Welches Land hat den besten Nahverkehr in Europa? Eine aktuelle Studie vergleicht Preise und Angebote von Tickets in 30 Staaten. Die Ergebnisse gehen weit auseinander; in zwei Nationen ist der ÖPNV sogar komplett kostenlos.
Seit Jahren heißt es, wir Bürger sollen weniger Auto fahren und stattdessen auf Bus und Bahn umsteigen. Doch damit die breite Bevölkerung dieser Aufforderung nachkommen kann, sind Fahrkarten nötig, die bezahlbar sind und möglichst weit reichen. Doch in vielen europäischen Ländern gibt es solche Angebote nicht. Einige der reichsten Nationen des Kontinents landen auf der Liste sehr weit hinten.
So groß sind die Unterschiede beim ÖPNV im Ländervergleich
Wie sehr sich der öffentliche Nahverkehr in Europa unterscheidet, zeigt eine Studie von Greenpeace Zentral- und Osteuropa. Alle 27 EU-Staaten wurden untersucht – dazu Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Erreicht werden konnte eine maximale Punktzahl von 100. Bewertet wurden die Einzelkategorien Preis, Reichweite, Mehrwertsteuersatz, soziale Ermäßigungen und die Komplexität des jeweiligen Ticket-Systems.
Laut Greenpeace ist in lediglich acht der 30 Länder ein kostenloses oder zumindest erschwingliches Langzeitticket erhältlich, das ein großes Gebiet abdeckt. Leider geht der Trend in die falsche Richtung: Viele Fahrkarten werden immer teurer, und auch die Mehrwertsteuersätze steigen in vielen Ländern.
Am Ende des Rankings landen Finnland, Griechenland und Norwegen, die allesamt nicht mehr als drei von 100 möglichen Punkten erhalten. Hier gibt es keine bezahlbaren Tickets, die landesweit gelten, und die Mehrwertsteuer ist extrem hoch. Welche Staaten am anderen Ende der Liste stehen, verraten wir in der folgenden Top Ten.
Platz 10: Schweiz
Die Schweiz kommt auf 50 von 100 Punkten, und das langt tatsächlich schon für einen Platz unter den ersten zehn Nationen. Mit dem Generalabonnement kann man fast alle Verkehrsmittel im Land nutzen. Der Nachteil ist wenig überraschend der Preis, der bei 4.330 Euro im Jahr liegt.







