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Top-Liste der Blog-Skandale

nachdem auch auf dem Barcamp StudiVZ ein heißes Eisen war, bin ich gedanklich auf das berüchtigte „Sautreiben durchs Blog-Dorf“ gekommen und stelle eine Hottest-Liste (deutschsprachig) vor, soweit mir die einzelnen Topics eingefallen sind. Wenn Ihr weitere Problemfälle kennt, einfach kommentieren und ggbfl. verlinken. Die Liste ist leicht gerankt, aber damit würde ich mich nicht so wirklich aufhalten, ob nun der Fall an Position 3 oder 5 oder wo auch immer stehen sollte.

1. Jamba – Johnny Haeusler, Spreeblick.com, The Mother of Blog-Skandal. Johnny war über Nacht der Blogger geworden und die Berichterstattung spitzte sich bis hin zu einem Stern TV Auftritt von Udo Vetter/Lawblog und einem Jamba-Verantwortlichen zu. Die Story traf den Nerv der Zeit, da damals Jamba-Werbung überall im Gespräch war und Eltern eh schon wegen den merkwürdigen Aboverträgen sensibilisiert waren. Seitdem „genießen“ die Samwer-Brüder – Gründer von Jamba – mit Abstand das schlechteste Image aller Web-Entrepreneure. Das hat auch indirekte Auswirkungen: mitunter ist es für ein junges Web-Startup sogar ein echter Community-Nachteil, von den Samwer-Brüder finanziert zu werden, sobald das herauskommen täte.

2. StudiVZ, auslösendes Blog ist mir unbekannt. Ich nehme an, dass es mit der „Zensurmaßnahme“ auf dem StudiVZ-Blog erst richtig losging. Dominierendes Blog ist Blogbar mit dem Co-Autor Don Alphonso (eine Beispielsstory). Man kann mit Sicherheit sagen, dass StudiVZ mit Abstand das bisher am häufigsten diskutierte Thema in der deutschsprachigen Blogosphäre ist. Und, es wird dazu langfristig beitragen, dass Social Networks in Deutschland wesentlich stärker auf Datenschutz wie auch besseren Support achten werden. Das zeigen die bisherigen Gespräche mit SN-Anbieter sehr deutlich auf. Stichworte: VoelkischerBeobachter, Toilettenvideos, Datenschutz, sexuell orientierte Forengrupen, das Dementi mit Turi für die Wirtschaftswoche ein Interview geführt zu haben, Kopie von Facebook, mangelnde Performance, pampige Unternehmensreaktionen auf Kritiken aus der Bloglandschaft, Eiertanz mit Offenlegung der VC-Beteiligungen, etcpp. Falk Lüke/ZEIT-Mitarbeiter hat einen zusammenfassenden Artikel auf sein Blog gestellt, der sehr sachlich den Ablauf des Szenarios schildert.

3. Heidi Klum, Patrick Breitenbach, Werbeblogger. Heidis Vater bemängelte, dass Patrick auf seinem Blog Werbung mit dem geschützten Namen „Heidi Klum“ betreiben würde. Aus der angedrohten Abmahnung wurde nichts, seitdem herrscht Waffenstillstand ohne Friedensvertrag. Das Thema schwappte aufgrund der Bekanntheit von Heidi auch in die US-Blogosphere über.

4. Transparency International, Moni vom Gedankenträger Blog. TI – ein Verein gegen Korruption – mahnte Moni ab, da sie über das Leid ihrer Freundin klagte, der TI angeblich auf unfeine Art gekündigt hatte. Dieses Thema wurde insbesondere in den klassischen Onlinemedien rceht intensiv aufgegriffen. Am Ende hatte TI davon Abstand genommen, Moni vor Gericht zu zerren und es wuchs Gras über die Sache. Es führte aber auch dazu, dass sich zahlreiche Blogger Gedanken machten, dass aufgrund der unklaren Sachlage TI möglicherweise unberechtigterweie kritisiert und dauerhaft geschädigt wurde. Man sprach von Blog-Mobs (lesenswert!!!). Das führte dazu, das erstmals Blogger vorsichtiger, ja journalistischer wurden, bevor sie eine derartige Story aufgreifen.

5. Klowand, Jens Scholz. Ihm wurde ein internes Mail von Jean-Remy von Matt (Chef einer bekannten PRWerbeagentur) zugespielt, in der sich Jean-Remy über Blogs förmlich auskotzt. Anlass war die unter Punkt 6. von Bloggern zerrissene Du-Bist-Deutschland Kampagne. Zahlreiche Blogger griffen dieses Mail auf. Seitdem ist der Begriff „Klowand“ zu einem Fanal geworden, der immer dann benutzt wird, wenn man über Blogger pauschalisierend und diffamierend herzieht. Und, es endete mit einem Entschuldigungsschreiben von Jean-Remy, über das man sich bis heute uneins ist, ob es denn überhaupt ernst gemeint war oder doch eher strategisch.

