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Videobloggerin No. 1: Angie & Lyssa

ich reibe immer noch meine Augen.. hä… das ist doch Lyssa.. im Bundeskanzleramt.. was macht die denn da… die spricht dort in die Cam… Cut und auf einmal zusammen mit Angela Merkel, der deutschen Bundeskanzlerin… und die palavern supereasy und superlocker, als wär das mal so ganz latürnich, dass man sich über Videoblogging unterhält… im Chefzimmer von… Angie… dafür bekommst Du den Coolness-Preis No.1 !! Und Lyssa, coole Socke, dass Ihr das hinbekommen habt, die Kanzlerin dazu zu bewegen.. alle Achtung :-)) Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du recht… das ist wohl das erste Videoblog-Interview weltweit in dieser medialen Form mit einem Staatsoberhaupt (für die Schlauen: Offiziell ist die Kanzlerin Regierungschefin und No. 3 im Staat, während der Bundespräsident No. 1 und Staatsoberhaupt ist, der Bundestagspräsident No. 2, auf dem Papier halt…, darauf weist explizit Ordentlich Reingehauen hin).

Angela Merkel per Videoblog
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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

49 Kommentare

  • Klasse! Nicht nur das „daß“, auch das „wie“ und das „was“ stimmt. Vor allem bemerkenswert ist die Nonchalance, mit der Merkel ihre Videopodcast-Kritik aufgreift.

  • was man als tochter eines hochrangigen cdu abgeordneten so alles machen darf, bemerkenswert – und alle blogger applaudieren brav ohne auch nur einen gedanken daran zu verschwenden, dass dies doch recht viel mit politischer propaganda zu tun hat und nicht lediglich mit der foerederung neuer medien.

  • Da ärgert sich bestimmt einer. Nämlich der der Angie das Videopodcasting verkauft hat. Weil sie jetzt wohl auch weiß, dass das auch viel preiswerter geht.
    😀

  • @bratislaw: Machen wir uns nichts vor, so läuft es. Aber überall.
    Allein wegen der Qualifikation bekommt man auch keinen Job. Deswegen am besten darauf einrichten und selber ein Netzwerk aufbauen. Ich hatte das lange nicht für so bedeutend gehalten und ärgere mich deswegen noch heute an den Glauben, meine Qualifikation und Exzellenz 😉 würden reichen.

    Nicht schön, aber Menschen sind so. Wir wollen lieber irgendeine lose Verbindung zu was Bekannten als einen Nobody mit guten Zeugnissen. Gerade im Lokaljournalismus stelle ich das täglich fest.

  • @Jens, jau, fand ich witzig… „ich war wohl etwas zu steif“ (idS)
    @bratislaw: genau, deswegen machen das ja schon so viele nicht nur aus der deutschen Politik, sondern auch weltweit 😉
    @marcc: jau, dürfte etwas ärgerlich sein, aber thats life und spart Steuergelder

  • Die Frau ist mir unheimlich…

    Deswegen Videobloggerin No. 1: Angie & Lyssa. Also nicht die Angela …. die ist mir nicht unheimlich, die kann ich nur wegen unueberbrückbarer politischer Gräben nicht leiden. Nee, Frau Borchert, nachdem sie dem Tod entronnen und Chefredakteurin in…

  • Das wird mir zwar ohnehin niemand glauben wollen, weil die Vater-Tochter-Erklärung besser in das Weltbild paßt, aber das Zustandekommen des Termins hatte recht wenig mit meinem Vater zu tun und sehr viel mit meinem eigenen Journalisten-Neue-Medien-Netzwerk. Ja, es gab zu einem späten Zeitpunkt eine Rückfrage bei meinem Vater, was denn seine Tochter so für eine sei und geschadet hat die Verwandtschaft in diesem Fall ausnahmsweise auch nicht, aber der eigentliche Kontakt kam ganz anders zustande.

  • Ich hoffe in nicht allzu ferner Zukunft. Sie hatte gesagt, daß wir bei Gelegenheit gerne noch mal ein richtiges Interview machen können.

  • drehs doch um und lass dich übers Web interviewen, Blogs, Wikis, Social Media, die früher Anfänge des Citizen Journalism etcpp… am PC oder halt so… wer Dich interviewt? Angie, wer sonst

  • Inhaltlich bewegt sich das allerdings in recht irdischen Gefilden. So eine Art „Sendung mit der Maus“-Beitrag für Web 2.0-Enthusiasten…

  • gerade das macht es mir ja so sympathisch. Soweit man das erfahren konnte, muss das eine do-or-die Story gewesen sein, ohne ewig Vorbereitungszeit (nicht so wie der übliche Merkel-Cast mit Prompter, Text etc…)

  • @Lyssa: Das war jetzt auch kein Vorwurf. Ich mache nur hier vor Ort täglich die Beobachtung, wie sich Verwandschaft eher vorteilhaft auswirkt.

