Der Midea SpaceMaster auf der IFA 2026

Midea SpaceMaster: Das ist der erste Einbaubackofen mit 350°C und Graphen-Heizung

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Ein neuer Einbaubackofen will ein Problem lösen, das jeder kennt, der schon mal „Pizza wie in Neapel“ Zuhause versucht hat: zu wenig Hitze und zu viel Warten. Auf der IFA 2026 zeigt Midea mit der SpaceMaster Series eine Preview auf einen 81-Liter-Ofen, der dank Graphen-Heizsystem bis 350°C erreicht, inklusive dediziertem Pizza-Setup. Wir waren dabei und zeigen dir, was der SpaceMaster kann.

Die Midea SpaceMaster Series (81L Built-in Oven) wird zur IFA 2026 als Neuheit vorgestellt, der Marktstart ist für 2027 geplant. Wichtig für die Einordnung: Das hier ist ein First Look auf ein Premium-Konzept für Europa. Midea setzt Graphen als Kern der Heiz- und Luftstrom-Architektur ein und macht 350°C zum Showdown-Use-Case.

Im Mittelpunkt steht der Anspruch, klassische Schwächen vieler Haushaltsöfen auszumerzen: lange Vorheizzeiten, schwankende Temperatur, und Pizza, die entweder blass bleibt oder oben verbrennt, bevor der Boden knusprig wird. Midea nennt das System „Graphene Turbo Airflow“ und spricht von Zieltemperatur in 0,2 Sekunden am Heizelement und 17,5 % schnelleres Vorheizen im Vergleich zu herkömmlichen Heizelementen..

Wie ernst es Midea mit diesem Vorstoß meint, war auf der IFA kaum zu übersehen: Das Unternehmen bespielte nahezu eine komplette Halle und zeigte neben Backöfen und Kochfeldern auch Kühlschränke, Wärmepumpen, Klimageräte, Staubsauger und sogar humanoide Roboter. Besonders groß war der Andrang bei der Live-Kochshow zum SpaceMaster – während der Präsentation waren alle Plätze belegt.

Der Midea SpaceMaster auf der IFA 2026
Der Midea SpaceMaster

Im Mittelpunkt stand die Pizza: Der Ofen heizte mithilfe des „Graphene Turbo Airflow“-Heizsystems auf bis zu 350 °C und demonstrierte zusammen mit dem Pizzastein, wie der Teig kräftig aufgehen und einen knusprigen Boden bekommen soll. Unser Eindruck vor Ort: Midea inszeniert den SpaceMaster nicht einfach als weiteren Einbaubackofen, sondern als technologisches Aushängeschild für seinen Anspruch im europäischen Premiumsegment.

Warum Midea ausgerechnet Pizza als Proof-Point wählt

Wer Pizza überzeugend hinbekommt, demonstriert gleich mehrere Dinge auf einmal: extreme Hitze, schnelle Reaktionszeit, stabile Temperaturführung und reproduzierbare Ergebnisse ohne Profi-Setup.

Der 350°C „Professional Pizza Mode“ ist deshalb nicht als nettes Extra positioniert, sondern als zentrales Argument: Mit Pizza-Stein und sehr hoher Temperatur soll ein Ergebnis möglich werden, das an Holzofen-Charakter erinnert, inklusive typischer Blasenbildung und leichter Charring-Spots am Rand. Für alle, die Zuhause gern Teigführung ausprobieren (Poolish, lange Gare, hohe Hydration), ist das im Alltag oft der entscheidende Engpass: Der Teig kann perfekt sein. Wenn der Ofen die Energie nicht liefert, bleibt das Ergebnis mittelmäßig.

Mehr noch: Pizza ist ein Use Case, den man beim Händlertest oder in Live-Demos sehr schnell „lesen“ kann. Ein Steak oder ein Auflauf verzeiht viel. Eine Pizza bei 350°C verzeiht nichts, weder an der Technik noch am Handling.

