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KI lässt Gehälter schrumpfen: Wer laut ifo-Studie mit weniger Geld rechnen muss

Maria Gramsch
Bild: DepositPhotos

Viele Unternehmen in Deutschland rechnen damit, dass sich der Einsatz von KI in den kommenden Jahren negativ auf Löhne und Gehälter auswirken wird. Besonders betroffen könnten dabei Beschäftigte mit wenig Berufserfahrung sein, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts unter mehr als 3.000 KI-nutzenden Unternehmen zeigt.

Künstliche Intelligenz hat nach nur wenigen Jahren die Arbeitswelt bereits spürbar verändert. Denn KI-Tools werden bereits in vielen Bereichen regelmäßig eingesetzt und automatisieren Aufgaben oder unterstützen Beschäftigte bei alltäglichen Tätigkeiten.

In vielen Branchen hat KI auch bereits Auswirkungen auf die Anforderungen an viele Berufsbilder. Mit dem zunehmenden Einsatz der Technologie rücken vermehrt aber auch Auswirkungen auf die Bezahlung stärker in den Fokus.

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Eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, wie Unternehmen in Deutschland die Folgen des KI-Einsatzes für künftige Lohnentwicklungen einschätzen. Dafür hat das Institut für Wirtschaftsforschung im Juni 2026 im Rahmen der Ifo-Konjunkturumfrage mehr als 3.000 Unternehmen in Deutschland befragt, die bereits KI nutzen.

Unternehmen rechnen mit sinkenden Gehälern durch KI

Bereits in den kommenden fünf Jahren könnte sich der Einsatz von KI negativ auf Löhne auswirken. Davon gehen zahlreiche Unternehmen in Deutschland aus.

Betroffen könnten dabei vor allem Arbeitskräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung sein. Auch unabhängig von ihrem Bildungsabschluss rechnen viele Arbeitgeber bei Berufseinsteigern mit Lohneinbußen durch den Einsatz von KI.

Bei Beschäftigten ohne Hochschul- oder Fachhochschulabschluss erwarten rund 48,3 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne. Bei Berufseinsteigern mit akademischem Abschluss könnten es sogar 50,8 Prozent sein.

Von Lohnsteigerungen durch den Einsatz von KI sind hingegen nur wenige Unternehmen überzeugt. Hier liegt der Prozentsatz für Berufsanfänger ohne akademischen Abschluss bei nur 5,9 Prozent, mit akademischem Abschluss bei 16,3 Prozent.

Diese Erwartung steigt jedoch mit zunehmender Berufserfahrung. Denn für Beschäftigte mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss gehen 26 Prozent der befragten Unternehmen von Lohnsteigerungen aus.

„Für Arbeitskräfte mit formalen Abschlüssen – besonders in Kombination mit längerer Berufserfahrung – halten Unternehmen häufiger positive Lohneffekte durch KI für möglich“, so Ifo-Forscherin Anna Ruffert.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Branchen?

Insbesondere die Dienstleistungsbranche zeichnet ein pessimistisches Bild für die kommenden fünf Jahre. Bei Beschäftigten mit wenig Berufserfahrung und ohne (Fach-)Hochschulabschluss gehen 53,3 Prozent davon aus, dass die Löhne sinken werden. Bei mehr Berufserfahrung liegt die Quote noch immer bei 44,2 Prozent.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Handel sowie das verarbeitende Gewerbe. Auch hier erwarten viele Unternehmen sinkende Löhne durch den Einsatz von KI. Im Handel rechnen 47,9 Prozent der Betriebe bei Beschäftigten mit kürzerer Berufserfahrung mit Lohneinbußen, bei länger Beschäftigten sind es 41,3 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe liegen die Anteile bei 46,5 beziehungsweise 38,9 Prozent.

Deutlich seltener erwarten Bauunternehmen sinkende Löhne. Dort sind es 39 Prozent bei kürzerer und 31,3 Prozent bei längerer Berufserfahrung. Höherqualifizierte können hier eher mit steigenden Löhnen rechnen. Der Anteil liegt mit kurzer Berufserfahrung bei 24 Prozent und bei 29,8 Prozent für Arbeitskräfte mit mehr als fünf Jahre Berufserfahrung.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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