    Der Sohn des ehemaligen Oberbürgermeisters ist Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament, der Sohn eines Baudezernenten ist auch Baudezernent, der Sohn eines Stadtrats ist Landtagsabgeordneter, der Sohn eines ehemaligen OBs ist Stadtrat, der Sohn einer Parteigröße sitzt im Vorstand einer Bank, der Ehemann einer Stadträtin wird quasi ihr Nachfolger etc.

    Die sind alle durchaus kompetent, sind engagiert und machen ihre Sache gut. Und jetzt verlangen alles abzulehnen, weil man ja „erblich vorbelastet“ 😉 ist wäre ja auch ungerecht den Menschen gegenüber.

    Aber es erleichtet nunmal das Geschäft. Was mir selber auch hilft. Wenn ich sage wer meine Mutter ist, dann habe ich bei einem lokalen Sozialdemokraten schon einen Vertrauensbonus.

  • Die Kanzlerin profitiert natürlich davon, sie kommt spontan, aufgeschlossen und technikbegeistert rüber – Merkel privat und unter Kumpels eben. Und dann die Reichweite, Stichwort Virales Marketing – das Ding verbreitet sich jetzt mit einem Affenzahn im Netz. Wäre ich Merkels Berater, hätte ich gleich eine ganze Kiste Veuve Cliquot geköpft oder würde, noch besser, in dem Zeug baden.
    Was dieses „Interview“ unter dem Gesichtspunkt Vblogging bzw. Social Media angeht, ist das Ergebnis ernüchternd. Kein Erkenntnis-Gewinn, keine nennenswerte Information, einfach nur eine Büroführung plus Werbung für den iPod. Das nenne ich nicht sympathisch, sondern belanglos. Das Ding wird jetzt hyped, weil eine Social Media Akteurin ein Regierungsoberhaupt connected hat – wow. Ich bin in der Beziehung vielleicht etwas altmodisch, aber für mich zählen an allererster Stelle die Inhalte. Ob das Ding jetzt auf Super 8, Handy-Kamera oder Camcorder aufgezeichnet wurde, ist mir erstmal genauso egal wie die Frage, ob es auf einem Videoblog, in der Tagesschau oder einem Pfadfindertreffen ausgestrahlt wird. Was die Inhalte angeht, gibt es keine unterschiedlichen Messlatten. Sie werden in jedem Fall kritisch hinterfragt und auf ihren Informationsgehalt bzw. Unterhaltungswert überprüft. Sogar, wenn Web 2.0 draufsteht.

  • die Tatsache, dass sie es macht, unterscheidet sie von über 200 anderen Staatschefs… das alleine reicht mir, Spaß mit dem Video zu haben. Erwarten tue ich als Betrachter darüberhinaus nix. Es ist momentan imho ein Experiment. Was daraus wird, muss sich zeigen. Und niemand wird ernsthaft erwarten, dass der Regierungschef eines Landes auf jovial macht bzw. andere Infos sendet, die man nicht in den Nachrichten hört, wenn es um Informationsgehalt-Anforderungen geht. Das wiederum fände ich daneben, weil der nun einmal sein Land zu repräsentieren hat und mir nicht zeigen muss, dass er gerne Saumagen isst. Aber, es könnte Vorbildfunktion für Politiker bzw. Amtsträger haben, auf moderne Art und Weise ihre Entscheidungen und Vorhaben zu begründen bzw. darüber zu informieren. Darin sehe ich die große Chance, Angie ist \“nur\“ Gallionsfigur, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • So neu ist die Idee nicht, die eigene Position via Imagebeiträgen und Dokumentationen im Fernsehen zu stärken. Beispiele gibt es hier zu begutachten, die entsprechenden Erläuterungen dazu sind hier zu finden. Neu an dem Kanzlerinnen-Kaffeklatsch ist eigentlich nur der Vertriebsweg. YouTube wird sein eigenes dazu tun, dass auch die Beiträge der echten Pioniere dieser subtilen Propaganda in den Genuss einer viralen Verbreitung kommen…

  • Ich fand es gelungen. Und persönliche Beziehungen. Jo. Das war schon immer so. So sind wir halt gebaut. Solange es um Interviews geht, ja mein Gott und nicht um Familienministerinnen..

