Sonstiges

Bildblog: Kein AdSense aber KlickiBunti

wir hatten ja vor einigen Tagen eine nur sehr oberflächliche Diskussion was BildBlog mit AdSense Bannern verdienen könnte, da man schon ganz gerne etwas zur Kostendeckung ++ hätte, momentan aber nicht hat. Bedenken seitens Bildblog waren jedoch unpassende AdSense-Werbeeinblendungen, die schlichtweg das redaktionelle Bild stören könnten (schmunzel, wenn man bedenkt, daß dies Journalisten sagen, deren brötchengebende Branche Lichtjahre davon entfernt ist, an sowas zu denken, ob die Werbung gar passen könnte… fand aber deren Einstellung nichtsdestotrotz toll, primär an Qualität zu denken). Siehe dazu „Ein Luxusproblem von Bildblog„.

Heute lese ich, daß Bildblog nun doch Werbung einblendet:

Keine Sorge: Pop-ups, lautstark an den Bildschirm klopfende Frauen, explodierende Banner, Layer zum Wegklicken und ähnliche Werbeformen wird es bei uns nicht geben. Der Charakter der Seite soll sich nicht verändern — wir probieren jetzt aus, wie das am besten gelingt.

Ich war neugierig, als ich das im RSS-Reader las und besuchte prompt die Seite. Was wirds wohl für intelligente Werbung sein, die sich gut an die hohe Qualität des Bildblogs anschmiegt? Banner von Conrad, Spreadshirt, Abebook und etwas über Wallraff-Bücher. Animiert… ich habe kein erotisches Verhältnis zu AdSense – nur weil ich über das beliebteste Werbeprogramm hin und wieder etwas schreibe -, mir ist es absolut schnuppe was man einsetzt, aber animierte Banner sind.. boah… ich würde es ja bei jedem Consumer-Shopblog akzeptieren. Sogar erwarten. Aber bei einem Grimme-Leuchtturm-[setze weitere Preise ein] Blog hätte ich mir schon etwas intelligenters als AdSense-Banner erhofft, wenn es schon diese selbst nicht sein sollten. So live with it. Welcome to the Verlagosphere 🙂 Wie wärs mit einem Versuch 2.0, alles, bloß keine animierten Banner. Nicht da!

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

15 Kommentare

  • okay, kapiert, herr basic mag keine animierten banner, muss ja auch nicht. aber vielleicht ein satz der erklärung, was daran so schlimm ist? (außer natürlich, wenn man irgendetwas wahnsinnig innovatives erwartet hat, ja, sorry)

  • Hm, schön verteilt, nicht übermässig viel, aber die annimierte Werbung würde ich nicht reinnehmen. Jedoch ist des Geschmackssache. Vielleicht sollte Stefan die eine oder andere Variante ausprobieren. Dann sieht er ja, welche effektiver ist. Im Übrigen passt in dem Template ausgezeichnet das Google Adsense-Banner 468×60 in den Content-Header – von Google automatisch über blogger.com platziert. Zu besichtigen bei http://www.sciencereport.blogspot.com.
    Grüsse
    Frank

  • @Stefan, ich stehe da Eurem jetzigem Versuch sehr ambivalent gegenüber:
    – die Banner sind rechtsbündig plaziert, wo sie normalerweise nicht weiter auffallen, so wie sie jetzt plaziert sind. Niemand würde klicken. Doch, sie sind ja animiert. Also fallen sie auf, und wie. Animierte Banner gelten schon lange im Netz als unhöflich, da sie das Auge vom Lesen des Contents automatisch ablenken, die ganze Zeit, ob man will oder nicht. Klar, ist ja auch das Ziel des Werbenden, aber diese Art von aufdringlicher Werbung bei Euch zu sehen passt irgendwie zu der AdSense-Argumentation nicht.
    – Die jetzigen Banner passen auch vom Inhaltlichen nicht:
    Conrad = Bildblog? Spreadshirt = Bildblog?
    – Warum fragt Ihr nicht Eure User direkt auf Eurem Blog? Ein Blog ist ein Dialogmedium, Ihr agiert zur Zeit Top-Down, auch wenn im Background befreundete Blogger/Experten befragt wurden möglicherweise. Ein Topblog wie Eures muss sich an anderen Maßstäben messen lassen. Meine Meinung.
    – es gibt klasse Werbemöglichkeiten für Euch, da ihr unbestritten die No.1 seid und dann lässt sich nichts anderes als ein animiertes Werbebanner aus den 90ern finden? Wer hat Euch da beraten??? Redet bitte mit einem PR Profi. Ich könnte mir vorstellen, daß sich einige Firmen finden ließen, die sehr gerne Werbung bei Euch einblenden würden. Angepasst, dezent und dennoch stilvoll.