6. Du Bist Deutschland, Johnny Haeusler, Spreeblick. Die Kampagne wurde bereits vorher auf zahlreichen Blogs besprochen. Doch erst mit der Veröffentlichung eines Bildes (s. Link) wurde es für die Kampagne brandgefährlich. Natürlich klärte es sich relativ schnell auf, dass der Bezug zum Dritten Reich und dem Slogan „Du Bist Deutschland“ weder beabsichtigt noch sonst irgendwie verschuldet war. Seitdem bescheinigt man seitens den PR-Agenturen Johnny Haeuslers Blog wohl das einzige Blog mit Kampagnenpotenzial zu sein. Es zeigt sich aber auch, dass Blogger, ob sie es wollen oder nicht, eine Verantwortung zu tragen haben. An Verantwortlichkeiten kann man auch wunderbar stolpern, wenn die Erwartungen zu hoch werden.

7. Euroweb, Jens Scholz mit seinem gleichnamigen Blog. Jens hat die Geschichte richtig ins Rollen gebracht (nein, die Story mit der Klowand kam erst nachher zeitlich gesehen, Jens war bis dato nicht unbedingt ein allseits bekannter Blogger!). Es handelte sich um eine Internet-Agentur, der dubiose Vertriebsmethoden, Abzocke und dergleichen vorgeworfen wurde. Auch hierbei war auslösender Faktor, dass Euroweb mit Abmahnungen nur so um sich wedelte und damit den Herdentrieb der Blogger auslöste. Kälber in die Mitte, Mamas und Papas im Kreis einen Schutzwall aufbauend. Bis heute ist es eigentlich nicht so richtig um Euroweb still geworden, da die Firma auf europäischer Ebene agiert, sehr verschachtelt ist und erkennbare Handlungsmuster trotz wechselndem Tätigkeitgebieten aufweist. An sich kein Fall für die Blogger, ein klassischer Fall für Staatsgewalten. Es zeigt auf, wo Blogger ihre Grenzen haben, sobald Unternehmen nicht im Ansatz kooperativ sind und kein Interesse an ihrer Außenwelt zeigen, höchstens Kritiker strategisch kaltstellen (zB Scientology), damit der Umsatz aufgrund konkreter Informationen im Web nicht geschädigt werden kann. An dieser Stelle auch ein ganz, ganz großes Lob meinerseits an den Axonas-Blogger: ich respektiere Julios Lambings Courage, Akribie und Ausdauer zutiefst. Er hat in unzähligen Stunden förmlich eine Akte zu dem Unternehmensgebilde hinter Euroweb erarbeitet, das sich mal ganz locker mit großen Journalistenwerken messen kann. Wenn es einen Blogger gäbe, der es verdienen würde, den Titel „A-Blogger“ zu tragen, dann er! *verbeug* Von daher verstehen mich möglicherweise Journalisten besser, wenn ich nur müde über Sprüche á la „wir da oben, die Profis, ihr da unten, die Blogger“ lächeln kann. Julio Lambing-Blogger gibt es und wird es noch viele mehr geben.

8. Opel-Test, zahlreiche Blogs, kein auslösendes Blog erkennbar mE. Wirres, Daily Pia, MC Winkel und Don Dahlmann bekamen jeweils ein Opel-Auto als Testwagen zur Verfügung gestellt. Es war zum ersten Mal ein aktiver Versuch, auf etwas breiterer Front die Möglichkeit zu testen, ob man Blogs für Marketing-, PR- und Imagezwecke nutzen könnte. Die Blogger diskutierten intensiv über Glaubwürdigkeit, Authentizität und auch Transparenz. Denn, leider wurde nicht von vornherein bekanntgebeben, dass die vier Blogger nebst Fahrtgeld eine „Aufwandspauschale“ erhalten hatten. Das gab den Diskussionen zusätzlich Feuer. Auch dieser Fall hat mit dazu beigetragen, dass Unternehmen äußerst zurückhaltend sind, wenn es darum geht, fremde Blogs einzubinden. Oder auch ein eigenes Blog zu starten, da man den Eindruck hat, dass Blogs insgesamt Werbung sehr negativ gegenüberstehen.

9. Sozialgericht Bremen, Björn Harste, Shopblogger. Björn bekam Behördenpost, dass er mit dem Begriff „Sozialgericht Bremen“ in Google sehr weit oben in den Suchtreffern zu finden sei und dadurch eine Verwechslungsgefahr bestünde. Der Vorwurf wurde mit Hohngelächter unter den Bloggern aufgenommen und zum Schluss einigte man sich auf friedlichem Wege. Zeitlich gab es eine eher zufällige Überschneidung mit dem Heidi-Klum-Skandal. Genau diese zwei Fälle führten aber zum verbreiteten Image der gerne um sich beißenden und antikommerziellen Bloggeria in D. Sozialgericht-Bremen hatte aber zahlreichen Bloggern und Außenstehenden vor Augen geführt, wie stark Blogs bei der Suchmaschinenpositionierung sein können.

Update
Weitere Stories, die auffällig waren:
Blogcounter.de = nach Verkauf des beliebten Online-Trafficzählers wurde bekannt, dass Thomas Promny der neue Eigentümer ist und – ich weiß es nicht mehr so genau – angeblich versteckte Links auf den Blogs platziert hatte, die den CounterCode eingebunden hatten.

