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Blogs: Knüwer führt die Lesepflicht für Journalisten ein

Thomas / Handelsblattblogger wurde drastisch der Speed der Blognetze vorgeführt, als es darum ging, als erster über die YouTube-Story zu berichten. Er misst ein Spanne von 9 Stunden zwischen dem ersten Blog (Techcrunch) und dem Wallstreet Journal als erster Old Media Dog (ich glaube, das ist nicht ganz richtig, ich denke, andere Medien haben ca mit einem drei/vierstündigem Timelag berichtet, egal jetzt).

Er schreibt:

Erst berichten Weblogs, dann die klassischen Medien – diese Situation werden wir ab jetzt sehr viel häufiger erleben – vor allem bei Nachrichten rund um den Technikbereich, aber auch in Sachen Wirtschaft und Finanzen…. Diese neuen Reihenfolge kann Angst machen – wenn man Blogger weiter für eine durchgeknallte Masse Internet-Freaks hält, die sich ungefähr so gut unter Kontrolle haben wie Zinedine Zidane, kommt das Gespräch auf Familienangehörige.

Und schlussfolgert:

Die neue Zeitrechnung der Nachrichtenentstehung bedeutet vor allem einen gehörigen Wandel für uns Journalisten. Denn wir müssen nun auch Weblogs lesen, zusätzlich zu den Nachrichtenagenturen und den Zeitungen und den Zeitschriften und den Fachmagazinen. Und: Wir müssen Weblogs zuerst am Morgen lesen, vielleicht parallel zu den Agenturen.

mir ist das ganz recht, wenn die Jungs ihren Job machen und in Ruhe die Sachlage klären, ein Blogger kann das einfach mangels Zeit und Access schlichtweg nicht bewerkstelligen. Prima Kombo ist das aber allemal, was Thomas da zeichnet und was bereits viele Zeitungen in den USA bis hin zu Reuters predigen.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • Vielleicht ist es am einfachsten, die Nachrichtenagenturen lesen Blogs. Oder die Journalisten legen einen Bloglines-Account an und bestellen ein paar Nachrichten-Agenturen ab.

  • Technik, Wirtschaft, Finanzen? Bei mir eher bei der Politik. Beim Hakenkreuz-Urteil war ich laut zeineku.de schneller als das schnellste klassische Medium. Gut, ich hatte aus dem Gerichtssaal gebloggt.

    Beim Ausbauprogramm Hochschule 2012 war ich auch sehr schnell und detailliert zugleich. Sehr interessante Entwicklung.

    Aber ich sehe nicht, warum das auf solche Bereiche beschränkt bleiben sollte.

  • Viele Blogger – und das macht für mich eigentlich das interessante aus – geben ihren „Nachrichten“ eine starke ideologische Färbung. Professionelle Nachrichtenagenturen und auch extra geschulte Journalisten, können auf viel mehr Wissen und Erfahrung im Hinblick auf die Neutralität der Berichterstattung zurückgreifen. Dies macht für mich die eigentliche Qualität von Nachrichtenagenturen und professionellen Journalismus aus. Nicht unbedingt Geschwindigkeit und die sprichwörtliche Loggerheit.