    Abschließend: Me ein Freund direkter Worte, betrachtet diese Kritik nicht als „ihr seid doof“, sondern als Hilfestellung, was man verbessern kann. Ich gönne Euch sehr viel Kohle, die sollt Ihr ruhig verdienen, nur halt eben nicht in der phantasielosesten und fast unhöflichsten Form wie jetzt.

  • hier vermischen sich gerade zwei sehr unterschiedliche argumente. die eine frage ist, welche werbeform besser aussieht oder weniger nervt (da finde ich persönlich die google-textanzeigenwüsten, die man inzwischen auf fast allen seiten sieht, für die größere zumutung, aber das ist sicher geschmackssache).

    eine ganz andere frage ist die, welche werbung zu uns „passt“. ich bin überzeugt, dass man als watchblog adsense-varianten kategorisch ausschließen kann. wenn wir uns kritisch mit der „bild“-panikmache in sachen rentenversicherung auseinandersetzen, will ich daneben keine werbung für rentenversicherungen. wenn wir schreiben, dass ein bild.de-artikel über die sonnenfinsternis vermutlich nur eine verkappte werbung für reisen zum sonnenfinsternis-angucken ist, will ich daneben keine werbung für reisen zur sonnenfinsternis. genau das, was adsense ausmacht, macht es für uns unbrauchbar.

    das gleichheitszeichen, das du zwischen werbepartner und inhaltsanbieter setzt („conrad=bildblog“), ist für uns schon im ansatz falsch. wir haben sehr genaue vorstellungen, für wen wir werben wollen und für wen nicht, aber das maß an identifikation, das sich durch das gleichheitszeichen ausdrück, halte ich für abwegig. wir freuen uns, wenn ein werbekunde gut zu uns passt (und der verlag kiwi mit seinen wallraff-büchern ist dafür sicher ein exzellentes beispiel). aber dieses „gut passen“ kann sich auch darauf beschränken, dass ich mir vorstellen kann, dass bildblog-leser technikaffin sind (conrad) oder sich gerne t-shirts basteln (spreadshirt), etc.

    ein wort noch zur aussage, wir agierten „top-down“. wir bekommen viele lesermails zur zeit mit positivem und negativem feedback. wir nehmen sie sehr ernst, werden die anregungen sicher berücksichtigen und stellen uns (z.b. ja auch hier) der diskussion. aber richtig ist: einige dinge müssen wir einfach selber entscheiden und können sie nicht in einem forum von allen ausdiskutieren lassen (und bei unseren besucherzahlen sehe ich dabei immer die unlesbarkeit eines heise-forums vor mir).

  • richtig, man sollte die Form und Inhalt voneinander trennen bei der Betrachtung, was designtechnisch passt und was inhaltlich passt, sonst wirds schwer mit dem Suchen nach einer Lösung. Ich kann Euch nur die Daumen drücken, daß ihr die passende Form findet. Ach ja, bei allen Feedbacks: Die schweigende Mehrheit entscheidet letzten Endes, nicht so sehr die sich meldende Minderheit (zu der ich ja auch gehöre .-). Also nicht beirren lassen. Und das ist zugleich die große Schwierigkeit, den richtigen Weg zu wählen. Denn was denkt die schweigende Mehrheit?

    Mein Vote habt Ihr: Lasst die Finger von reanimierter Bannerwerbung. Spreadshirt zB bietet auch nicht animierte Dinge an. Und gerade die wären für Euch ideal, da sich einige Käufer finden ließen, die es cool finden, medienkritische T-Shirts zu tragen (ohne BILD-Anwälte auf den Plan zu bringen). Nur langt da ein Button nicht dafür, um so etwas in Gang zu setzen. Johnnies Weg mit dem Shop gefällt Euch nicht?

    ach ja: Ihr sprecht schon wie ein Verlag, wenn es um Kommunikation geht … „wir bekommen viele lesermails zur zeit mit positivem und negativem feedback. wir nehmen sie sehr ernst, werden die anregungen sicher berücksichtigen und stellen uns (z.b. ja auch hier) der diskussion“… ich höre das Eurerseits verdächtig oft. Ihr müsst das nicht wiederholen, das erweckt den typischen PR-Eindruck, was man zu bringen hat, wenn der Einwand „ihr seid ja kein Blog weil…“ kommt (->Einwandsbehandlung). Ihr kommuniziert halt nicht offen wie ein typisches Blog, so what. Ihr wollt die Entscheidung inhouse treffen. Ihr wollt kein „Forum“. Kein Problem. Ihr könnt eben nicht die good old Verlagsdenke abstreifen, das finde ich ja auch nicht schlimm. Jeder kommuniziert auf die ihm geeignetsten erscheinende Weise.