Edelman (Top 100) = vor wenigen Wochen hatte die PR Agentur Edelman in Zusammenarbeit mit Technorati eine Liste der wichtigsten Blogs veröffentlicht. Sowohl die manuelle Nachbearbeitung der Liste als auch das Ranking per se wurde in der deutschsprachigen Blogosphäre heftigst diskutiert. Es gab in dem Sinne kein auslösendes Blog, das Thema erschien parallel auf verschiedenen Blogs. Ein Beispielseintrag: Popkulturjunkie, der Macher der Deutschen Blogcharts. Edelman war aber zu der Zeit eh schon sehr stark angeknackst. Aufgrund zahlreicher „Web-2.0-Vergehen“ wurden sie international von der Blogosphere stark unter Beschuss genommen (Stichwort Wal-Mart, Fakeblogs…). Das führte letztlich zur öffentlichen Entschuldigung des Chefs von Edelman, Richard Edelman himself. Das hat mit Sicherheit einige PR-Agenturen rund um den Globus nachdenklich gemacht, einerseits ihre Methodiken zu überdenken (Edelman wird die nicht die einzige Agentur mit Fakeblogs sein) und andererseits überhaupt mit den Zehen ins ehemals so hoffnungsvolle Blogwasser einzutauchen.

Unister, Andreas Dittes hatte eine Sicherheitslücke im Studentennetzwerk gefunden und das Unister mitgeteilt. Daraufhin reagierte Unister äusserst aggressiv. Und die Blogger, als sie davon erfuhren, stellten sich wie immer um das Kälbchen im Kreis auf. Jedoch kam der Inhalt der Mail an Unister zum Vorschein, woraus recht klar hervorging, dass aufgrund der Formulierungen und der bewußt angedrohten Instrumentalisierung der Blogosphere („wenn der große Bruder Blogosphere davon erfährt, dann gibts Haue…“), Unister entsprechend reagiert hatte. Dieser Fall zeigt sehr deutlich die Gefahren auf, die dadurch entstehen, wenn sich Blogger zu schnell und unorganisiert zusammentun, statt vorher die Quelle peinlich genau zu checken, bevor man den Schutzschirm aktiviert.

Callboy-Affäre: es handelte sich um einen äußerst vertrackten Fall. Dabei beklagte ein angeblicher Callboy die Erwähnung auf einem oder mehreren Blogs. Und sobald weitere Blogs über ihn berichteten, beklagte er sich nicht nur, sonder er verklagte reihum all diese Blogs. Der Fall Callboy… wurde sehr intensiv in der Blogosphere besprochen. Und soweit es aussieht, hatte die Blogosphere tatsächlich zum ersten Mal -meine ganz persönliche Meinung- komplett versagt. Es gab nicht diesen Selbstkontrollmechanismus, dass falsche Aussagen von anderen Bloggern korrigiert werden. Niemand hatte es anscheinend wahrhaben wollen, dass ein kranker Mensch Hilfe und nicht des Bloggers Bashing benötigt. Das war auch das erste Mal, dass ich mich geschämt hatte, ein „Blogger“ zu sein. Was auch immer jeder einzelne darunter im Sinne vin Homogenität und Heterogenität verstehen mag.

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

87 Kommentare

  • ja, das waren so die ersten Anfänge, dass das StudiVZ Blog auf sich aufmerksam machte. Aber imho kein Skandalbeginn. Das hatte ja nix mit den Bloggern zu tun, eher was mit StudiVZ und schlechter Performance. Der Trigger war mE die Zensur, ein Klassiker

  • kleiner Fehler „Jeam-Remy über Blogs förmlich auskotzt. Anlass war unter Punkt 7 die Du Bist Deutschland Antikampagne der Blogger“ das ist aber Nummer 6 😉

  • Wieder einmal mehr beschäftigt sich die Bloggerszene mit sich selbst.

    Manchmal habe ich den Eindruck, daß die Szene, von welcher ich mich selbst ausdrücklich distanziere, derart Skandale gezielt provoziert, um sich in Szene setzen sowie Macht demonstrieren zu können.
    Die Analogie zu potentiellen Amokläufern liegt nicht fern.

  • @Wilhelm, kommen wir – passt ja – zum Relativierungskriterium: dass Blog sich mit sich selbst beschäftigen heißt konkret was? Dass zB von 10.000.000 Blogpostings möglicherweise 5.000.000 selbstrefenziell sind? Das wiederum heißt, dass im Medium Blog – manche sagen auch Echo Chamber – abertausende von Themen besprochen werden. Nun, dazu und zu nix anderem wurden die Blogs geschaffen, damit man einen Container hat, der als Platzhalter für Inhalte dient, die man miteinander vernetzen kann. Das ist eine grundfunktion der Blogs. Metablogging, also Bloggen über das Bloggen selbst? Ich tippe mal, dass nicht einmal ein Promillesatz davon direkt mit dem Thema Metablogging zu tun hat. Das nimmt letzte Zeit stark ab, die Schwerpunktthemen ändern sich. Also konkret, Wilhelm, was meinst Du?

    Btw, was ich bei Dir schade finde, dass Du es dem Leser schwer machst – mangels Transparenz – darauf hinzuweisen, dass Du seit dem Streit mit Mein Parteibuch die Rolle eines Blogopfers nur zu gerne spielst. Das ist nicht vorwurfsvoll gemeint, aber auch nicht abwertend. Ich stelle lediglich fest, dass Du gerade dadurch bedingt bereit bist, Perspektivenwechsel zu betreiben, um die Dinge analytischer anzugehen, wenn es um Blogs geht. Nur zu schnell kommt der Eindruck auf, dass Du stets einen Kanal suchst, sobald es wieder irgendwo dampft, Dein Opferlied zu klagen. oder?

