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Blogger haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

PR Bloggerin Verena:

Blogger haben bessere Job-Chancen, wenn sie ihre Qualifikationen online darstellen. Denn ein Fünftel der Stellen in Europa werden bereits heute über Blogs und professionelle Social Networks vergeben. Das fand das europäische Headhunter-Unternehmen Cátenon Worldwide Executive Search heraus. Demnach sehen 21 Prozent der Headhunter Blogs und Netzwerke als ein nützliches Hilfsmittel für Unternehmen. Das gilt besonders für Stellen, die nicht einfach zu besetzen sind. Die Personalvermittler schätzen besonders die Transparenz, die Blogs und Netzwerkdienste wie LinkedIn, OpenBC, Ecademy sowie ZeroDegrees bieten

Öhm, das kann durchaus sein, dass sich Headhunter gerade auf Social Networks oder auch Blogs umsehen. Aber dass nun max. 1/5 der Headhunter das nutzen (auch noch ein Unterschied zwischen nützlichen finden und nutzen), heisst doch nicht gleich, dass 1/5 aller Jobs in Europa via SN & Blogs vergeben werden. Angesichts der Zahl der europäischen Blogger und SN-User und im Vergleich dazu der Zahl der jährlich neu zu besetzenden Stellen dürfte Europa wohl sehr schnell einen gigantischen Überschuss an offenen Stellen aufweisen.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

16 Kommentare

  • Japp. Absolut richtig. Mich nervt das auch immer, wenn solche Uminterpretationen stattfinden, die überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Es wird ja auch nicht einmal als Interpretation oder Schlussfolgerung gekennzeichnet, sondern als Fakt dargestellt.

  • Ja genau, die suchen und finden ihre bloggenden High Potentials zunehmend im WWW. Soll sein. Und dann schnippeln die Arbeitgeber das betreffende Weblog so zurecht, dass es zu ihnen passt. Stück für Stück. Das Ergebnis: Ein schmucker Bonsai. Schließlich schafft der an, der zahlt, basta. Dass Unternehmen zu ihnen stoßende MitarbeiterInnen, die ein Blog betreiben, annehmen und als das sehen, was sie sind, das sollte, das kann man, denke ich, nicht voraussetzen. Schließlich ist die Angs vor allem und jedem, das man zu wenig oder noch gar nicht kennt viel zu groß. Bin heute pessimistisch drauf, ich weiß…

  • Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendwer in Deutschland außer vielleicht einem PR-Mann oder einem Techniker schon mal einen Job aufgrund seines Weblogs bekommen hat.

  • Naja, freiberufliche Jobs sind ja was anderes und die Leute um Nico Lumma sind doch alles Techniker, oder? Kaum jemand also > 0 (Und wer Heiko ist, fällt mir gerade nicht ein, pardon).

  • Heiko Hebig, der Ex-Six Apart und nun bei Burda

    anyway, das ist so oder so nicht die Masse, von der man oben im Zitat vermeintlich ausgeht. Noch sind wir nicht soweit, dass Personaler in Blogs fischen, ganz im Gegensatz zu OpenBC.

  • Vielleicht hat man da ja auch nur Ursache und Wirkung verwechselt: Wahrscheinlich – so will es wohl das Klischee – hat der Homo Bloggus ein etwas offeneres/interessierteres Auge für alles, was um ihm herum passiert; und er hat wahrscheinlich eine ganz subtile exhibitionistische Ader, die ihn das, was ihn bewegt, publizieren lässt Diesem Charakterzug können Personalchefs bestimmt in einigen Fällen etwas abgewinnen. Also nicht das Bloggen an sich ist letztlich spannend, sondern die Motivation dahinter.

  • In OpenBC sollten viel mehr Kunden fischen, naja, das kommt auch noch. Wollen wir die zugehörige Studie gemeinsam durchführen? Mir würden schon aus dem Stehgreif ein paar catchy Ergebnisse einfallen, die bestimmt auch in einigen Blogs zitiert würden.

