Sonstiges

Deutsche Blognetzwerke nicht in Sicht

ich meine jetzt nicht German Blogs, sondern Blognetzwerke, die sich von innen heraus gebildet haben. Da gibt es in der Tat zwei Beispiele. Einmal das eher demokratische Netzwerk aus Blogs, die dem Spreeblick-Verlag angehören, das Johnny leider als fast schon gescheitert bewertet, wenn ich ihn mehrfach richtig verstanden habe. Und Medienrauschen von Thomas Gigold, das ich als kopfgesteuert bezeichnen würde, da Thomas die Blogs aufgemacht hat und sich nicht bestehende Blogs angeschlossen haben. Also Netzwerke in der Art wie Weblogs Inc. oder Gawker. Nur mit einenm Unterschied: Es ist nach außen schwer zu erkennen, wie die konzertierte Vermarktung dieser Blogs ausschaut.

Nun fragt sich m3nt0r, ob es nicht möglich wäre, ein Netzwerk wie 9Rules aufzutun: Ich frage mich deshalb ob es nicht sinnvoll wäre, soetwas wie 9Rules (Wikipedia) in deutsch auf die Beine zu stellen. Also ich hätte schon Lust dazu die Programmierung zu übernehmen und ich glaube mit einer ordentlichen Moderation/Selektion, Aufmachung und Design könnte dieses Projekt Erfolg haben. Ich strebe daher hier eine öffentliche Diskussion an und suche Leute die Spass daran hätten die Idee mit mir umzusetzen oder einfach Vorschläge beisteuern wollen. Fragen in die Runde: Was würdet ihr denn so von einem Netzwerk erwarten? Welche Features sollte es haben? Worauf sollte bei der Aufnahme von Blogs geachtet werden? Sollte man es überhaupt moderieren?

Mir fehlen zwei Aspekte dabei: Was ist der konkrete Nutzen und was soll das Ziel sein? Gemeinsam viel Geld zu verdienen? In den sozialistischen Ländern hat es sich gezeigt, dass „gemeinsames Wirtschaften“ nicht so recht klappen mag. Also sind Blog-Netzwerke im ökonomischen Sinne zum Scheitern verurteilt, wenn jeder Mitbrabbeln darf? Oder kommt es nicht vielmehr auf die Ausgestaltung des Netzwerks an? Nach außen hin gemeinsam auftreten, nach innen selbst entscheiden, ob man jeden Werbegang gehen möchte?

Eine schöne Quelle für alle möglichen Blog-Netzwerke: http://blognetworklist.com/


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

21 Kommentare

  • einziger vorteil wäre die tatsache, daß man von anfang an eine mini-community bildet. die vergleichsweise minimalen adsense/affiliate-erlöse können da kaum eine motivation bilden 😉 die mögliche strahlkraft solcher netzwerke erleichert den start neuer blog-formate natürlich im vergleich zum „regulären“ einzelblog.

    bin allerdings davon überzeugt, daß sich derartige netzwerke nur langfristig entwickeln können und immer nur so gut sind wie ihr kleinster gemeinsamer nenner. und wo ist die spannung bei thematisch homogenen netzwerken?

  • Das ist sicherlich eine interessanate Idee, aber kann man bei 9rules von einem Netzwerk sprechen? Die Blogger von 9rule sind unter einander nicht vernetzt. Sie sind nur mit 9ruls vernetzt.
    Ökonomisch brint es vielleicht nicht viel, für einzelne Mitglieder könnte das aber sehr interessant sein.

  • @Martin, nicht verwechseln, das ist ja nicht mein Blognetzwerk, sondern der Anstoß von m3nt0r, der sich als Arbeitstier zur Verfügung stellt 🙂

  • blog-Kombinat…

    Wenn Blogger ausschweifend über das Bloggen als solches unter Verwendung ganz vieler blogging-buzzwords bloggen, ist das für mich erstmal grundsätzlich und ausserdem zusehends sowieso immer mehr uninteressant.
    Aber ab und an findet sich in diesen b…

  • @Readster, wende Dich bitte via Kommentar im o.g. Blogposting beim Autor 😉

    @Martin, np, einfach kommentieren im Blog, er wird sicherlich antworten

  • hmm 9Rules als Ästhetik-Netzwerk, okay. Aber sonst? Ich meine was solls bringen? Wo liegt der Nutzen für Leser oder Betreiber?
    Ich hab‘ neulich auch mal drüber nachgedacht warum sowas im deutschsprachigen Raum noch nicht existiert, aber der Sinn erschließt sich mir trotzdem nicht.

  • @Helmi: Und so lange man es nicht probiert wird sich der Sinn auch nie wirklich erschliessen 🙂

    Es kommt darauf an wie es umgesetzt wird und was für Möglichkeiten es gibt. Bei 9rules beispielsweise ist ausser ein Verzeichnis keine nützliche Funktion vorhanden. Ich würde da schon ein paar Schritte weiter gehen.