    Ich finde, dieses Vlog (oder wie heißt sowas denn nun richtig, der oder das? 😉 ) zeigt, dass sie Bundeskanzlerin eigentlich aus der wissenscvhaftlichen Ecke kommt, was nicht schlecht ist. Sie ist weder Lehrer, noch Jurist. Schade, dass sie in der CDU ist und solche Politik macht :((.

    Aber solche Annäherungen an Politiker sind auf jeden Fall diesem blöden Talkshow-Geseire mit der gewisen inhaltslosen Bedeutungsschwere vorzuziehen.

    Guter Link, Robert, hatte es gerade schon bei Mo gesehen.

  • Ich bin völlig baff und tierisch beeindruckt. Katharina, Du überrascht uns alle. Und das war nicht Dein letzter Streich … 😉

    Während andere quatschen und theoretisieren, macht sie einfach. Cool.

  • @Lyssa:

    und geschadet hat die Verwandtschaft in diesem Fall ausnahmsweise auch nicht

    Sonst schon? 😉

  • Liebe Lyssa, was war’s denn nu? Etwa nur Fingerübungen?

    Wenn in deinen eigenen Worten „sie“ doch zu dir sagte, „daß wir bei Gelegenheit gerne noch mal ein richtiges Interview machen können“?

    *frecht sich da doch der chat*

  • #3 im Staat auf dem Papier ist der Präsident des Bundesrates.

    „Ordendlich Reingehauen“ weist auf den Unterschied zwischen Staatsoberhaupt und Regierungschef hin. Ein Regierungschef kann nie den Staat vertreten, sondern nur die Regierung.

    Das lernen wir aber auch noch, was?

  • Diesen „Jubelperser“ musste ich mir gleichfalls für die Nachwelt verlinken. Und ein „richtiges Interview“ soll ja auch noch folgen. Donnerwetter!

    😉

  • about: Lyssas Scoop…

    Lyssa landet einen Scoop: sie macht den ersten Video-Podcast ever mit einem Staatsoberhaupt. Vlogging mit Merkel (via Robert).
    Sehr easy, sehr sympathisch. Manchen zu sympatisch, aber das kann ich jetzt nicht verstehen, denn warum soll eine Frau Mer…

  • Umstrittenes Vlog-Interview mit der Kanzlerin…

    Dass die Kanzlerin podcastet und die Übertragungen den Charme einer Neujahrsansprache haben, wissen wir ja schon länger. Dass ihr das selbst bewusst ist und sie darüber reflektiert und es besser machen will, wissen wir erst seit Lyssas m…

  • Ganz Klein-Bloggersdorf ist angetreten zum kollektiven Jubel (bitte alle in einer Reihe aufstellen …) – worüber eigentlich?
    Über ein inhaltlich und handwerklich sehr schwaches Stück Hofberichterstattung. Die erste Webloggerin zur Home- Office-Story (Interview kann mans ja so nicht nennen) bei der Kanzlerin, das MUSS man doch gutfinden …
    Respekt. So billig, weitreichend und mühelos hatte Frau Merkel sicher noch nie Sympathie-Punkte sammeln können. Jene Kanzlerin, die noch im vergangenen Jahr verkündete: „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft“.

    Wird Zeit zum Aufwachen Klein-Bloggersdorf …

  • @ Thilo (12): Die Sendung mit der Maus? Sorry, das war weit (weit weit) unter dem Niveau dieser großartigen Kinderserie. Wenn man es schon in Relation zu Fernsehen1.0 setzt, dann war das gerade mal knapp Dschungelcamp meets Frühstücksfernsehen.

  • @ Boogie: Deine Kritik ist in fast allen Punkten berechtigt. Bis auf mein Alter, da bist Du einer Falschinformation aufgesessen: Ich bin keine zwölf Jahre mehr alt. 😉

  • Frau Merkel wird vielleicht ein zweites Interview geben, aber auch dann allenfalls Hofberichterstattung zulassen. Blogger sollten sich aber mit Hofberichterstattung nicht zufriedengeben.

    Frau Merkels Beiträge zum Web 2.0 sind allenfalls symbolische Politik. Mit symbolischer Politik können wir aber eigentlich nicht mehr leben. So bleibt für mich nur das Fazit, dass sich eine Bloggerin unter Nutzung ihrer guten persönlichen Beziehungen zur Politik an der allgemeinen Vernebelung und Symbolpolitik beteiligt. Journalistisch wertvoll ist daran überhaupt nichts.