  • Punkt 1) hab ich gar nicht richtig mitgekriegt 🙁 Hat vielleicht jemand den Ausschnitt von SternTV? Würde mich wirklich freuen.

    Lieben Gruß,
    Philipp

  • Ich google mich grad dumm und dämlich 😀 Bin schon 20 Blog Postings durch. YouTube hab ich auch abgesucht. Sieht so aus, als hätte ich Pech gehabt.
    Hätte Herrn Vetter gern mal gesehen. Ich geh die Tage mal in seiner Kanzlei vorbei, gucke rein, lächel und hau wieder ab 🙂 Und am Abend lese ich dann seinen Blogeintrag über mich… 😀

  • […] Guter Punkt Herrn Basic: Man kann mit Sicherheit sagen, dass StudiVZ mit Abstand das bisher am häufigsten diskutierte Thema in der deutschsprachigen Blogosphäre ist. Und, es wird dazu langfristig beitragen, dass Social Networks in Deutschland wesentlich stärker auf Datenschutz wie auch besseren Support achten werden. […]

  • 😀 Ach wenn du nen Blogeintrag bei ihm haben willst, fang halt rechtlichen Streit mit ihm an oder noch besser lass ihn welchen für dich austragen 😉

  • […] Die Frage ist bei Robert Basic in seinem Artikel Top-Liste der Blog-Skandale nicht explizit gestellt, aber sie steht im Raum: Braucht ein “funktionierendes” Blog Skandale? Und falls ja: Sind nun doch wieder die Recherche-Journalisten gefragt, die genau darin geübt sind, im Aufdecken und Zuspitzen? Immerhin verfügen die “Top-Skandal-Blogger”, deren Arbeit hier durchaus geschätzt wird, über journalistische Ausbildungen oder mindestens Erfahrungen. (Wenn mich nicht alles täuscht.) Dienstag, 28.11.2006 | Debatte | ster | Druckversion | […]

  • Möglicherweise passen die folgenden Themen auch noch in die Liste – wenn auch eher ans Ende:
    – Blogcounter
    – Edelman (Top 100)
    – Unister

  • Hi, Robert!

    Ich habe mal eine Grundsatz-Anmerkung in Sachen „Selbstüberschätzung der Blogosphäre“:

    Wenn Du das ungeschickte Dementi von Ehssan Dariani als Beginn der Geschichte markierst, dann darfst Du auch die Story nennen, die das Dementi auslöste: „Das Comeback der Kellerkinder“. Dort wurden auch der Börsengang und die Börsenbewertung von OpenBC ziemlich exakt vorausgesagt. Die Story steht zwar in meinem Blog, aber bezahlt wurde die ausführliche Recherche allein von der „Wirtschaftswoche“, wo die Geschichte auch erschienen ist (ein Holtzbrinck-Blatt übrigens).

    Hier wurde erstmals über den Millionen-Kauf von StudiVZ durch Holtzbrinck berichtete, der ein paar Wochen zuvor über die Bühne gegangen war, ohne dass es jemand in der Blogosphäre bemerkt oder notiert hätte. Danach erwies sich Dariani als überfordert und ungeschickt und reizte mit den vielen offenen Flanken zur Nachrecherche.

    Trotzdem: Als Blogger läuft man mitunter Gefahr, die Perspektiven ein wenig schief zu sehen. Das hier:

    >>> Nachdem Blogs das Thema bereits vor Wochen abgehandelt haben, wird das Angebot von trauer.de nun durch die klassischen Medien gescheucht.

    schreibt zum Beispiel Werbeblogger Patrick Breidenbach über trauer.de.

    Die trauer.de-Geschichte stand aber zuerst in einem großen Interview der „w&v“, lief dann durch Blogs und weitere Medien und ist jetzt wieder ein Thema, weil die Seite jetzt offiziell online ist.

    Also, Ehre wem Ehre gebührt: Die etablierten Medien haben noch nicht ganz abgedankt, noch ersetzen Blogs den professionellen Journalismus in Deutschland nicht. 😉

  • […]   48   Blackbox WWW         09:32 | Nov 28’06 Skandale der Blogszene   Robert Basic hat ein ‘Top-Liste der Blog-Skandale‘ in Deutschland zusammengestellt. Die Liste ist ein gutes Sammelsurium von Fällen, anhand derer ein wenig das “erwachsenwerden” der deutschen Weblogszene nachgezeichnet werden kann; darüber hinaus sind es Lehrfälle, die jedes Unternehmen beim Schritt in die Blogwelt nochmals Revue passieren lassen sollte. Thomas Gigold | Blogwelt, Menschen |   Kommentar verfassen […]

