Fast jeder dritte Neuwagen in Japan gehört einer Fahrzeugklasse an, die bei uns in Deutschland überhaupt nicht existiert. Die sogenannten Kei Cars sind sehr günstige Kleinstwagen. Ein Modell der Mini-Autos ist in Japan momentan sogar der Bestseller.
Aber was genau sind Kei Cars überhaupt? Die Fahrzeuge definieren sich über diverse Parameter: Sie sind maximal 3,40 Meter lang und 1,48 Meter breit; zudem darf der Hubraum höchstens 660 Kubikzentimeter betragen. Nur wenn diese Grenzen eingehalten werden, bekommt ein Mini-Auto ein gelbes Nummernschild, das einige Vorteile mit sich bringt. Da das Limit nach oben mit 2,0 Metern recht großzügig ist, haben viele der Wagen eine eigenwillige Kastenform.
Darum sind die Kei Cars in Japan so beliebt
Autos sind in der Regel teuer in der Anschaffung und im Unterhalt. Genau hier setzen die Kei Cars an. Nicht nur sind die Preise deutlich niedriger als bei klassischen Modellen, sondern auch bei der Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung kann ordentlich gespart werden. Und es gibt weitere Benefits wie einen Rabatt auf die Autobahnmaut und den Wegfall eines Stellplatznachweises in ländlichen Regionen. Und dank der kompakten Bauweise sind die Mini-Autos ideal für den Verkehr in Großstädten.
In Japan sind die Kei Cars schon weit verbreitet, und es gibt eine entsprechend große Auswahl. Der japanische Kei-Car-Verband Zenkeijikyo hat eine Rangliste mit den beliebtesten Modellen erstellt (via Best Selling Cars). Im vergangenen Jahr wurden 1.302.857 Pkw der Fahrzeugklasse neu zugelassen – das ist ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber 2024. Die erfolgreichsten Marken in dem Segment sind Suzuki, Daihatsu, Honda, Nissan und Mitsubishi.
In Europa sind die Kei Cars bisher nicht erhältlich, da sie einige Vorgaben zur Sicherheit und zu den Abgasen nicht erfüllen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin scheinen die Mini-Autos den Nerv der Zeit zu treffen. Welche Modelle sich 2025 am besten verkaufen konnten, verraten wir in der folgenden Top Ten.
Platz 10: Daihatsu Mira
Vom Daihatsu Mira wurden im vergangenen Jahr 55.777 Fahrzeuge verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 30,4 Prozent.










