Open Source Finanzen

Robert Basic

anlässlich des WordPress Skandälchen sieht man – zumindest ich – recht deutlich, wie schnell ein erfolgreiches Projekt den Machern über den Kopf wachsen kann. Herrührend aus wachsendem Zeitinvest, Finanzierungsproblemen, Ärger, etc…. und noch ist kein Meister vom Himmel gefallen, der das alles von Null auf Hundert wie ein erfahrenes Unternehmen den Wachstumspfad entlang locker und erfolgreich managed.

Ich für meinen Teil bin mir bewußt geworden, daß die Nutzung einer Open Source Software keine Selbstverständlichkeit ist, sondern auf der Arbeit vieler/weniger Köpfe basiert, die man nicht nur mit Kudos honorieren sollte. Damit meine ich gerade die Profiteure, wie zB Unternehmen/Unternehmer als Dienstleister, die mit Services rund um die Software ihre Kohle machen bzw. Unternehmen/Unternehmer, die die SW nutzen und die ohne die Lösung weder ihren PageRank, ihre Bekanntheit noch andere Dinge steigern können. Das beziehe ich nicht nur auf Blogs, sondern allgemein auf Open Source Lösungen. Im Falle von Blogs sind die Barrieren zur Generierung von Content ein gutes Stück gefallen. Das wirkt sich direkt im Portemonnaie aus, wenn man die bisher bestehenden Webhostingkosten (nein, nicht nur Serverkosten sind Hostingkosten, sondern auch die Pflege einer Seite) auf Basis anderer Lösungen betrachtet. Meines Erachtens war es noch nie so einfach, Content online zu stellen, dank Blogs. Und, es war noch nie so einfach, dank der einfacheren Contentpflege Awareness zu bekommen. Das erkennen immer mehr Firmen und hierbei geht es genau um diesen Nutzen und nicht irgendwelche anderen Nutzen von Blogs (personal talk und dergleichen). So profan ist das, daß man es in den vielen Diskussionen um den Nutzen von Businessblogs vergisst.

Ergo? Nicht immer nur nehmen, sondern auch mal ein finanzielles Dankeschön aussprechen. Das macht es den Machern im Hintergrund einfacher, wenn sich diese Vorgehensweise bei Unternehmen etabliert. Ich befürchte aber, was mir die WordPress Geschichte zeigt, daß gerade die Profiteure eher gegenteilig handeln, bis hin zum Linkentzug auf WordPress.org etc.. (äußerst schwaches Bild).

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.