  • […] Robert listet das Thema StudiVZ in einer Übersicht der Top Blog-Skandale. Ich bin mir nicht sicher, ob “Blog-Skandal” die richtige Bezeichnung für diese Geschichte ist. Sicher, die Lücken und Vorkommnisse wurden von Bloggern entdeckt oder zumindest veröffentlicht. Fakt ist jedoch, dass die Betreiber von StudiVZ seit Monaten (mindestens seit August 06) informiert waren. Es gab Gespräche, in denen auf die nun öffentlich bekannten Lücken und Verstöße gegen den Datenschutz aufmerksam gemacht wurde. Schulterzucken war da definitiv die falsche Antwort. Und ganz sicher sind in so einem Fall andere Maßnahmen angebracht, als sich in der Presse als neuer Star der New Economy feiern zu lassen. Richtig wäre gewesen, konsequent die seit langem bekannten Probleme zu lösen und so lange noch ein wenig kürzer zu treten. […]

  • Top-Liste der Blog-Skandale…

    Auf Basicthinking.de findet sich eine Top-Liste der Blog-Skandale, die die Blogosphäre die vergangenen Monate so beschäftigt haben.
    Ganz interessant, wenn man sich mal grundlegend informieren möchte…….

  • Ich hab inzwischen gelernt, dass mit dem Begriff „Blog“ versucht wird ziemlich heterodoxe Phänomene unter einen Hut zu bringen: 90er Jahre PR, Naivität und Selbstüberschätzung, wirkliche Aufklärung, usenet bashing on steroids, vorteilsbeladene, unüberprüfte, simplifizierende Weltsichten und gewisse alte Berühmtheiten des „Journalismus“, die immer zum Auslachen reizen, und eben auf der anderen Seite auch wirkliche Aufklärung von Leuten, die sich in ihrem Leben einiges an Fähigkeiten angeeignet haben, über die aber leider ständig rumpsychologisiert wird.

  • schöne liste, und ausser dem fall mit dem transparency international hab ich auch alle live mitbekommen. bin also absolut web 2.0 =)

  • Ein Virus ohne Furcht und Tadel…

    “Virales Marketing? Was soll denn das sein?”
    Diesen Satz höre ich oft, wenn ich mich mit anderen Unternehmern über meinen Marketing-Mix unterhalte. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, wie Martin Oetting. Trotzdem hier meine ganz …

  • Manuelles Trackback

    Robert Basic beleuchtet in seiner Liste der größten durch Blogger verursachten Skandale leider nur die Positivseite bei StudiVZ. Sicher, das ein oder andere Start-up wird sensibilisiert sein. Schlimmer jedoch ist, daß die nicht enden wollende Liste der Peinlichkeiten die Trumpfkarte der Haderer und Zauderer ist, sich eben nicht mit Social Software zu beschäftigen. Und dieser Flurschaden geht weit über das Wirkungsfeld von StudiVZ hinaus. weiterlesen

  • Spannende und informative Liste – ich finde es sehr gut, die Geschichten noch einmal zusammen zu fassen.

    Ich weiß allerdings nicht, ob ich selbst die Geschichte mit dem Sozialgericht Bremen auch unter den Titel „Blog-Skandale“ gestellt hätte. Die Richterin hat bei weitem keine Kompetenz bewiesen, aber als „Skandal“ sehe ich den Vorgang eigentlich nicht (wobei, wenn ich mir die Wikipedia ansehe (http://de.wikipedia.org/wiki/Skandal))…

    @Bernd: IMHO gehören auch die Cold Calls nicht unter den Titel „Blog-Skandale“. Und wenn man das vielleicht auch noch anders sehen kann (kommt ja auch immer auf das Selbstverständnis an), dann bezweifle ich allerdings ernsthaft, dass man so einen Vorgang in eine „Top-Liste“ packen sollte. Aufmerksamkeit hat das generiert – aber „kalte Anrufe“ sind keine derartige Ausnahmeerscheinung.

  • @HK: es geht mir weniger um den fakt der cold calls an sich, sondern eher darum, wie sich FH auf die gut gemeinten ratschlaege reagierte bzw. sich versuchte zu rechtfertigen. mit unvernunft und unverholener geldgier.

  • Unternehmen sind daran nicht interessiert, dass sich Management und Mitarbeiter an die Öffentlichkeit wenden und „unkontrolliert“ Konversation betreiben. Man kann das bedauern – aber es scheint eine Tatsache zu sein.

    Nur ganz wenigen Unternehmerpersönlichkeiten ist es bisher gelungen in der Öffentlichkeit eine persönliche Stimme zum klingen zu bringen. Woran das liegt? Ganz einfach, die meisten haben nichts zu sagen. Oder sie wollen nicht anecken. Deshalb sind fast alle Corporate Blogs so irre langweilig und abgedroschen. Man erfährt ja nix.

  • Kalt erwischt – so wirken Blogs auch!…

    Kalt erwischt – so wirken Blogs auch! Vielleicht ist es wirklich gut, wenn man sich überlegt, was man veröffentlicht. So sollten auch Unternehmen genau überlegen, wem sie ein Unternehmens-Blog anvertrauen wollen. Welche unterschiedliche…

  • Manuelles Trackback

    Die unendliche Geschichte der Skandale rund um das Studentenprtal StudiVZ war für Robert Basic der Auslöser, eine Top-Liste der Blog-Skandale zusammenzustellen. Sehr empfehlenswert. Tatsächlich sind Gemeinsamkeiten zu bemerken.
    weiterlesen

  • @Robert
    Du vergißt die ersten zwei oder drei deutschen Blogskandale via Schockwellenreiter … der als erster eine hinreichende Reichweite erreichte um überhaupt eine gewisse Medien-, bzw. Massenwirksamkeit zu entwickeln.

