrag aus, um sein Nuklearprogramm ungehindert vorantreiben zu können, und erklärte sich 2012 offiziell zur Atommacht.