  • hehe, Studien sind scheinbar ein immer funktionierendes Instrument 🙂

    Aber via OpenBC weiss ich, dass zahlreiche Personaler, nennen wir sie ruhig Headhunter, einen reichhaltigen Fundus vor sich wissen und schon lange nach Herzenslust für 6 Euro/MOnat fischen. Normalerweise kosten Kandidatenprofile wesentlich mehr…

  • ich kann definitiv sagen: mein jobangebot kam via open bc / und einige anfragen/kontakte ob interesse von meiner seite aus besteht(von anderen personen), ebenso

    @Ed: ösi´s sind nie pessemistisch ;.)

  • Ich denke mal, dass keine Blogs nach potentiellen Arbeitnehmern durchforstet werden, aber bei einer Bewerbung kann ein Blog nicht schaden. Wenn man sich einen Namen in der Blogosphäre gemacht hat, kann man seinen Blog, wie andere Projekte auch, bei einer Bewerbung angeben. Das setzt natürlich vorraus, dass das im Blog vermittelte Wissen auch für die arbeitnehmersuchende Firma nützlich ist.

  • In der Studie wird nicht so genau zwischen Blogs und Networks unterschieden. Entscheidend ist doch bei den Untersuchungen, dass inzwischen Headhunter sehr wohl Blogs und Networks auf dem Radar haben. Personalvermittler schätzen hierbei besonders die Transparenz, weil sie sich sehr viel leichter über Blogger als über andere Bewerber infomieren können. Dabei gehen sicherlich nicht alle so gezielt vor, dass sie bewusst Blogs analysieren. Das behauptet auch niemand. Allerdings finden sie zahlreiche Informationen via Google eben gerade in Blogs. Und das vergessen viele immer wieder. Darin sehe ich jedenfalls für viele Jobsuchende durchaus eine Chance, selbst ihren Teil zum Google Juice beizusteuern.

  • Eines kann ich (nach 7 Jahren in diesem Business) mit Bestimmtheit sagen: Personaler und/oder Personalchefs, die sich aktiv durchs Web und durch Blog wühlen, um einen potenziellen Kandidaten aufzustöbern, sind die absolute Ausnahme.

    Denn: in der aktuellen Arbeitsmarktsituation ist die Situation schlicht so: Du schaltest auf einer Jobplattform ein (ein!) Inserat und bekommst in der Regel 50 und mehr Bewerbungen. Viel Unbrauchbares auch, aber darunter ist mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit auch die/der Passende. Wieso soll ich also Stunden damit verbringen, nach einem potenziellen Kandidaten zu suchen, wo ich ja nicht mal sicher bin, ob er überhaupt wechselwillig ist.

    Siehe auch hier:
    Bewerbungs-Weblog
    Jobwechsel dank eines Weblogs?

  • […] Bloggen lohnt sich! Blogger haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Blogger haben bessere Job-Chancen, wenn sie ihre Qualifikationen online darstellen. Denn ein Fünftel der Stellen in Europa werden bereits heute über Blogs und professionelle Social Networks vergeben. Das fand das europäische Headhunter-Unternehmen Cátenon Worldwide Executive Search heraus. Demnach sehen 21 Prozent der Headhunter Blogs und Netzwerke als ein nützliches Hilfsmittel für Unternehmen. Das gilt besonders für Stellen, die nicht einfach zu besetzen sind. Die Personalvermittler schätzen besonders die Transparenz, die Blogs und Netzwerkdienste wie LinkedIn, OpenBC, Ecademy sowie ZeroDegrees bieten […]

  • Ich weiß nicht. Blogs enthalten oft sehr viel Meinung. Und die ist – auch wenn was anderes gesagt wird – in Unternehmen nicht gefragt. Die stört nämlich bei der Sache für die man eingestellt wurde: Nämlich ein Problem lösen, dass der Firma so wichtig ist, dass sie einen dafür sogar bezahlt.

  • @ marcc – genau meine Rede. Vielfalt und der Mut, andere Meinungen und Zugänge (von Angestellten) nicht nur zuzulassen sondern als Chance zu sehen, das ist noch nicht allzuweit verbreitet.