Suche nach iPhone-Prototypen: Hat Apple Polizei gespielt?
Während erste Apple-Mitarbeiter, Shops und Partner sich offenbar bereits für einen baldigen Start des nächsten iPhones rüsten, hat Apple an der Heimatfront anscheinend ganz andere Probleme: Ein Prototyp des iPhone 5 ist bereits im Juli angeblich in einer Tequila-Bar verloren gegangen und auf Craiglist für lausige 200 US-Dollar angeboten worden. Die Polizei von San Francisco hat erst dementiert, dann aber bestätigt, dass man mit Apple zusammen nach dem Original suche. So die offizielle Meldung. Sergio Calderón stellt die Geschichte etwas anders dar. Auf der Suche nach dem iPhone-5-Prototypen hätten sich Apple-Mitarbeiter als Polizisten ausgegeben, um sein Haus im Stadtteil Bernal Heights nach dem Prototypen zu durchsuchen.
Hausbewohner bedroht
Das sagte Calderón dem “San Francisco Chronicle”. Demnach besuchten ihn sechs Personen in zivil, weil sie das angebliche iPhone 5 per GPS bis zu seinem Haus verfolgt hätten. Zwei Leute hätten sein Haus durchsucht, während die vier anderen draußen warteten. Vier Männer und zwei Frauen seien an dem Einsatz beteiligt gewesen. Einer der Beamten hätte ihm 300 Dollar geboten, wenn er den Prototypen freiwillig herausgebe, ein anderer ihm gedroht, seine Familie auf illegale Einwanderung in die USA zu durchleuchten. Ein Sprecher der Polizei von San Francisco hat bestätigt, dass vier Beamte zwei von Apples Privatdetektiven bei dem Einsatz begleitet haben sollen. Vorwürfe, dass sich jemand als Polizist ausgegeben hätte und Polizisten an dem Vorfall beteiligt gewesen sein könnten, nehme man sehr ernst, sagte der Sprecher.
SF Chronicle hat unter anderem das Profil eines ehemaligen Polizisten entdeckt, der inzwischen als Privatdetektiv für Apple arbeitet. Sein LinkedIn-Profil sei kurz nach der Veröffentlichung des Artikels auf SF Chronicle gelöscht worden, heißt es in einem Update. Darauf, sich als Polizist auszugeben, steht in Kalifornien eine Strafe bis zu einem Jahr Gefängnis. Die Darstellung Calderóns wirft kein gutes Licht auf Apple und die Polizei von San Francisco. Menschen zu bedrohen und sich als Polizisten auszugeben, ist ganz schlechter Stil. Apple scheint im leidigen Kampf um Patente und vermeintliche Imitationen immer dünnhäutiger zu werden.
(Jürgen Vielmeier, Bild: iPhone-5-Mockup von Michael Bonikowski)
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2. Wer verkauft es für nur 200 Euro?
Alles nicht mehr die klügsten Menschen…
für eine konkurrierende Firma wäre das “unbezahlbar”.
Ich denk da gern an die klemmenden Gaspedale bei Toyota.
Aber mal ganz ehrlich, ist das überhaupt ne Nachricht wert?
Nahezu jede Seite, die sich mit Technik beschäftigt, hat jetzt mehrfach über das iPhone 5 und den Veröffentlichungstermin berichtet und 99% der User dürften Bescheid wissen – ohne dass Apple auch nur einen einzigen Werbespot bezahlt hätte.
Zumal: wenn das Ding schon in ein, zwei Monaten auf den Markt kommt, ist das garantiert kein Prototyp mehr. Die Serienproduktion dürfte bereits auf Hochtouren laufen.
Zum zweiten mal die gleiche Marketing-Geschichte.
Aber wie man sieht, scheint es zu funktionieren…
Einfach mitspielen und drüber lachen ist meine devise, wer weiß was uns nächstes Jahr erwartet
So dumm kann man garnicht sein, das man mit einem IPhone 5 Prototypen sich dermassen bedringt, das man schlussendlich den Prototyp vergisst, oder?
Weiteres ist es eine Frechheit, das Apple Mitarbeiter sich als Zivil-Polizisten verkleiden und dann auch noch einen gefaken Ausweis herzeigen, wie ich gelesen habe!
Wer gibt bitte einen Iphone 5-Prototypen für 300 Dollar (hab ich aus mehreren anderen Quellen gelesen, weiss nicht was jetzt wirklich stimmt) her? Meiner Meinung nach würde Apple sogar weit mehr wie 10000€ dafür zahlen, beim Iphone 4 warens immerhin 5000 Dollar!
Alles nur noch lächerlich, meiner Meinung nach!