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Obacht: Trafficzahlen schöngerechnet

es scheint sich bei einigen Webmastern hartknäckig die Meinung zu halten, dass Traffictools wie Webalizer bzw. AWStats – die bei Hostern häufig mitgeliefert werden – Daten ausspucken, die ziemlich genau aussagen, wie viele Besucher und Page Impressions man hat. Solange man diese Statistiken nicht bereinigt, könnt Ihr gut und gerne die Zahlen für Besucher und Seitenaufrufe mindestens durch den Faktor 5-10 teilen. Dann habt Ihr ungefär die echten Besucher und Seitenaufrufe.

Vergleich, Webalizer zeigt mir zu meinem Blog brutal gute Trafficdaten an (Pages + Visits):
Free Image Hosting at allyoucanupload.com

und hier die „richtigen“ Daten laut Statcounter:
Free Image Hosting at allyoucanupload.com

In den Sommermonaten wurden laut Webalizer angeblich rund 800.000 Seiten („Pages“) aufgerufen. Pro Monat. Mal mehr, mal weniger. WoW! Statcounter aber liefert Zahlen, die um den Faktor 7 kleiner ausfallen.

Sprich: Wenn Ihr unbedingt mit solchen Zahlen angeben möchtet, hindert Euch keiner daran. Doch im stillen Kämmerlein solltet Ihr wenigstens mit Euch selbst ehrlich sein 😉

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

28 Kommentare

  • Falls du Google Anaylytics auch noch hast wären diese Zahlen im Vergleich auch interessant zu sehen.

    Gruss
    Lance

  • habs nicht am Laufen, völlig oversized für ein normales Blog, aber soweit ich weiss, waren es sehr ähnliche Daten wie bei Statcounter

  • Tja, nur das Statcounter und Google Analytics auch nicht 100% die wahre Besucherzahl anzeigen, denn beide arbeiten so weit ich weiß mit Javascript.

    http://www.ayom.com/topic-13399.html

    Ist das bei Usern deaktiviert, wird auch nicht mitgezählt. Webalizer liest halt alle Vorgänge auf dem Server aus (Logfiles) es müsste also eine Art Zwischenlösung geben.

  • Patrick Breitenbach:

    (…) denn beide arbeiten so weit ich weiß mit Javascript (…)

    Das stimmt – begrenzt. Ja, beide arbeiten einerseits mit JavaScript. Aber es gibt auch die Möglichkeit, bei diesen den Besucher zu tracken, imdem man einerseits auf anderen Wegen versucht den Code aufzurufen.
    ODer Mögichkeit zwei, ich verwende eine andere Statistik-Lösung,
    mal als Beispiel genannt wären „Webreflow“ oder „eTracker“,
    diese verwenden zusätzlich zu dem JavaScript-Block noch einen noscript-Block mit eingebettetem Image-Tag. Somit gehen auch diese Besuicher nicht verloren.
    Alternative Nr.3 – für die Programmierer – zumindest Webreflow bietet auch eine Integration per PHP an, damit wird definitiv alles erfasst, selbst – wenn gewünscht – Suchmaschienen, Robots, etc.

    Lg,
    Denis
    [ erstmals ohne Blog… *schnüff* ]

  • Hallo sind Statistiken vom gleichen Tag?

    Wenn ja dann wiederlegt der aktuelle Monat doch eigentlich deine Aussage, weil die monatlichen Visits beim Webalizer, doch deutlich unter den unique visitors des Statcounters liegen? Oder sehe ich das jetzt was falsch und verwechsle dort was?

    Gruss

    Thomas

  • „Doch im stillen Kämmerlein solltet Ihr wenigstens mit Euch selbst ehrlich sein“ :o)))

    ich stimme meinem vorkommentator zu. richtig hundertprozentig ist kein zähler … aber schöner sind die serverstatistiken …

    (die mailbenachrichtigung funktioniert übrigens immer noch nicht, so wird das nix mit blogverkauf :o))

  • @Robert:

    Der Nachteil hierbei liegt dann nur darin, dass mir die Informationen darüber verloren gehen, woher der Besucher kam, bzw. mit welchen Wörtern er bei seiner Suchanfrage meine Seite gefunden hat.
    Und das ist eigentich das, was mir wichtig ist, … die Zahlen sind nebenläufig. 🙂

    „Qualität statt Quantität“

  • Es gibt doch mehrere lösungen die eine kombination aus tracking-gif und javascript bieten. das garantiert optimales besuchertracking und korrekte aufruf-statistiken.

    logfile-analyse nervt insgesamt nur finde ich. es sei denn, man hat ein sehr gutes, aktuelles tool, welches alle bots kennt. aber wer kennt das schon?