    Da war die Verlagsgeschichte … (ich glaube es ging um eine Martin Walser Presseedition die vor der Veröffentlichung des Buches im Netz kursierte und u.a. verbreitete auch der Schockwellenreiter den Link und wurde abgemahnt) ich bin gerade zu Faul es rauszusuchen (Siehe KMU-Blog über Weblogs).

    Dann das Interview mit Planetopia und im oder nach dem Interview erwähnt der Schockwellenreiter einen weiteren Skandal mit einem fehlerhaften Pressebericht, den er ungeprüft repetiert hatte.

  • Lieber Peter Turi,

    zwei Sachen wollen Sie also ausgegraben haben, in Ihrem Artikel für die Wirtschaftswoche:

    1. dass das StudiVZ durch Holtzbrinck finanziert wird

    und

    2. dass openBC alias XING an die Börse geht und die Börsenbewertung dazu.

    Dazu fällt mir ehrlich nichts mehr ein.

    Es ist natürlich eine Meisterleistung des investigativen Journalismus, wenn ein Journalist, der für ein Holtzbrinck-Blatt einen Artikel schreibt, herausfindet, dass Holtzbrinck jetzt am StudiVZ beteiligt ist. Da haben Sie sicher ganz geheime Quellen anzapfen müssen.

    Dass openBC an die Börse geht, haben sicher nicht Sie rausgefunden, denn das wusste Finanztreff schon lange vor Ihnen und auch viele, viele Blogs haben vor Ihnen darüber berichtet. Nun ja, und dass Sie den Börsenwert von openBC schon vorher gewusst haben. Da kann ich nur sagen: Gratulation zu Ihren hellseherischen Fähigkeiten, denn den kennt ehrlich gesagt heute noch niemand außer Ihnen.

  • @Silke, an die Sachen erinnere ich mich überhaupt nicht mehr. Höchstens, dass da irgendwas mit Planetopia mal war. Hm.. muss mal beim SWR wühlen gehen

    @Martin, ja, ich weiß nur nicht mehr, wer das Bild gefunden hatte.

    @Peter, den Beginn des StudiVZ-Dramas mache ich vor Deinem Bericht in der WiWo aus. Die Themen Facebook-Klon und Performance waren unter Bloggern bereits heiß diskutiert worden. Einge andere inkl. meiner einer waren höchst mißtrauisch, was die seitens StudiVZ gemeldeten Userzahlen anging (das heute keiner mehr so richtig bezweifelt). Im Gegensatz zu anderen Vorfällen gab es daher mE keinen Ausgangspunkt, auf dem man genau zeigen könnte. Btw, mit „Selbstüberschätzung“ meinst Du sicher die Journalisten, deren Hosenbeine immer stärker flattern oder? :))

  • […] Bei Basic-Thinking gibt es heute eine ausführliche Liste von “Blog-Skandalen”. Interessant auch deshalb, weil es sich nicht nur um eine Selbstbeweihräucherung der Blogosphäre handelt, sondern auch Grenzen der Möglichkeiten von Bloggern (”Euroweb”) gezeigt und auch deutliche Kritik (”Callboy-Affäre”) an manchem Vorgehen geübt wird. Auf alle Fälle absolut lesenswert! (Den Hinweis auf den Artikel habe ich hier gefunden.) […]

  • Opel-Test als Skandal zu bezeichnen finde ich aber mutig…, das war vor allem der einzige „intra-blogosphärische“ Fall der Liste…

  • Jetzt brauchen die verschiedenen Vergehen auch noch griffige Namen, damit man das rasch identifizieren kann, wenn es auftritt, oder?

    Ich mach mal einen Vorschlag. Das was Papa Klum und das Sozialgericht Bremen gemacht haben (den eigenen Namen googeln und wenn ein anderer höher steht – abmahnen), das würde ich – ganz international – „kloomen“ nennen (er, sie, es klumt, wir klumen, ..)

  • Hier in den Kommentaren viele Diskussionen, viel Wahres, viel Vermutetes, viel Dönnekes, usw.

    Ich will eigentlich nur dem Basicthinker sagen:
    Tolle Idee dieser Skandalartikel, toll gemacht, ich habe mich gut amüsiert und auch neues erfahren, alles in allem:
    Dankeschön vielmals!

  • Also ich finde jaschon, daß der SWR mit Walser und die „Planetopia lügt“-Kampagne nicht fehlen darf. Ersteres weils m.E. die erste nennenswerte David gegen Goliath-Geschichten der deutschen Blogosphäe war, die zweite, weil wir damals zum ersten Mal klar eine konzertierte Aktion für einen Google-Suchbegriff gefahren haben.
    Daß diese beiden Beispiele rein Inhaltlich mit der Zeit an Bedeutung verloren haben sollte davon nicht ablenken. Das wird genauso schnell auch bei den meisten anderen deiner Top Ten-Beispiele (z.b. Klum, Bremen) passieren, die erscheinen nur noch präsenter, weil sie etwas aktueller sind.
    Ansonsten bedanke ich mich mal artig, gleich zweimal in der Liste zu sein ist ja schon sehr nett. Und Euroweb: Das hatte tatsächlich bei mir seinen Anfang, was die Sache wahrscheinlich so besonders machte war, daß hier die Abmahnung in die andere Richtung ging.

