FRYZZA Die Höhle der Löwen

FRYZZA im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab

Tobias Gillen
RTL

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: den fünf Gründern der Air-Fryer-Pizza FRYZZA.

Manchmal entsteht eine Geschäftsidee aus einer einfachen Frage: Warum gibt es eigentlich keine richtig gute Pizza für den Air Fryer? Genau diese Frage stellten sich die fünf Gründer von FRYZZA Ende März 2025. Gemeinsam mit Sternekoch Alexander Wulf entwickelten sie eine Tiefkühlpizza, die von Grund auf für die Heißluftfritteuse gedacht ist.

Teig, Form und Belag wurden speziell auf die Zubereitung im Air Fryer abgestimmt. Die Basis bildet ein handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit. Nach fünf bis sechs Minuten soll die Pizza außen knusprig und innen saftig sein. Außerdem passt die eckige Form optimal in den Heißluftkorb.

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In „Die Höhle der Löwen“ konnten die Gründer die Löwen von ihrem Produkt überzeugen. Wir haben die Gründer zu ihren Erfahrungen in der Sendung und zur weiteren Entwicklung ihrer Pizza befragt.

FRYZZA: Die Tiefkühlpizza für den Air Fryer aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo FRYZZA, ihr seid in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Einfach großartig – und ehrlich gesagt immer noch ein bisschen surreal. Wir haben FRYZZA vor nicht einmal anderthalb Jahren gegründet, und jetzt stehen wir in der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“. Für uns fünf Gründer ist das ein riesiger Moment. Und wir sind total happy, wie es gelaufen ist: Alle Löwen haben unsere FRYZZA gefeiert, drei wollten bei uns einsteigen – und am Ende haben sich Ralf Dümmel und Frank Thelen zusammengetan. Aus unserer Sicht die ideale Kombi.

Was macht euer Produkt FRYZZA so besonders?

FRYZZA ist die erste Tiefkühlpizza, die von Grund auf für den Air Fryer entwickelt wurde. Wir haben keine normale Pizza angepasst, sondern Teig, Form und Belag komplett für die Heißluftfritteuse gedacht. Die Basis ist ein handgezogener Sauerteig mit 24 Stunden Reifezeit, die Rezeptur stammt von Sternekoch Alexander Wulf vom Restaurant TROYKA in Erkelenz.

Nach fünf bis sechs Minuten ist die Pizza außen knusprig und innen saftig. Sie ist eckig, damit sie optimal in den Heißluftkorb passt, und es sind zwei Stück in einer Packung – wer nur kleinen Hunger hat, nimmt eben nur eine.

Es gibt vier Sorten: Margherita, Salami, Mediterranean Veggie und Thunfisch. Wir verzichten auf Geschmacksverstärker und Palmöl, die Salami ist aus Pute bzw. Rind. Und wer keinen Air Fryer hat: FRYZZA gelingt auch im Backofen. Oder kurz: Wenn Pizza, dann FRYZZA!

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von FRYZZA gekommen?

Der Witz ist: Eigentlich hatten wir uns Ende März 2025 aus einem ganz anderen Grund getroffen. Doch dann kam die Frage auf: Der Air Fryer hat die deutschen Küchen erobert – warum gibt es dafür keine richtig gute Pizza? Normale Tiefkühlpizzen passen nicht automatisch in den Korb oder werden ungleichmäßig. Und warum entwickelt nicht mal ein Sternekoch eine Pizza, die genau für den Air Fryer gemacht ist?

Als klar war, dass es tatsächlich noch keine einzige Pizza extra für den Air Fryer gab, und weil Pizza zu den beliebtesten Produkten in deutschen Küchen gehört, haben wir gesagt: Warum eigentlich nicht? Nach wenigen Tagen Recherche stand fest, dass wir gemeinsam gründen. Alexander hat so lange getüftelt, bis die Rezeptur perfekt war – allein der Teig hat viele Testrunden gebraucht. Von der ersten Idee bis ins Kühlregal hat es keine sechs Monate gedauert. Im Herbst 2025 kam FRYZZA in den Handel.

Dabei hilft unser Team: Sternekoch Alexander Wulf, Sommelier Ronny Schreiber, die Handels- und Produktionsprofis Josef Kirisits und Lars Jansen sowie Moderator und Unternehmer Dieter Könnes. Jeder von uns kann etwas, was der andere nicht kann.

