Druckertinte ist teurer als menschliches Blut – oder Liquid Ecstasy

André Vatter

tinte

Ob Teststreifen für Blutzucker-Messgeräte, Zahnbürstenaufsätze oder eben Tintenpatronen – sie haben alle eins gemeinsam: sie sind schweineteuer. Einen Drucker bekommen wir Kunden heute ab 50 Euro beim Elektro-Discounter hinterher geworfen, fortan zahlen wir aber Monat für Monat den bitteren Preis für die Tinte. HP, Canon, Epson und Co. kassieren seit Jahren bei den kleinen Patronen mächtig ab. Oft reicht es ja schon aus, eine kurze Druckkopfreinigung durchzuführen, um die Tintenkammern vollends zu entleeren… wobei: ein Drittel Flüssigkeit bleibt nach neuen Erkenntnissen ja doch immer ungenutzt zurück.

Es ist mal spannend zu sehen, wie teuer Drucker-Tinte eigentlich geworden ist. „Die kostet mehr als Öl!“, staunt der Käufer angesichts der Preisschilder im Laden. Doch stimmt das wirklich? Ist Tinte heute gar die teuerste Flüssigkeit der Welt? Nun, zumindest fast. Beim Consumerist habe ich gerade einen Verweis auf eine Liste gefunden, in der die Kosten unterschiedlicher Flüssigkeiten miteinander verglichen werden. Angefangen von Kranwasser, Kaffee und Limonade klettert die Übersicht weiter zu Nagellack, Red Bull und Tabasco. Spannend wird es erst ab einem Preis von rund 300 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter): Penicillin kostet in der Menge etwa 301 Dollar, Haarfärbemittel rund 327 Dollar und Patschuli-„Duft“ 806 Dollar. Öl ist mit dem verglichen übrigens (noch) spottbillig: 3,05 Dollar pro Gallone.

Menschliches Blut schlägt mit 1.515 Dollar zu Buche, gefolgt von GHB – eine Abkürzung für Gamma-Hydroxybuttersäure, was nichts anderes als Liquid Ecstasy bedeutet. Die Droge ist schon für 2.560 Dollar zu bekommen. Erst jetzt (!) kommt die Druckertinte an die Reihe. 3,8 Liter reiner, schwarzer Tinte kosten im Schnitt 2.702 Dollar! Es gibt nur wenige flüssige Produkte, die diesen Preis noch toppen können, etwas Quecksilber, Insulin und Chanel Nr. 5. Absolute Höchstpreise werden für das Gift der thailändischen Cobra und das eines Skorpions verlangt: letzteres kostet bis zu 38.858.507 Dollar.

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Der Consumerist hat noch auf eine weitere Aufstellung aufmerksam gemacht, in der Preise noch konkreter miteinander verglichen werden. Das Diagramm findet ihr oben.

druckerkauf

Auch auf Reddit wurde das Thema mit der Hardware-Subventionierung und der Tinten-Abzocke kürzlich noch einmal angesprochen. Titel: „Jedes Mal, wenn mir die Tinte ausgeht, kaufe ich mir einfach einen neuen Drucker.“ Einem Nutzer war aufgefallen, dass mittlerweile der Preis für eine schwarze und eine farbige Canon-Patrone zusammen gerechnet höher ist (37,94 Dollar), als die Kosten für einen komplett neuen Drucker desselben Herstellers (30 Dollar). Hier das Beweisfoto.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.