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Antispam-Tools: Leserkiller

du kommst hier nicht rein

hm… es gibt manch ein Antispam-Tool für Blogs, das leider so scharf und ungeschickt eingestellt ist, daß es Leser aussperrt. Beliebtestes Beispiel ist BadBehavior, das dazu neigt, echte Leser auszusperren. Daher hatte ich es vor einem ca. halben Jahr durch SpamKarma ausgestauscht, nachdem sich immer wieder Leser beschwert hatten. BadBehavior scheint dabei auf die Agent-Infos des Browsers geachtet zu haben.

Spam Karma selbst kann ebenfalls nerven: Wenn ein User ohne JavaScript kommentieren möchte, kann es je nach Einstellung zu einer sehr unschönen Captcha-Einblendung kommen (Formularfeld auf sonst leerer Webseite) oder gar ganz den Leser davonjagen.

Eine weitere Fehlerquelle ist das Blocken von Referrern. Wenn der Bloginhaber mit Reg-Expressions arbeitet, kann es passieren, dass Besucher per via-Link über eine Webseite mit dem substring „sex“ in der URL gegen eine Mauer laufen. Please: Checkt Euer Blog auf populäre Linkquellen durch. Dazu gehören Google, Technorati, Icerocket, etcpp… so zB blockt mich das neue Diplomatie-Blog von Patrick, wenn ich per Technorati reinkomme.

Also: Ruhig mal hin und wieder das eigene Blog checken (Java Script off, Referrerlinks und Browserkombos).

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Wenn ein User ohne Java-Script kommentiern möchte…

    Aha. Ich habe NoScript als Erweiterung und nicht jedes Blog gebe ich frei. Deswegen also.

  • Hmm… lieber 20 User ohne JavaScript ausgesperrt, als 500 Spam-Kommentare täglich drin.
    🙂

    Mein Filter bleibt „ganz scharf“ 🙂

  • Bitte nicht böse sein Denis, aber ich denke, dass das die falsche Einstellung ist. Schutz vor zu viel Arbeit für den Blogger ist ja schön und gut, aber wenn es den Blogger auch davor „schützt“, das ein paar seiner Leser nicht zu einem Artikel beitragen (sprich:kommentieren) können, so halte ich doch jedes verlorene Leserkommentar für einen sehr viel höheren Verlust als ein paar durchgekommene Spampost. Als potenzieller Leser, der das Medium „Blog“ vielleicht erst entdeckt, stört es mich doch gewaltig, wenn ich ein Kommentar geschrieben habe und dann ein Script mich anpflaumt, ich wäre ein elender Spammer. Noch besser, wenn mich der Script vorher schon aussperrt. Ich werde sicher nicht wiederkommen und als Blog-Greenhorn sicherlich auch einen negativen Beigeschmack zum Nachteil anderer Blogs mittragen.

    Eine Art Spamordner ist da ein Mittelweg – wenn man ihn auch benutzen würde, wie es bei einfach-persoenlich angesprochen wird. Wenn ich Blogger wäre, würd ich den Spamfilter also dann schon eher zu lasch als zu feste einstellen. Wenn sich jemand die Mühe macht ein Kommentar zu schreiben, dann soll das auch gefälligst angezeigt werden und nicht im Datennirvana verschwinden. Der Spam der durchkommt ist zwar nervig, aber mit ein paar Klicks auch schnell gelöscht.

  • @DonKult, jaein,.. spätestens dann, wenn Dich wahre Spamfluten überspülen, kommst Du mit dem Herauspicken der echten Kommentare kaum hinterher, weil ständig neue Spameinträge reinschwappen. Oftmals ist es ok, aber manchmal haste echt keine Lust mehr. Dann löscht Du radikal, auch wenn es dazwischen mal einen Falschen erwischt, der unter Spamverdacht steht (meistens sind es Blogger, die trackbacken ohne Link im Content auf Deinen Blog ….). Weil die Spammer immer wieder Lücken finden. Und zw. 100-1000 Einträge innerhalb weniger Stunden kann sich schon etwas ansammeln. Unterschätze nie die Macht der Spammer, Luke 🙂