  • Spontan, hm?…

    Herbe Kritik von mehreren Seiten wegen des ersten Interviews einer Bloggerin mit der Kanzlerin. Von Spontaneität, wie vorgegeben, kann scheinbar keine Rede sein. Schon wieder sollen wir sehenden Auges verarscht werden – na vielen Dank!Hat vielleicht…

  • Na wie gut, daß ich auch nie behauptet habe, daran sei irgendwas journalistisch, geschweige denn journalistisch wertvoll. Sonst müssten wir das womöglich noch diskutieren.

  • „Tach Frau Staatsoberhaupt, ich bin gerade zufällig, so mit Kamera, unterwegs. Läßt du mich womöglich rein?“

    „Ach, die kleene Borchert, wie putzig. Bist du aber groß geworden. Du machst doch jetzt Internett und so? Komm rein, ich zeig dir meinen neuen Globus.“

    „Ich mach jetzt auch bald in Sachen Journalismus. Hat Papa doch bestimmt erzählt?“

    „Ach Kind, ich bin so erschöpft. Komm einfach rein. Wir machen uns einen Spaß und dann zeig ich dir meinen Globus.“

    „Hui, Spaß ist fein. Journalismus kann ich auch immer noch morgen machen. Morgen hast du auch Zeit?“

    „Aähh, ja, nee, ähhh, vielleicht. Willst du nun meinen Globus sehen? Und stocher mir nicht so mit dem Ding da im Gesicht rum. Meine Frisur, Kind, meine Frisur!!!“

  • Wenn das Produkt von vornherein keinen journalistischen Wert haben sollte: welchen Wert hat es denn stattdessen? Hat es einen Wert an sich, weil es die erste Hofberichterstattung einer Bloggerin aus den Gemächern der Bundeskanzlerin ist?

  • und wie machen wir das jetzt, damit auch die in der Adoleszens ihren Ehrensenf dazugeben, ich denke, Sie sollten das Micro eher steiler halten.
    So ja.

    Womit könnten wir die Jungs noch provozieren?

    Sollten wir uns vielleicht über den Stellenwert der Menstruation unterhalten? Und ob die Kanzlerin noch blutet?

  • Als CDU-Stammwähler finde ich vieles an der Merkel Kritik hier nicht in Ordnung.
    Mal ausser der tollen Sensation, dass wir Blog- und Podcastkonsumenten uns nun dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Gedankenführer an der Front tatsächlich Interviews mit (boah) echten Kanzlerinnen (Wahnsinn) sehen können. Im Internet (!!!).
    Btw. Wie gut ist dieses Interview eigentlich vom inhaltlichen Nährwert? Zu Hause hab ich zur Zeit keinen Rechner und auf der Arbeit keine Kopfhörer, so dass ich mir keine Podcasts und Videoblogs anschauen kann.

  • Achso. Die furchtlose Frau Lyssa hat uns Konsumenten oben bereits unmißverständlich zu verstehen gegeben, dass wir unsere schmutzigen Gehirne nicht dafür mißbrauchen sollen, ihr schönes Interview mit Fragen nach journalistischem Gehalt dreckig zu machen.

  • […] Und? Habt ihr etwas gemerkt? Ich habe gar nicht über das erste Interview unserer Bundeskanzlerin in einem Blog berichtet. Warum? Weiß nicht. Ich habe nichts gegen Frau Merkel – ganz im Gegenteil, aber irgendwie war es doch klar, dass so ein Interview nicht ganz so spontan kommen konnte wie behauptet. Viele haben mittlerweile ihre Meinung zu dem Thema abgelassen. Einige Links: Da da da – aha 😉 Ich belasse das jetzt dabei. […]

  • Ich hätte mich ja über die Geschichte nie geäußert, weil sie mir zu belanglos erschien. Aber so… 😉

  • Ne, nicht zu belanglos. Ich hab mir gedacht, dass da draus ein riesen Hype wird – und darauf hatte ich keine Lust.

  • Aber ein Hype wird es doch spätestens dann, wenn man, dort wo es erwähnt wird, kommentiert. Womöglich sogar kritisch.

  • […] … und zur Frage, ob Papa Borchert (Ex-Minister der CDU, Bundestagsmitglied, nun schon mehrfach verlinkt) den Termin klargemacht hat: Das wird mir zwar ohnehin niemand glauben wollen, weil die Vater-Tochter-Erklärung besser in das Weltbild paßt, aber das Zustandekommen des Termins hatte recht wenig mit meinem Vater zu tun und sehr viel mit meinem eigenen Journalisten-Neue-Medien-Netzwerk. Ja, es gab zu einem späten Zeitpunkt eine Rückfrage bei meinem Vater, was denn seine Tochter so für eine sei und geschadet hat die Verwandtschaft in diesem Fall ausnahmsweise auch nicht, aber der eigentliche Kontakt kam ganz anders zustande. […]