Interview IFA: Mideas Innovations- und Wachstumsstrategie im Bereich Kochen

Wir hatten während unseres Besuchs auf der IFA bei Midea die Möglichkeit, ein paar Fragen zum SpaceMaster zu stellen.

BASIC thinking: Warum hat Midea die 350-°C-Pizza-Herausforderung als zentralen Beleg für diese Serie ausgewählt?

Midea: Pizza ist der ultimative thermische und alltägliche Härtetest. Moderne europäische Verbraucher stehen vor drei zentralen Herausforderungen: Sie möchten nicht 15 Minuten auf das Vorheizen warten, erwarten Ergebnisse in Restaurantqualität ohne professionelle Kochausbildung und wünschen sich eine gesündere Zubereitung mit weniger Öl. Eine authentische neapolitanische Pizza erfordert schnelle, extreme Hitze, eine präzise Temperatursteuerung, die den Rand knusprig werden lässt, ohne ihn zu verbrennen, sowie eine intuitive, geführte Zubereitung. Ein Ergebnis in Pizzeria-Qualität in wenigen Minuten zu Hause zu ermöglichen, ist daher nicht nur eine Produktdemonstration – es ist der klare Beweis dafür, dass wir reale alltägliche Probleme der Verbraucher lösen.

Was ist der entscheidende Durchbruch, der dieses Produkt von etablierten europäischen Wettbewerbern abhebt, und welche Innovation stellt eine echte Branchenneuheit dar?

Graphen steht für einen grundlegenden Technologiesprung und nicht für eine schrittweise Weiterentwicklung einzelner Komponenten. Während herkömmliche Öfen auf langsam reagierende metallische Heizelemente setzen, die die Speisen von außen nach innen garen, kann das Heizsystem dank der Graphen-Technologie innerhalb von nur 0,2 Sekunden reagieren. Dadurch werden eine präzise Temperatursteuerung, deutlich kürzere Vorheizzeiten sowie ein knuspriges Äußeres und ein perfekt gegarter Kern ermöglicht. Gestützt durch zahlreiche internationale Patente haben wir das gesamte Thermalsystem, die Luftzirkulation und die Steuerungsalgorithmen neu entwickelt, um uns von jahrzehntealten Heizkonzepten zu lösen.

Welche weiteren Funktionen und platzsparenden Konstruktionsmerkmale bieten neben der sofortigen Graphen-Erhitzung den größten konkreten Nutzen im Alltag?

Der SpaceMaster-Einbauofen ist nicht nur ein einzelner Backofen – er bildet die Grundlage für ein integriertes Einbaugeräte-Ökosystem. Unsere unmittelbare Produkt-Roadmap sieht vor, die Geschwindigkeit der Graphen-Technologie auf weitere Midea-Öfen auszuweiten, darunter Dampf-Kombi-Modelle, die auf das Backen europäischer Brotspezialitäten zugeschnitten sind. Anschließend folgen platzsparende Kompaktformate für Stadtwohnungen. Über die Hardware hinaus integrieren wir vernetzte Hausgeräte nahtlos und bieten kontinuierliche OTA-Software-Updates sowie integrierte Online-Rezepte. Graphen ist das verbindende Element, das Mideas Zukunft im Bereich des Premium-Einbaukochens antreibt.

Wie hat Midea seine Innovation an europäische Kochtraditionen, regionale Unterschiede und Lebensgewohnheiten angepasst?

Unser europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum stellt sicher, dass wir für Europa aus Europa heraus entwickeln. Lokale Verbraucherkenntnisse sowie Ingenieure, Designer und Testexperten vor Ort ermöglichen es uns, europäische Energieeffizienzstandards und regionale Kochgewohnheiten von Anfang an proaktiv zu berücksichtigen, anstatt ausländische Modelle erst im Nachhinein anzupassen.