  • Ich meinte ja nicht, dass Spamfilter schlecht sind. Im Gegenteil, sie können natürlich eine Arbeitserleichterung sein. Und Spam zu löschen ist halt Arbeit. Das ist in Blogs so und das war und wird auch so in Foren und Newsgroups bleiben. Die dunkle Seite des Internets ist mächtig, das sieht man an der Spamflut und jene Spamimperien schlagen auch mit anfänglich großem Erfolg eifrig zurück – aber am Ende gewinnt eh wieder das Gute und das nicht weil es wie in Hollywood auch im Internet ein Happy End geben müsste, sondern weil ich die (noch unbestätigte) Hoffnung habe, dass die Masse der Menschen die immernoch auf diesen Spam anspringt an einer Überdosis Viagra zu Grunde geht. 😉 Anders wird auf lange Sicht der Plage eh nicht bei zu kommen sein, den das Problem der Spamfilter ist, dass sie nur reagieren und nicht agieren – was sich schwerlich ändern lässt. Man kann höchstens noch froh sein, dass das Gebiet des Blogspams noch relativ klein ist, ich bin allerdings schon jetzt gespannt, wann das erste Botnetzwerk enttarnt wird, welches Spam auf Blogs verteilt hat. Dieses Jahr sollte hinzukriegen sein. Und wenn die dann nicht mehr reichen, dann werden die 1-Euro-Jobber halt nicht mehr fürs Gold-farming bei WoW eingesetzt, sondern zum ausfüllen von Captcha. Naja, und die eigene Zielgruppe kann man dafür laut boingboing ja auch missbrauchen :/

    Ich hab auch nichts dagegen, wenn Kommentare in die manuelle Prüfung kommen. Ich hab mehr was gegen die Art und weise wie mometan versucht wird der Lage Herr zu werden. Riesige IP-Stränge werden gesperrt weil da mal ein Spammer sein unwesen getrieben hat. Im Grunde auch nichts gegen zu sagen, aber dann sollte man darauf auch hinweisen. Als Besucher find ich dass wahnsinnig toll, wenn ich eine Seite besuchen will und die mich dann mit einem „Verschwinde du elender Spammer“ begrüßt. So ein Spamfilter sollte in der Meldung die er ausgibt nicht so fixiert auf Hetze gegen Spammer sein – die lesen solche Meldungen eh nicht. Wer sowas dann lesen darf ist der Leser der zu oft Sicherheitsexperte in seinem Kommentar verwendet oder gar von einem Seite/Blog mit selbigem Titel kommt. Ein kleiner Hinweis, dass das Kommentar manuell moderiert wird wäre da durchaus netter und brauchbarer.

    Eventuell wäre im Spamordner auch eine andere Sortierung als die nach Einschlagdatum angebracht. Zum Bleistift nach der Zahl der erreichten „Punkte“ beim Spamtest. Dann wären Grenzfälle wenigstens weit oben und würden nicht zwischen Kommentaren verschwinden die tausende dieser Punkte kassiert haben.

    Soweit erstmal meine Gedanken zu dem Thema. Mit so einem Haufen an Text hat man ja Gottseidank meist Glück mit den Spamfiltern 😉

  • jau, gute Ideen…wenn mir zB Spam Karma sortierbare Spalten anbieten würde, das würde mir wesentlich die Arbeit erleichtern. Und dafür könnten dann die Spamfilter heruntergedimmt werden.

    Worauf ich früher geachtet hatte, war es tatsächlich Domainreferrer auszusperren statt IPs. Wenn da einer „sex“ im String mitbekam, war der draussen.

    In der Regel sollte man mE immer den Leser stark bevorzugen und sobald sich nur wenige melden, dass etwas nicht funzt, lieber das Spamtool anpassen oder halt kicken.

    Was ich interessant finde, ist der Ansazz mit agieren statt reagieren. Auch wenn mir jetzt keine Idee einfällt, wie man proaktiv gegen Blogspam vorgehen kann.