Urban Legends: A-Blogger Aggro sei gut für den eigenen Traffic

Robert Basic

„Aggro ziehen“ ist ein spezieller Ausdruck im Onlinegame World of Warcraft. Aggro bedeutet sowas wie Aufmerksamkeit. Wessen Aufmerksamkeit? Die Aufmerksamkeit der fiesen Monster. Auf wen? Auf den Spieler, der die meiste Aggro erzeugt. Das ist idR ganz übel, rein taktisch gesehen. Denn kaum ein Spieler hält die Angriffe von Monsterhorden allzu lange aus. Nur der Krieger ist mit seiner dicken Panzerung dazu vorgesehen, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ein Lockvogel also, damit andere Spieler die Monster in Ruhe plätten könnnen, während der Krieger die Monster beschäftigt, ja, wütend macht. Der Krieger bringt sich sozusagen als Opfer für die Gemeinschaft ein. Das Aggro ziehen stellt durchaus eine wichtige „soziale“ Funktion im Spiel dar, kriegerisch zwar, aber immerhin.

Eine Parabel? Yep 🙂 Im Artikel „Das Geheimnis erfolgreichen Bloggings – so wird man über Nacht zum Blogstar!“ versucht Frank, diese Urban Legend zu zeichnen, dass es durchaus nicht nur eine Ultima Ratio ist, sich mit bekannteren Bloggern – A-Bloggern in seiner Definition – anzulegen. Er betrachtet das als probates Mittel. Zu welchem Zweck?

Ein, zwei provokante Aktionen und schon laufen sie alle zusammen. Das ist eure Chance, die Leser zu gewinnen und auf den Schild gehoben zu werden. Dann könnt ihr immer noch alle relevanten US-RSS-Feeds abonnieren und wild drauflosschreiben oder euch ein möglichst Blog-relevantes Thema suchen und euren Starkult pflegen.

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Nun, ich nehme mal an, dass es mehr funny als ernst gemeint ist. Dennoch, dieses Argument taucht immer wieder in Kommentaren auf, sobald sich mal wieder Blogger untereinander prügeln. Von wegen „der sucht nur Aufmerksamkeit“. Diese Urban Legend hält sich schon seit jeher.

Die Wahrheit? Es bringt nüscht, null, nada. Man erzeugt kurzfristig Aufmerksamkeit. Ja, aber mehr im Sinne eines kurzweiligen Leservegnügens. Wenn sich der Staub gelegt hat, zählt letzten Endes nur noch eine Sache: Inhalt. Und wenn der nicht stimmt, kann man auch x-mal in der Blogosphere erneut Kneipenschlägereien anfangen. Es führt zu keinem organischen Wachstum.

Was aber, wenn der Content stimmig ist? Könnte das funktionieren, sich die Schlagringe überzuziehen und ein A-Opfer zu suchen? Sagen wir es mal so: Wer sich gerne prügelt, bringt meistens nicht die dialgischen Fähigkeiten mit, vernünftigen Content zu stemmen. Es ist ein Widerspruch in sich also. Oder andersherum gesagt: Man stellt sich selbst via Kommentardiskussionen ein Bein.

Machen wir den Lackmustest:
Blogscout
Das o.g. Blog wies gestern 127 Besucher und 229 Pageimpressions aus. Dafür, dass der Blogger vor 2-3 Wochen in hunderten von Kommentarscharmützeln Aufmerksamkeit genoss, ist das nun genau das dürftige Ergebnis einer solchen bewussten oder unbewussten Strategie.

Ergo: Finger weg, es bringt nullinger.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.