  • Also ich persönlich finde animierte Grafiken auch sehr störend beim lesen. Statische Grafiken und Textanzeigen finde ich vollkommen in Ordnung und auf diese klicke ich eher, wenn sie mich interessieren … bei den animierten Grafiken tue ich garnix mehr ausser so schnell wie möglich weiter zu gehen.

  • Eine relevante Frage hinsichlich des Erlöses durch diese Banner wurde hier noch nicht angesprochen, die aber für die Antwort, ob sie sich denn auch lohnen, sehr entscheidend ist:

    Handelt es sich (1) um Pay-per-Click-Banner (jeder Klick bringt dem Site-Betreiber Bildblog ein paar Cent) oder (2) um Banner, die erst etwas einbringen, wenn der Klickende auf der Zielsite etwas kauft oder (3) um Festpreis-Banner.

    Falls es sich um Nr. 2 handelt, dann befürchte ich, daß da so gut wie nichts rumkommt.

    Falls es sich um Nr. 1 handelt, um so besser. Wahrscheinlich ist Nr. 3 aber die beste Option (könnte mir vorstellen, daß Bildblog gute Angebote bekommt) und da auch kein Affiliate-Partner dazwischen drinzuhängen scheint, wohl auch die, die Bildblog anwendet.

    Von der unter Nr. 2 beschriebenen Werbeform würde ich auf jeden Fall die Finger lassen.

  • Korrektur: Das mit dem „kein Affiliate“ gilt nur für die Wallraff-Anzeige.

    Falls die Affiliate-Anzeigen keine PPC-Anzeigen sind, kann ich nur sagen: Weg damit, so schnell wie möglich!

    Solche Anzeigen bringen nur den Werbenden etwas, der Verdienst tendiert gegen Null (Wer kauft denn schon direkt ein, wenn er auf ein Banner geklickt hat?)

  • Oh, danke.
    Aber ich setz jetzt mal noch einen drauf 😉

    Mit meinem alten Account bei einem Affiliate-Anbieter, der möglicherweise derselbe ist, mit dem auch Bildblog zusammenarbeitet (jedenfalls läuft der auch über webmasterplan, wobei ich nicht weiß, ob dieses webmasterplan für verschiedene Affiliate-Betreiber tätig ist), habe ich mal nachgeschaut, was für Anzeigen das sein könnten.

    So meine o.g. Vermutungen hinsichtlich des Affiliate-Partners zutreffen, sehe ich meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt, denn dort werden für Conrad, Abebooks und Spreadshirt nur Pay-per-Lead- und Pay-per-Sale-Programme angeboten.

    Deshalb mein wahrlich gut gemeinter Ratschlag an den Bildblog: Das bringt alles nicht wirklich was ein, macht etwas anderes, sucht euch feste Partner oder PPC-Programme.

    Vielleicht habe ich aber auch falsch kombiniert und das Bildblog hat irgendwelche bombastischen Sonderkonditionen.

  • „You aren’t allowed to edit this comment, either because you didn’t write it or you passed the 30 minute time limit.“

    Eine Minute, nachdem ich das letzte Kommentar geschrieben habe (Mozilla-Browser).

    Korrektur war aber nicht so wichtig.

  • Stefan Niggemeier verlässt Ende März die „F.A.Z.“.
    Der 36-Jährige, derzeit u.a. verantwortlich für die Medien-Seite der „Sonntagszeitung“ macht sich selbstständig, will der „F.A.Z.“ aber als Autor erhalten bleiben.

    (c) kress.de

    Konsequent.

  • jens: die einwände gegen das affiliate-modell leuchten mir ein, aber wir gucken jetzt mal, was passiert. und das schöne an den affiliate-anzeigen ist ja, dass man sie jederzeit wieder rausnehmen und durch „echte“ partner ersetzen kann, sobald die uns die bude einrennen 🙂