Ich bin nicht käuflich?

Robert Basic

lösen wir mal die Nachfrage nach der Übersetzung auf. Was habe ich vor? Es ist eine Art vom Game, eine Art von Experiment, es ist sagen wir mal mehr mad als crazy.

Jedermann behauptet, dass Menschen käuflich sind. Jeder hat angeblich einen Preis, bei dem er schwach wird. Und wohl alle werden zustimmen, dass Geld die Welt regiert. Ist dem so? Wirklich?

Machen wir die einfach Gegenprobe
– eine eigene Website, Sprache Englisch (Startseite mit Kernbeschreibung, Seite zum Ablauf und Blog)
– ich biete dort jedem an, mir einen bestimmten, ansteigenden US-Dollar Betrag auf ein Notarkonto zu überweisen

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– ich kann entweder die Kohle zurücküberweisen lassen oder mir selbst schnappen
– die Überweisungsbeträge mit Rücküberweisung wird ein Notar mittels Screenshot auf der Seite festhalten. Notar? Notar wegen Fakeproblem. Glaubt mir ja sonst keiner
– ich werde mit 100 USD anfangen, dann 500, 1.000, 5.000, 10.000, 50.000, 100.000, 250.000, 500.000, 1.000.000, 5.000.000, 10.000.000, 25.000.000, 50.000.000, 100.000.000, 1.000.000.000 (noch unsicher mit den Steps, ist jetzt grob geschnitzt als Beispiel, welches Stufenverfahren ich konkret wähle, muss sich noch zeigen). Klar ist: Immer nur ein Betragsschritt, keine Akkumulation von Beträgen.
– bei theoretischer 1 Milliarde USD wäre Schluss, oder vorher, muahahaha…
– sobald ich bei einer Betragsstufe das Geld nicht zurücküberweisen lasse, ist das Game over
– Zahlungsinteressenten mailen mich bei den ersten 100 USD an, ich picke mir einen raus, der das Geld überweisen soll. Warum einer? Damit die Handlingskosten für den Notar im Rahmen bleiben, denn 100 USD macht man gerne mit. Das wird bei jedem Betragsschritt so gehandhabt, auch wenn die Luft nach oben schnell dünner wird
– der Autraggeber der Überweisung kann wählen, ob sein Name auf dem Screenshot zu sehen ist oder nicht (Werbung, neh?)
– der Auftraggeber der Überweisung hat keinen Anspruch, die Kohle zurückzubekommen. Ich kann mir wie oben geschildert das Geld mir nix dir nix schnappen und ciao sagen. Oder halt zurücküberweisen
– Tageszinsen? Keine Ahnung, Spenden halt, wenn was abfällt

Was wird passieren?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. 99% werden denken, ich sei ein Betrüger. 0.5% werden möglicherweise daran glauben, dass einer so bescheuert sein kann, geschenktes Geld abzulehnen. Dagegen spricht schon die ökonomische Vernunft. 0.5% werden mir wohl eine Chance geben, dass ich bis 100.000 poker und dann abkassiere. 0% werden denken, dass ich es bis zum bitteren Ende schaffe 🙂 Und, 99% werden mich mit Zunahme der Beträge als Vollidioten abstempeln. 1% wird hoffentlich nachdenken. Es sind viele, weitere Spielarten denkbar. Das ist ja das Schöne. Zu Beginn wird sich keine Socke dafür interessieren. Je höher die Beträge, umso mehr Awareness bekommt die Story womöglich.

Warum das Ganze?
Ich wollte schon immer was Verrücktes machen. Und mir gefällt es, wenn man sich an den Erwartungen der Menschen reibt. Zumal ich seit jeher davon überzeugt bin, dass der Wert des Geldes unendlich überschätzt wird, wenn es darum geht, was Menschen wirklich antreibt. Und, eventuell kann ich bisserl denen ans Bein pinkeln, die glauben, dass sie die Welt kaufen können.

Warum ich das hier poste?
Ich kann im kleinen Kreis hier auf meinem Blog simulieren, wie die Reaktionen ausfallen werden und wo es möglicherweise noch logistisch bzw. banktechnisch hapert. Also, macht mich fertig oder gebt mir zu diesem Vorhaben Feedback.

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Wann geht es los?
Wenn sich der Notar bereit erklärt, da mitzumachen. Wird wohl noch einige Tage dauern.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.