FRYZZA in „Die Höhle der Löwen“: Millionen Zuschauer

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Wir haben ein Produkt, das man sofort versteht und das jeder probieren will. Wir wollten FRYZZA aus der Region heraus deutschlandweit bekannt machen und suchten dafür einen Partner, der den Lebensmittelhandel wirklich kennt. „Die Höhle der Löwen“ bietet beides: Millionen Zuschauer und Investoren mit starken Netzwerken. Dabei ging es uns von Anfang an um eine langfristige Partnerschaft, nicht nur um ein Sprungbrett. Vorbereitet haben wir uns intensiv: Wir haben den Pitch oft durchgespielt, auch vor Freunden und Familie, und die Zahlen mussten sitzen. Dieter bringt als Moderator Kamera-Erfahrung mit, Alexander kennt Druck aus der Fernseh- und Sterneküche. Trotzdem ist das Studio etwas ganz anderes.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Große Vorfreude, aber auch gesunder Respekt. Wir wussten, dass unser Produkt schmeckt – so viel Selbstbewusstsein hatten wir. Aber ob die Löwen das auch so sehen und an den Markt glauben, weiß man vorher nicht. Im Studio standen wir zu dritt: Ronny, Alex und Dieter. Josef und Lars haben hinter den Kulissen mitgefiebert und hatten wohl deutlich weniger zu lachen, denn sie mussten den ganzen Tag ausharren. Uns war klar: Das Erklären ist das eine. Richtig spannend wird es, wenn die Löwen probieren. Da galt wörtlich: Jeder Bissen zählt. Das ist ohnehin eines unserer Credos – wer FRYZZA einmal gekostet hat, kommt wieder.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Dreh ging es in die Details: Gespräche, Prüfung, Planung. Wir hatten viele Dokumente aufzubereiten, aber weil wir unsere Hausaufgaben gemacht hatten, war die Due Diligence professionell und zügig. Es wurde genau hingeschaut, aber immer auf Augenhöhe.

Unter Druck gesetzt haben wir uns nie gefühlt – wie wir weiter vorgehen, lag immer in unserer Entscheidung. Ralf Dümmel und Frank Thelen sind bei wichtigen Entscheidungen persönlich dabei und immer erreichbar. Im Alltag arbeiten wir eng mit ihren Teams zusammen, die operativ großartige Ansprechpartner sind.

Besonders spannend ist, dass wir gemeinsam mit Ralf jetzt auch die Tiefkühlkategorie aufmischen und zeigen wollen, wie viel Potenzial in ihr steckt. Und mit Frank haben wir jemanden an Bord, der bereits sehr erfolgreiche Investments im Food-Bereich begleitet hat. Ralfs Handelsstärke und Franks Food-Erfahrung zusammen – das ist für uns der Jackpot.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt FRYZZA passiert?

Eine Menge! FRYZZA hat jetzt sieben statt fünf Gesellschafter und ist dank Lidl und Bofrost ab dem 20.10.2026 bundesweit erhältlich. Dazu kommen REWE, EDEKA (NRW), Globus und HIT in Deutschland und ein sehr starkes Standbein in Österreich mit flächendeckender Distribution bei Spar, MPreis, Adeg, BILLA und BILLA PLUS. Die Teams unserer Investoren unterstützen uns bei Listungen, Verpackung, Kommunikation, IT und Marketing. Vieles läuft sogar schneller als geplant. Die Löwen haben uns definitiv auf ein nächstes Level gehoben.

Tiefkühlpizza für den Air Fryer aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit FRYZZA weiter

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt geht es richtig los: Am 20.10. startet FRYZZA bundesweit bei Lidl, am 29.10. feiern wir unseren ersten Geburtstag mit vielen Freunden, Instagrammern, Gamern und Promis. Im November und Dezember und im nächsten Jahr folgen weitere Social-Media-Aktionen.

Außerdem arbeiten wir an neuen Sorten und weiteren Air-Fryer-Produkten – mehr verraten wir noch nicht. Unsere Vision: FRYZZA soll die Pizza-Marke sein, an die man beim Air Fryer zuerst denkt. Wir wollen in jedem großen Tiefkühlregal in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen und danach weitere Länder erobern.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Durchweg positiv. Der Dreh war aufregend und sehr professionell, man wird gut betreut. Aber sobald das Tor aufgeht, ist man auf sich allein gestellt. Wir sind sehr zufrieden, wie wir FRYZZA präsentiert haben: selbstbewusst, aber nicht überheblich. Die Löwen waren zum Teil sehr kritisch, aber immer absolut fair. Sie haben definitiv Krallen und setzen sie gezielt ein – gerade bei Produktion, Margen und Handel.

Wer aber seine Zahlen kennt und ein gutes Produkt hat, hat nichts zu befürchten. Dass am Ende alle Löwen unsere Pizza gefeiert haben und drei bei uns einsteigen wollten, war für uns eine riesige Bestätigung. Unser Tipp an künftige Teilnehmer: Kennt eure Zahlen in- und auswendig, bleibt authentisch und bringt etwas mit, das man probieren kann. Und wenn wir etwas anders machen würden, dann höchstens, uns früher Unterstützung für die Flächenbetreuung im Handel zu holen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.
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