  • Blogger decken auf …

    Manchmal decken sie auf, manchmal verbreiten sie Dinge, manchmal stellen sie etwas richtig. Bei Basic Thinking können wir uns nun mal anschauen was die Blogosphäre bisher so richtig durchwühlte, in der Top Liste der Blog Skandale.

  • […] Robert Basic hat in seinem Blog Basic Thinking die “Top-Liste der Blog-Skandale” veröffentlicht. Sehr spannend. Einiges habe ich mitbekommen, vieles nicht. Bin ja auch noch nicht so lange aktiv. Und so groß ist bei mir das Interesse auch oftmals nicht. Deshalb findet sich bei mir auch kein Artikel zu StudiVZ. […]

  • @Jens, danke für die Bestätigung bzgl. Euroweb.
    Wegen SWR werde ich die Liste oben updaten, da ich mich einfach nicht daran erinnern konnte. Doppelt – Silke und Du – hält besser 🙂

  • […] Die Liste der Skandale und Probleme von StudiVZ ist lang (Zensur, Zensur, Performance, ungeschickte PR, Plagiatvorwürfe, Party-Einladung, Videos eines der Gründer, Kritik an den Arbeitsbedigungen, Eine Sicherheitslücke, Stalking, Weitere Sicherheitsbedenken). So lang, dass es bis in die Top-Liste der Blog-Skandale gereicht hat. Ausführliche Berichte standen auch im Spiegel online („Peinliche Pannen bringen StudiVZ in Verruf“ und „Sex-Stalker im Studentennetz“). Der Heise Newsticker berichtet regelmäßig über StudiVZ (Datenleck beim StudiVZ?, Weiter Wirbel um StudiVZ und StudiVZ unter Beschuss). Gestern wurde von einer neuen Lücke berichtet, die das einsehen und ändern aller fremden Profile ermöglichte. […]

  • Skandalereien…

    Die sog. Top-Liste der Blog-Skandale drüben bei Robert Basic erhält gerade einiges an Aufmerksamkeit. Da Robert viel bloggt, wenn der Tag lang ist, wird immer schön mit einem breiten Pinsel gemalt, damit es plaktiver wirkt. Diese Top-Liste der Skand…

  • @mk, ich habe den Link zu der von Dir verlinkten Seite entfernt, da ich für diese Gestalt keine Werbung machen möchte. Und ein Skandal war es auch nicht, sondern lediglich ein armer Mensch:)

  • @Robert: Vollstes Verständnis. Die imaginären Ironie-Tags hattest du ja hoffentlich bemerkt 😉

  • Na hoffentlich weckst du mit der Erwähnung der Callboygeschichte nicht wieder irgendwelche Trolle auf.
    Es ist nämlich schön ruhig hier.
    Aber so einfach zu sagen, dass die Blogger hier versagt hätten, ist als Außenstehender sicher recht einfach.
    Würde ich nicht so stehen lassen, bzw. es vielleicht einfach mal begründen, wie du zu so einer Aussage gekommen bist.

  • @mk, na, das war nicht das Problem, lediglich der Link.

    @ixy, wärest Du mir sehr böse, wenn ich darauf jetzt nicht eingehen möchte? Alles, was geschrieben wurde und nicht geschrieben wurde, sollte eigentlich reichen, zumal ich es oben explizit betont habe, dass das meine ganz persönliche Meinung war/ist. Eventuell später mal mehr dazu als Ergänzung im Text.

  • Blog krisen…

    Immer öfter haben Unternehmenskrisen ihren Ursprung in der Blogosphere. Ganz beeindruckend ist in diesem Zusammenhang die Auflistung der letzten Unternehmenskrisen, die von Bloggern ausgelöst wurden bei basic thinking.
    01. Jamba
    02. StudiVZ
    03. Heidi…

  • […] Immer öfter haben Unternehmenskrisen ihren Ursprung in der Blogosphere. Ganz beeindruckend ist in diesem Zusammenhang die Auflistung der letzten Unternehmenskrisen, die von Bloggern ausgelöst wurden bei basic thinking. 01. Jamba 02. StudiVZ 03. Heidi Klum 04. Transparency International 05. Jean-Remy von Matt “Klowände des Internet” 06. Du Bist Deutschland 07. Euroweb 08. Opel-Test 09. Sozialgericht Bremen 10. Blogcounter.de 11. Edelman (Top 100) 12. Unister 13. Callboy-Affäre […]

  • prima zusammenfassung, bitte unbedingt aktuell halten. interessant wäre auch mal eine aufstellung der amerikanischen affären (kryptonite, walmart, stewardess …) kriegt man ja hierzulande nicht immer mit.