  • Robert:

    Wenn diese 2% genau den einen Besucher beinhalten, welcher über die Bild-Seite gekommen ist, ja *g*
    Schließlich müsste ich schnell genug einen Filter implementieren =)

  • @Thomas, kannst Du ja nicht wissen, denn die Septmeberdaten können bei Webalizer nicht stimmen, da ich aufgrund des Crashs seit vorgestern wieder auf dem alten Server bin. Weablizer fehlen damit ca. 3 Wochen.

    Statcounter jedoch nicht, da das Log-Codeschnippsel immer mit dem Blog selbst, nicht aber mit dem Server verzahnt ist. Logo, Statcounter ist ein externer Dienst, Webalizer läuft auf dem eigenen Server in der entsprechenden Ressource mit.

  • Webalizer ist ja serverseitig – der zählt auch die Spamversuche oder sonstiges. Statcounter ist doch mit einem externen Script+Bild eingebunden – die zählen meistens nicht die Bots, da diese keine Bilder anvisieren…

    Irre ich mich jetzt?

  • Also ich finde es etwas unpassend, Webalizer und AWStats über einen Kamm zu scheren. Denn AWStats kann doch so einiges mehr, u.a. auch Bots rausrechnen, man kann die eigenen Zugriffe weg-definieren und auch URLs eintragen, die nicht gezählt werden (z.B. der Feed sollte bei ’nem Blog ja nicht als normaler Seitenaufruf gezählt werden). Damit kommt man schon ziemlich nahe an die Wirklichkeit heran. Bei mir zeigt AWStats „nur“ 10 bis 15% mehr als Google Analytics an. Ich glaube nicht, dass das alles User ohne JavaScript sind, also denke ich mal, dass AWStats noch ein paar Bots nicht erkennt. Aber allemal besser als Faktor 7 daneben bei Webalizer…

  • Mike Schnoor:

    Nein, ist richtig. Mit Ausnahme der „Google Image Search“, aber das ist vernachlässigbar gering.

  • @Andreas, ja, klar, nur ist häufig bei einem normalen Provider das Tool as is installiert und zählt damit doch sehr „ungenau“ im Sinne von echten Besuchern. Da beiden Tools sehr beliebt sind, habe ich sie dennoch genannt.

  • >(…)durch den Faktor 5-10 teilen

    Das stimmet dann aber bei Dir nicht. Wie erklärst Du dir, das es bei Dir nur der Faktor 3 ist(im Schnitt)?

  • Warum müssen Statistiktools immer so schrecklich aussehen?

    Mint ist da ein wunderbares Vorbild, und dank den praktischen Erweiterungen ist es die 30$ Wert…

  • schau dir doch mal das online-demo (http://www.countomat.de/220.html , PW:test) vom countomat an. den nutze ich (auch für’s blog). nicht so mächtig wie analytics aber hat die wichtigen features. und du entscheidest selbst, ob du allen die statistiken offenlegst (könnte bei dir interessant sein) oder nur du zugang hast.

    tracking läuft über java-script + pixel (dieses ist aber mit nem backlink belegt)

    vermutlich willst du aber auch nicht NOCH einen blog-counter testen 😉

  • Da kann ich ja froh sein, dass ich für mein kleines Blog gleich den StatCounter genommen habe. *g*
    Aber die Zahlen sollen ja nur mein Ego streicheln, sonst nix.

  • Sehe das auch so, Webalizer zeigt einfach alles als Visitor! (Streichelt zwar wirklich das Ego aber das nützt ja im Endeffekt nichts *g*) Darum verwende ich Google Analytics, Blogscout und Blogcounter zusätzlich – und davon nehme ich dann den Mittelwert! Oder gibts was besseres!? *g*

  • Ich empfehle immer gerne PMetrics von performancing.com. Alles Wichtige drin, stundenaktuell und die Daten bleiben erhalten, d.h. man kann seine Zeiträume selber definieren.

    Nachteile: Zeitzone ist acht Stunden hinterher und man kann sich nicht selber per Cookie oder IP aussperren.

    http://performancing.com/metrics/start

    Zum Thema Webalizer: Ohne Schreibzugriff auf die Konfiguration nutzt Webalizer wirklich überhaupt nichts. Mit eigener (sachkundiger) Konfiguration ist Webalizer ein tolles Werkzeug.

    Wer Zugrif auf die Original-Logfiles hat, der kann mit der Software Analog und der passenden Aufhübschung Report Magic eigene Auswertungen mit verschiedenen (!) Konfigurationen erstellen.

    http://www.analog.cx
    http://reportmagic.org

    Kombiniert mit automatischer FTP oder SCP Abholung und anschließendem Analog Lauf oder Läufen bekommt der Statistik-Junkie schicke eigene Statistiken.