Case Study zu schwächelndem Blog

Ausgangssituation eines gefrusteten (gibts wirklich) Corporate Bloggers auf der Jagd nach Kontakten:

I’ve put a huge amount of work into my FIVE blogs and gotten next to nothing in return. Sure, I’ve made a few good contacts, but I was doing that with email and my five web sites before I even started blogging. In fact, since I could have been doing things that might have been more productive during the past six months, my lost opportunity cost is quite high… , but being a one-person business, having financial difficulties, and struggling to find work, etc. simply eats up enough of my time that I need to find ways to reclaim more of my time. Blogging is a hobby or even a “joy” for some people, but for me it was always intended simply as a business tool. I’ve been running Google AdSense ads on my blogs, but the resulting “revenue” is not enough to buy a cup of coffee — once a month.

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Darren – Problogger – gibt auf Basis von Jacks Blogs einige gute Tipps auf den Weg. Natürlich in Richtung Werbeeinnahmen durch Banner.

Allerdings hatte Jack mit sage und schreibe fünf Blogs eigentlich nur eines zu erreichen versucht: Ein Netzwerk aus Kontakten aufzubauen. Ich brauche nicht zu raten, er wollte 100% Aufträge, um sich als Entwickler zu verdingen (er macht in C/C++). Nachdem ich mir zwei seiner fünf Blogs angesehen habe, vermag ich immer noch nicht zu sagen, was der Inhalt dieser Blogs sein soll. Ein Sammelsurium an unterschiedlichsten Dingen. Nur, wenn ich ein Netzwerk aufbauen möchte, um an Aufträge zu kommen, dann bringt die Schrotflinten-Taktik nichts. Ein Netzwerk heisst stets, einen gemeinsamen Anknüpfungspunkt finden. Sei es über einen Verein, eine Partei, eine Berufung, was auch immer. Oder Blogs eben. In seinem Fall hätte ich mich nach anderen C/C++ Codern umgesehen, die ebenfalls ein Blog haben. Davon wird es in der Blogosphere keine Mangelerscheinungen geben. Wenn Blogs für eines geschaffen sind, dann zum Knüpfen persönlicher Beziehungen auf einer gemeinsamen Interessensbasis. Und gerade im Development Bereich ist die gemeinsame Basis doch in der Tat überaus fruchtbarer Networking-Boden: Codeschnippsel, Tricks, Tipps, Bücher, Bugs, Hacks, Patterns, Linktipps, Projekte, etcpp. Vor einigen Jahren mag es schwierig gewesen sein, Firmenkontakte zu Verantwortlichen zu finden, die ebenfalls bloggen. Aber heute ganz sicher nicht mehr. Denn nicht nur das Thema ist ein Hook, sondern das Bloggen per se. Wer allerdings nicht in der Lage ist, aus den virtuellen Kontakte auch reale Kontakte zu machen, dem kann ein Blog beim Spannen des realen Netzwerks nicht helfen. Mangelt es evtl. an sozialer Kompetenz? Ist man zu schüchtern? Oder umgekehrt zu aufdringlich oder ungeduldig? Ist man nur ein Nehmer aber kein Geber? Schade für Jack, der sechs lange Monate mit fünf Blogs verplempert hat.

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4 Kommentare

  1. Sonja

    Ich habe diesen Artikel auch gelesen und war erstmal geschockt, dass er fünf Blogs hatte. Wäre es nicht besser gewesen, erstmal mit einem anzufangen und sich dann darauf wirklich zu konzentrieren, wenn er sich denn schon was davon verspricht?

  2. Silke Schümann

    Ich fand die Zahl nicht so wild, wobei ich auch erst einmal mit einem angefangen hätte. Vorallem hätte ich als Programmierer geschaut, dass ich mit c/c++ und einer Webprogrammiersprache (vermutlich Zope oder PHP) ein paar Gadgets auf mein Blog gebracht hätte und diese entweder für wenig Geld oder für umme hergegeben hätte.

    Andererseits, wer keinen Spass daran hat, sollte es dann auch bleiben lassen.

  3. Jens

    @Silke

    Der Mann ist arbeitslos und versucht halt irgendwie was auf die Beine zu stellen.

    Das muß nicht unbedingt etwas mit Spaß zu tun haben. Er hat es versucht und jetzt muß er etwas anderes machen. Und vielleicht hat er gerade ganz schön an seiner Situation zu knabbern.

    Selbst wenn es gut gewesen wäre: Ob er dann damit Besucher oder Kontakte bekommt, ist wieder eine ganz andere Frage. Das Internet und auch die Blogosphäre funktionieren nach ganz anderen Gesetzen (Eine Art “Coolness”, die sich mir aber noch nicht erschlossen hat, da ich z.B. auch kein Premiumblogger bin), was die Besucherzahlen angeht.

    Gadgets bringen auch nicht immer was, wenn man damit nicht von DEN RICHTIGEN wahrgenommen wird (Und für den deutschen User muß ein neues Tool sowieso aus Amerika kommen).

  4. Robert Basic

    Man kann sich als Developer über kleine Quellcode Tipps sauschnell einen Namen machen, das geht wirklich ratzefatze. Natürlich nicht ins Blaue hinein, sondern schon über eine gezielte Vernetzung mit anderen, die sich für ähnliche/gleiche Themen interessieren. Das Blog wird sich in den Kreisen schnell herumsprechen und damit auch bei den Lesern. Doch bei Jake… wenn man sein Alter naschaut, dann autsch… es ist wohl wie in D mit 50 superschwer einen neuen Job zu finden. So leid mir das auch tut und so ärgerlich das auch sein mag, aber den Arbeitsmarkt Fakten kommt man nicht mehr vorbei. Selbst ich mit 38 würde als Angestellter zum alten Eisen gehören. Als Freelancer geht es schon eher in diesem Bereich. Letztlich aber hat Jake mit seinem Blog anscheinend nirgends etwas richtig gemacht. Schade… schade.. dazu hat er Kardinalfehler begangen, nach Google Links zu schielen, statt sich auf guten Inhalt zu konzentrieren.