Gelerntes umsetzen

Robert Basic

also, ich fand das toll. Wie wir lernen können, was wir von Steve „Apple“ Jobs Produktpräsentation lernen können. Das steht alles im Werbeblog. Dann lass mal sehen, was ich gelernt habe:

1. Lassen Sie die Katze im Sack
Das Blöde ist nur, keine Sau interessiert sich für meine Gerüchte.

2. Zeigen Sie echten Enthusiasmus
Die Leute haben mich nur mitleidig angeschaut und sind an mir vorbeigelaufen. Ab und zu haben sie mir ’ne Münze eingesteckt.

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3. Planen Sie die Dramaturgie… Seriöse Ansagen wechseln mit augenzwinkernden Seitenhieben auf die Konkurrenz
Das letzte Mal, als ich die Konkurrenz mies gemacht hatte, flatterte eine Mahnung ins Haus. 5.000 Euro Unterlassung. Die musste ich dann zahlen.

4. Zahlen in Szene setzen
Der Bänker hielt von meiner 100% Umsatzsteigerung nix. Er meinte nur trocken, wo denn der Unterschied liege zwischen einem Umsatz 2003 iHv 1500 Euro und 2004 iHv 3000 Euro. Abzüglich der Abmahnung iHv 5.000 Euro.

5. Kampfgenossen einbeziehen … Jobs weiß Prominente und einflussreiche Persönlichkeiten zu nutzen.
Der Bürgermeister vom Kaff wollte, daß ich eine Lokalrunde schmeiße und ihm am Wochenende den Rasen mähe. Das war mir dann doch zuviel. Dafür, daß er mich lobend in den Himmel preist.

6. Neues im gewohnten Umfeld … Bei jeder Keynote erscheint er in Rollkragen und Jeans.
Deswegen drücken die mir immer einen Besen in die Hand, wenn ich da ankomme. Ich dachte schon, daß wäre alles nur ein Begrüßungsritual der Firma.

7. Herausragende Optik … Setzen Sie auf die Macht der Bilder!
Die fragen mich immer nur, ob ich nicht auch echte Bilder habe. Die würden sie dann auch kaufen. Statt meinem Produkt.

8. Wiederholen. Wiederholen.
Das muss ich sowieso, wenn die eingeschlafen sind.

9. Beachten Sie die Reihenfolge. Erst nachdem das neue Produkt gebührend verherrlicht und all seine exzellenten Merkmale gepriesen sind, kommt Steve Jobs auf den Preis zu sprechen. Nach all dem Glanz relativiert sich beinah jede Summe.
Die Antwort ist bei mir immer nur Eine: Ham wir schon, woll’n wir nicht, zu teuer und außerdem zu billig!

10. Zeigen Sie Menschlichkeit
Erst wenn ich auf meine Scheidung, vier Kinder und kaputten Schnürsenkel zu sprechen komme, schieben die mir wenigstens eine Essensmarke für deren Kantine zu. So muss ich wenigstens nicht hungrig davongehen.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.