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GoogleSharing: Neues Browser-Plugin stoppt die Google-Schnüffelei

Thema: Software, Unternehmen, 20.04.2010

Wenn Google noch einen guten Grund für die Entwicklung eines eigenen Browsers brauchte – hier ist er: Der Entwickler Moxie Marlinspike hat sich ein neues Plugin ersonnen, das Firefox-Nutzer vor der Schnüffelnase der Suchmaschine retten soll. Das Addon aktiviert einen externen Proxy, der dann anspringt, wenn Nutzer Dienste von Google in Anspruch nehmen (Suche, News, Maps), die kein Login in das eigene Konto voraussetzen.

Das Plugin hört auf den Namen GoogleSharing (Download). Laut Beschreibung werden die Anfragen aller teilnehmenden Nutzer miteinander vermischt, so dass Google nicht nachvollziehen kann, wer beispielsweise welche Suche gestartet hat und welche Seite danach besucht wurde. Die Daten werden per HTTPS ausgetauscht. GoogleSharing soll alleine auf den Google-Plattformen zum Einsatz kommen – sobald der Nutzer die Sphären der Suchmaschine verlässt, deaktiviert es sich automatisch. De facto wirkt die zehnminütige Surf-Sitzung eines einzelnen Users dann für Google so, als seien Dutzende Nutzer anwesend gewesen. “Das Ergebnis besteht daraus, dass man Google Suche, Bilder, Karten, Shopping, News und so weiter benutzen kann, ohne dass Google in der Lage wäre, den Nutzer per IP-Adresse, Cookie oder andere identifizierbare HTTP-Header zu verfolgen”, so Marlinspike.

Ich habe es eben einmal versuchsweise ausprobiert: GoogleSharing ist blitzschnell installiert, das Plugin setzt sich dann in die rechte Seite der Statusleiste und zeigt an, wann es aktiv ist und wann nicht. Die einzige Konfigurationsmöglichkeit besteht darin, den Proxy zu verändern und bestimmte Google-Dienste von der Umleitung auszuschließen. Marlinspike hat den Proxy-Code öffentlich gemacht, so dass auch andere Nutzer einen GoogleSharing-Umleiter einrichten können.

Zweifelsohne wird das Google nicht schmecken. Der Plugin-Autor verteidigt sein Projekt mit dem Argument, dass der Suchriese gerade dort Erfolg hat, wo die Privatsphäre auf der Strecke bleibt – womit er Recht haben dürfte. Google ist nicht gerade ein Vorreiter beim Datenschutz, heute werden die Daten aller Nutzer (ob eingeloggt oder frei auf der Plattform) getrackt und gespeichert. Erst nach neun Monaten werden diese Informationen von Google anonymisiert – gelöscht wird nichts.

(André Vatter)

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11 Kommentare zu “ GoogleSharing: Neues Browser-Plugin stoppt die Google-Schnüffelei ”

  1. #1 Anonymous schrieb

    Ist bekannt wie es sich auf die Analysetools von Google auswirkt? z.B. Analytics?

  2. #2 Anonymous schrieb

    Jetzt brauche ich das ganze nur noch für Safari oder Chrome…der Firefox ist unter OS X einfach unbenutzbar.

  3. #3 Uwe [www] schrieb

    Ist aber wahrscheinlich wirkungslos, wenn man sich eingeloggt hat/einloggen muss/schon eingeloggt ist, oder?

  4. #4 Dav schrieb

    Danke dafür. :)

    @3 Höchstwarscheinlich ist es dann wirklungslos, ja.

  5. #5 Uwe [www] schrieb

    Grmpf, dann hilft nur noch Scroogle für die Suche. :)

  6. #6 Mitarbeiterblog [www] schrieb

    GoogleSharing: Neues Browser-Plugin stoppt die Google-Schnüffelei…

    Hi, wie wir ja wissen, blüht Google dort auf, wo es die Privatsphäre nicht tut. Daher hat ein Entwickler ein Add-On für den Firefox entwickelt. Link zum Artikel: http://www.basicthinking.de/bl.....-stoppt-...

  7. #7 Alex [www] schrieb

    Oh oh, ob das Eric, Sergey und Larry schmeckt ;)

  8. #8 Horst [www] schrieb

    Und wieder was, was ich von meiner ToDo-Liste streichen kann, weil es ein anderer schneller umgesetzt hat… naja… freuen sich die Kinder darüber… 8-)

  9. #9 Conic schrieb

    Ich brauch’s nicht, aber ich finds immer gut dass es die Möglichkeit gibt für die die’s wollen.

    …und wer weiß, vllt brauch ichs ja doch noch irgendwann :D

  10. #10 Björn schrieb

    Und die Leute, die sowas nutzen, twittern dann darüber, wie toll sie ihre Privatsphäre schützen ;)

  11. #11 dasuxullebt [www] schrieb

    Ich halte sowas für gefährlich, wenn man Google-Services (gmail, blogger, youtube) verwendet. Im Endeffekt tauscht man da Daten aus, von denen normalerweise angenommen wird, dass sie kein Dritter liest.

    An Google’s Stelle würde ich, wenn ich herausfände, dass jemand soetwas verwendet, dementsprechend die Werbung anpassen, die angezeigt wird – sprich, Zeug, was die Privatsphäre schützt, anbieten.


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