Internetfernsehen Miro gibt Quellcode zur Adoption frei

André Vatter

miro

Dass Open-Source-Projekte an chronischem Geldmangel leiden, ist kein Geheimnis – in Zeiten der Wirtschaftskrise wird der Ruf nach gönnerhaften Spendern eher noch lauter. Nur, wie bekommt man Nutzer dazu, den ein oder anderen Euro abzudrücken? Wikipedia bietet zum Beispiel ein wenig einladendes Eingabeformular, bei WordPress soll ein simpler Paypal-Button für Geberstimmung sorgen.

Auch beim Open Source-IPTV Miro sieht es derzeit eher mau in der Kasse aus, doch hier haben sich die Macher zu einem eher ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Um Spendengelder zu sammeln, wurde der Miro-Quellcode zur Adoption frei gegeben.

Jeder Nutzer, der bereit ist, vier US-Dollar im Monat an Betreuungsgebühr zu zahlen, erhält eine Zeile des Codes. Per Mausklick auf das Adoptionszertifikat erfährt man dann auch direkt, wo genau sie sich im Miro-System befindet. Als Dank erhält der Spender unter anderem ein Widget, das er auf seine Website einbetten kann, um jedem Besucher den aufgenommenen Prachtkerl zu zeigen. Ist er nicht putzig?

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Übrigens, Miro wendet sich mit der Aktion ausdrücklich an die Nutzer der Alten Welt:

Hello there! It looks like you are visiting from Europe. Did you know that there are more Miro users in Europe than in the United States, but more than 99% of our financial support comes from American donations and philanthropies? Europe loves open-source, right? Help us make something great!

Via: Arstechnica

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.