Es handelt sich um ein wirklich kollaboratives, dezentral organisiertes Forschungs- und Entwicklungsmodell. Unser europäisches F&E-Team leitet Nutzerforschung, Engineering und Compliance, während die globale Zentrale grundlegende Technologien wie Graphen vorantreibt – eine Technologie, die wir heute mit großem Stolz hier vorstellen. Diese Teams entwickeln täglich gemeinsam Lösungen und übertragen die Anforderungen europäischer Küchen direkt in technische Innovationen. Durch diese Zusammenarbeit können wir lokale Bedürfnisse präzise erfüllen.

Midea auf der IFA 2026

Welche strategische Roadmap verfolgt Midea, um den Einbaukochmarkt zu verändern und langfristig Markenvertrauen in Europa aufzubauen?

Wir verfolgen in Europa eine langfristige Strategie mit einem klaren Ziel: Innerhalb von fünf Jahren wollen wir zu den drei führenden Marken im Bereich Kochen gehören – nicht nur bei Einbauöfen, sondern auch bei freistehenden Herden. Wir investieren kontinuierlich in Technologien und Produktinnovationen und treten über Technologie- und Produktführerschaft an, nicht über den Preis. Durch unsere Präsenz im stationären Handel, im E-Commerce und in spezialisierten Küchenstudios sowie durch praxisnahe Live-Kochvorführungen lassen wir die Produktqualität für sich sprechen. Zusammen mit eigenen europäischen Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams bauen wir so langfristiges Markenvertrauen auf, das auf lokaler Nähe und Verlässlichkeit basiert.

Wie fügt sich Mideas europäische Innovationsinitiative in die globale Strategie ein, das Kochgerätegeschäft weltweit auszubauen?

Unsere Europapremiere auf der IFA ist der Vorstoß an der Spitze von Mideas Wandel von produzierender Größe hin zu innovationsgetriebener Markenführerschaft. Aufbauend auf einem Jahrzehnt als weltweit führender Mikrowellenhersteller und mit dem Ziel, in diesem Jahr mehr als 4,5 Millionen Backöfen zu verkaufen, haben wir unser Geschäftsmodell grundlegend verändert. Wir konkurrieren nicht mehr ausschließlich über die Fertigung im großen Maßstab, sondern auch über technologische Kompetenz und ein tiefes Verständnis der Verbraucherbedürfnisse.

Die für Europa entwickelten Fortschritte bei Thermik, Elektrik und Energieeffizienz dienen als globaler Innovationsinkubator. Angetrieben von globalen Forschungs- und Entwicklungszentren in Deutschland, Italien, Spanien, der Türkei, den USA und China werden diese wegweisenden Technologien auf unser Multi-Brand-Portfolio übertragen, um die unterschiedlichen Bedürfnisse von Verbrauchern weltweit zu erfüllen und unsere führenden Marktpositionen in EMEA, Asien und Amerika auszubauen.

Entscheidend ist, dass diese Technologieoffensive durch eine global abgesicherte Lieferkette unterstützt wird. Mit sieben Produktionsstandorten weltweit – darunter unser neu in Betrieb genommenes Werk in Kairo, das auf das Wachstum in der EMEA-Region ausgerichtet ist – verbinden wir globale F&E-Kompetenz mit lokaler Produktion. Diese Doppelstrategie sichert unsere Lieferfähigkeit und beschleunigt unseren Weg zum weltweit führenden Anbieter von Kochgeräten.

Graphen-Heizung: Was 0,2 Sekunden in der Praxis bedeuten sollen

Das spannendste Detail ist nicht nur „heißer“, sondern „schneller kontrollierbar“. Midea stellt Graphen als Technologiesprung dar: Während klassische Metallelemente träge reagieren, soll das Graphen-Heizsystem extrem schnell ansprechen. Wenn das in der Praxis stimmt, entstehen drei konkrete Vorteile, die über Marketing hinausgehen:

  • Weniger Vorheiz-Wartezeit: Nicht 15 Minuten planen, sondern flexibler kochen – besonders bei spontanen Mahlzeiten.
  • Präzisere Temperaturführung: Bei empfindlichen Dingen (Pizza, Brotkruste, Gratins) entscheidet Stabilität über Textur.
  • Mehr „Power“ für hohe Temperaturen: 350°C sind in Haushaltsöfen selten, aber für Pizza oft der Sweet Spot.

