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Apple macht Fotos fälschungssicher – so schützt das iPhone vor Deepfakes

Maria Gramsch
Bild: Unsplash.com / Josh Power

Apple will die Echtheit digitaler Fotos künftig technisch überprüfbar machen. Mit dem „Apple Reference Image“ setzt der Konzern bei seinem neuen iPhone-Modell auf fälschungssichere Bilder, die vor Manipulationen und Deepfakes geschützt sind.

Künstliche Intelligenz macht es mit zunehmender Professionalität immer schwerer, echte Fotos auf den ersten Blick zu erkennen. Denn künstlich erzeugte Bilder wirken inzwischen so realistisch, dass sie von authentischen Aufnahmen kaum noch zu unterscheiden sind.

Gleichzeitig lassen sich echte Fotos mit wenigen Handgriffen manipulieren oder aus dem Zusammenhang reißen. Damit wächst die Bedeutung technischer Verfahren, die nachvollziehbar machen, woher ein Bild stammt und ob es unverändert geblieben ist.

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Genau hier setzt Apple mit seinem neuen „Apple Reference Image“ an. Der optionale Kameramodus, der auf dem neuen iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max verfügbar sein wird, soll Fotos fälschungssicher machen.

Apple Reference Image macht Fotos auf dem iPhone fälschungssicher

Der neue Modus macht es nachweisbar, dass ein Foto tatsächlich von einem realen Kamerasensor aufgenommen wurde. In zwei Phasen entsteht dabei das fälschungssichere Bild.

Zunächst erstellt das iPhone ein digitales Negativ, das dann in der zweiten Phase zu einem Referenzbild entwickelt wird. Dafür werden die Sensordaten bereits bei der Aufnahme kryptografisch mit Pixel- und Metadaten signiert.

Das entscheidende Ziel eines jeden Systems zur Authentifizierung von Fotos ist es, dass der Nutzer darauf vertrauen kann, dass das als authentisch ausgewiesene Bild der tatsächlich fotografierten Szene entspricht.

Apple erstellt dann bei der Entwicklung des Negativs ein überprüfbares Referenzbild mit einem kryptografischen Zeitstempel. So soll sich später feststellen lassen, ob eine Aufnahme authentisch ist und unverändert aus der Kamera stammt.

„Das System ist so konzipiert, dass es selbst gegen unwahrscheinliche Manipulationsversuche resistent ist“, erklärt Apple in einem Blogbeitrag. „Apple Reference Image bietet eine vertrauenswürdige, skalierbare Garantie dafür, dass ein Referenzbild tatsächlich das ist, was es vorgibt zu sein: eine echte Fotografie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem echten Sensor in einer iPhone-Kamera aufgenommen wurde.“

Apple Reference Image ist nur auf neuen iPhones verfügbar

Apple hat die neue Funktion zusammen mit den neuen iPhone-Modellen 18 Pro und 18 Pro Max vorgestellt. Das Erstellen von Referenzbildern ist an die Hauptkamerasensoren der neuen Modellreihe gekoppelt. Deshalb kann die Funktion nicht durch ein Update des Betriebssystems nachgerüstet werden und ist somit nicht für ältere iPhone-Modelle verfügbar.

Das neue iPhone erstellt jedoch nicht automatisch bei jedem Foto ein Referenzbild. Der Modus ist optional und kann in der Kamera-App auf dem iPhone für eine Aufnahme manuell aktiviert werden.

Für das Entwickeln des digitalen Negativs sowie die Verifizierung und das Ansehen fertiger Referenzbilder ist mindestens iOS 27 notwendig. Da die Bilder über Private Cloud Compute entstehen, ist außerdem eine aktive Internetverbindung notwendig.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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