    @Robert zu „fehlende Aspekte“: Kommerziell auf keine Fall. Ziel wäre es eine Plattform zu schaffen die es deutschen Lesern ermöglicht Blogs zu filtern und neue Blogs dadurch zu entdecken. Für Autoren: Ich finde in DE wird kaum „richtig“ gebloggt. Trackbacks haben fast schon seltenheitswert und durch die Bildung eines solchen Netzwerks könnte sich das vielleicht ändern. Warum erst gross suchen wenn im Netzwerk genug Themen bereitstehen, bzw. man ähnliche Themenblogs auf seine Beiträge aufmerksam machen kann, usw.. networking eben.

    Ich glaube schon, das wenn es erstmal da ist, sicherlich seine Berechtigung finden wird. Und leztendlich kostet es genausoviel Anstrengung wie bei Technorati gelistet zu werden.. null 😉

  • Niedliche Diskussion hier: in USA geht es bei Blognetzwerken v.a. darum, dass die Traffic den Newsportalen abnehmen. Und das ist pures Werbegeld, was da gemacht wird. Mit Venture Money ohne Ende. Da wird gemacht und nicht geredet. Sinn bringen heisst in den USA Geld verdienen. Aber das will hier ja niemand hören – sonst würden Blognetzwerke hier wie sonst was aus dem Boden schiessen. Nochmal: das VC-Geld und das Werbegeld sind da, man muss es nur abholen! Ich bin dabei.

  • es gibt einen entscheidenden Aspekt dabei:
    – Blogs haben noch nicht den notwendigen Ruf besser als andere Sites zu sein. In den USA ist das anders und daher auch die bescheuert hohen Trafficzahlen bei stinknormalem Content. Oder glaubst Du etwa, dass das alles so geniale Schreiber sind, die auf einmal da waren?
    – Sobald ein neues Blog auch nur etwas besser ist, wird gleich ein mächtiger Buzz erzeugt
    – der Hype um die Blogs in den USA ist wesentlich größer, so daß man damit rechnn kann, in der Tat Werbegelder einzunehmen

    Du kannst also gerne in die USA auswandern, aber wenn Du hier was machen willst, musst Du andere Umstände akzeptieren. Ein Blognetzwerk zu gründen kann jeder, es in einem viel schwierigeren Umfeld zur Meisterschaft zu bringen, das kann nicht jeder, ebensowenig einer der zahlreichen US-Wunderblogger.

    Wenn also hier Blognetzwerke aus dem Boden schießen würen, würde nur eines passieren: es gibt mehr Blognetzwerke und genauso viele Leser :)))

  • Man stellt immer wieder fest das hier ganz anders mit dem Internet umgegangen wird. Oft wird schon bei nur dem Vorschlag solcher Projekte abgewunken (was imho eine recht destruktive Haltung ist).

    Deshalb ist es umso gefährlicher vor dem Start eines Projekts gleich damit zu rechnen Geld zu verdienen. Bestes Beispiel hierfür ist wohl GermanBlogs, wo anschliessend ganz genau darauf geachtet wurde „wer“ denn dahinter steckt und „was die wohl wollen“, etc.. In Amerika würde das niemanden interessieren solange es ein guter Service ist. Das zeigt wieder das DE ein sehr sensibles Publikum zuhause ist.

    Wir haben hier, wie Robert schon angedeutet hat, keine amerikanischen Verhältnisse. Wer darauf hofft „gekauft“ zu werden, muss wirklich nach USA … (und da weht ein ganz anderer Wind).

  • über das „wer steckt dahinter“ und „die wollen Geld verdienen“ mach Dir mal keinen Kopp. Kein Hahn kräht danach, wenn Du was machst, um Kohle zu verdienen. Man kräht danach, wenn die Umstezung bescheiden ist.

  • Blog-Netzwerke im Kommen…

    Techcrunch kommentiert den Einstieg des Venture-Kapitalgebers Sequoia Capital in das Blog-Network "Sugar Publishing" (Zielgruppe: Junge Mädchen) so: Blog networks are hot investments right now, particularly as they continue to take traffic f…

  • Die meisten amerikanischen Blognetzwerke haben einen eindeutigen kommerziellen Anspruch – auch 9rules ist ein gutes Beispiel dafür.

    Während der offensichtliche Fokus auf ‚hybsche‘ Seiten gelegt wurde, ist das eigentliche Interesse die Steigerung der Zugriffszahlen und damit im Endeffekt der Werbeeinnahmen.

    Für ein solches Netzwerk braucht man nicht nur eine entsprechende Ausrichtung sondern auch eine Basis an möglichen Kunden – etwas, was ich in diesem Jahr in D in dieser Form noch nicht sehe.

    Es macht eben schon einen Unterschied ob die Leserschaft USA Heimmarket und internationale Leserschaft ist oder nur deutschsprachig.

  • „In den sozialistischen Ländern hat es sich gezeigt, dass „€œgemeinsames Wirtschaften“€? nicht so recht klappen mag. “

    Es soll ja auch Genossenschaften geben 🙂