Midea spricht außerdem von einem neu gedachten Zusammenspiel aus thermischem System, Luftstrom und Steuer-Algorithmen, also nicht nur ein neues Heizelement, sondern eine System-Optimierung. Genau hier liegt die Messlatte für „Premium“: nicht maximale Wattzahl, sondern kontrollierte Energie.

81 Liter auf drei Ebenen

Abseits der Pizza-Story wirkt ein Punkt besonders alltagsnah: 81 Liter Garraum auf drei simultane Ebenen. Für Familien und alle, die gern mehrere Komponenten parallel fertigstellen (Gemüse, Protein, Brot/Beilagen), ist das der Unterschied zwischen „nacheinander“ und „in einem Durchlauf“.

Gerade in europäischen Küchen ist der Einbaubackofen oft der zentrale Fixpunkt: Er soll am Wochenende für große Blechgerichte funktionieren, unter der Woche aber auch effizient sein. Midea positioniert den SpaceMaster hier klar als „groß, aber intelligent steuerbar“, also nicht nur Volumen, sondern Nutzbarkeit über mehrere Gerichte hinweg.

Doppelte Selbstreinigung: Pyrolyse plus Dampf

Wenn man ehrlich ist: Reinigung ist einer der Hauptgründe, warum viele Features selten genutzt werden. Hohe Temperaturen und Fett-Spritzer gehören zusammen und Pizza auf Stein kann schnell Mehlreste und Belagspuren hinterlassen. Midea setzt deshalb auf ein Dual-System:

  • Pyrolytische Reinigung: Hochtemperatur-Zyklus, der Rückstände zu Asche reduziert.
  • Dampf-Lösen: Ein zusätzlicher Steam-Zyklus, der Verschmutzungen anlöst, damit am Ende „wischen statt schrubben“ steht.

Für einen Premium-Einbaubackofen ist das kein Nebenthema, sondern ein entscheidender Teil der Nutzungsfrequenz. Ein Feature, das nachher Arbeit macht, verliert gegen ein Feature, das Alltag spart.

SmartHome-App, Sprachsteuerung und Energieeffizienz A++

Der SpaceMaster wird außerdem als vernetztes Gerät positioniert. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn sie den Kochprozess vereinfachen, statt ihn zu verkomplizieren: Status checken, Timer/Programme im Blick behalten, oder Schritt-für-Schritt-Führung bei Rezepten.

Für Europa wichtig ist auch die Effizienz-Story: Midea nennt A++ als Energieklasse und verbindet das mit Isolierung und der Graphen-Technologie. Gerade bei Geräten, die regelmäßig hohe Temperaturen fahren können, ist die Frage nach Wärmeverlust und Verbrauch nicht akademisch, sondern kaufentscheidend.

Design als Teil der Einbau-Realität

Bei Einbaugeräten entscheidet das Auge mit, nicht nur im Showroom, sondern im Alltag. Midea beschreibt ein flushes Vollglas-Design, einen horizontalen Scharnier-Ansatz und zwei Farbvarianten: Apricot Rain Gray und Distant Mountain Green. Das klingt nach dem Versuch, sich visuell von der typischen „schwarz/edelstahl“-Einheitlichkeit abzusetzen, ohne ins Verspielte zu kippen.

Unterm Strich ist genau das der Punkt dieser IFA-Preview: Midea will nicht nur „auch Einbaubackofen“ sein, sondern als Premium-Anbieter in Europa wahrgenommen werden. Mit einer Technologie-Story (Graphen), einem emotionalen Proof-Point (350°C Pizza) und einem Feature-Set, das auf echte Küchenroutinen zielt.

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