  • Schön zusammengefasst der Punkt Euroweb und meines Erachtens auch die richtigen Schlüsse gezogen. Zwei Anmerkungen – eine eher der Pingeligkeit halber, die andere weil sie mir am Herzen liegt:

    – Nicht die Firma Euroweb agiert auf europäischer Ebene und weist erkennbare Handlungsmuster trotz wechselndem Tätigkeitgebieten auf, sondern die sehr verschachtelte Firmenfamilie, zu der das Unternehmen qua Geschichte, personelle Verstrickungen und Kooperationen gehört. (Anonyme Tippgeber haben mich übrigens vor kurzem auf weitere Vorgängerfirmen aufmerksam gemacht, die in den 90ern schon im großem Stil abzockten, mit Untertstützung renommierter Konzerne. Es ist wie bei einer russischen Puppe: eine gibts immer noch.)

    – Vielen vielen Dank für die lobenden Worte, aber ich kann das Lob nur begrenzt annehmen, denn ich muß nocheinmal betonen, daß die veröffentlichten Recherchen nur aufgrund der erheblichen Vorarbeiten von Anna Kühne möglich waren. Sie war dadurch in einem gewissen Sinne Mitautorin der ersten Recherchen über das Firmennetzwerk, entschied sich aber als Betroffene aus naheliegenden Gründen, nicht selbst in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Aber wie du richtig schreibst, in der Blogosphere wird es immer solche Leute wie Anna Kühne geben und es werden mehr und immer mehr werden, die umfangreiche Recherchen erarbeiten werden.

    Aber war Klowand wirklich erst nach Euroweb? Die Mail von Jean Remy wurde am 19.Januar 2006 veröffentlicht, der Anwalt Amin El-Gendi von Euroweb sendete seine Mail über „unwahre und beleidigende Behauptungen über unsere Mandantin, die diese auf das übelste herabwürdigen„, am 18. März 2006.

  • Ich habe irgendwie so ein komisches Gefühl, dass hier Skandale und Dinge die manche Leute ein wenig aufgeregt haben verwechselt werden.

    Ein Skandal ist das Beabsichtigte oder irrtümliche Fehlverhalten angesehener Personen oder Institutionen, das öffentlich bekannt wird und in der Gegenwart meist mittels der Medien öffentlich gemacht wird und hohes Aufsehen erregt (siehe dazu auch „Investigativer Journalismus“). So lautete die Definition.

    Damit sind ein Teil der hier aufgelisteten Vorkomnisse keine Skandale, sondern eher Ereignisse die von einigen Leuten anders beurteilt werden als von denjenigen die diese Dinge zu verantworten haben.

    Sie sind mir zwar nicht bekannt Herr Basic, aber ich finde die Liste sehr ungenau und zu sehr darauf angelegt selber eine „Sau fürs Dorf zu produzieren“.

    Mir fehlen die Begründungen warum sie welchen ihrer Einträge als Skandal ansehen.

  • Also ich wüsste mal nen neuen Skandal für die Blogszene:
    Mediamarkt und Steinhöfel.
    Die Hintergründe dürften bekannt sein.
    Das müsste mal aufgegriffen werden. Davon ab, dass diese Firma den schönen Song von Rio Reiser verschändelt hat …
    Wär das nicht mal ein neues Thema?
    Hab leider nicht so nen mächtigen Blog um da was zu starten.

  • […] In der Blogosphäre hat das bisher nicht so ganz funktioniert, wie Robert Basic mit seiner Blogskandal-Liste schön dargestellt hat. Ganz offensichtlich machen sich die großen PR-Agenturen vor allen Dingen Gedanken, wie sie Blogs für PR-Zwecke einsetzen können. Wer das Geschäft kennt, weiss aber, dass Pressemitteilungen wie herausgeputzte Bräute sind. Sie geben eine Realität wieder, in der alle mit einem Zahnpasta-Lächeln rumlaufen. Vielen Bloggern dreht sich dabei der Magen um. […]

  • […] Blogger sind vernetzt und die “Blog-Trommeln” sind wichtige Informationsträger der Internet-Gemeinde. Dieses beweist nicht zuletzt die von Robert Basic aufbereitete Blog-Skandal-Liste. Die dort gen. PR-Krisen haben z.T. zu regelrechtem “Sautreiben” in Kleinbloggersdorf geführt. Sogar das Wort von der Rudelbildung machte die Runde. […]

  • Mir fällt da eine Zäsur auf, oder besser: eine Halbwertszeit, wie lange und stark ein Thema „relevant“ erscheint – die „Planetopia lügt“-Google-Kampagne des SWR sowie die DbD-Kampagne hat ja eine Entsprechung in der (freilich kleineren, aber nicht minder lustigen) „Wir sind Papst“-Kampagne mit folgender Auseinandersetzung mit der BILDZeitung – damals war das schon alles eine größere Sau, es ging ja auch um Persönlichkeitsrechte etc. – das war nach Jamba, aber kommt einem weit weg vor, von heute aus betrachtet. Interessante Sache, die Wahrnehmung… 🙂

  • StudiVZ: Updates, Updates!…

    Mehr für mich, zwecks Überblick (Jaja, das ist alles in den letzten Stunden passiert):
    Nach einem Posting im StudiVZ-Backstageblog soll das Portal noch bis Dienstag offline sein. In der Zwischenzeit will man weitere Probleme beheben. Das deut…

  • […] Ein Skandal, diese Buzzwords! Und Web 2.0 könne er schon gar nicht mehr Hörer, so er Vater des Begriffs Tim O’Reilly in einem Interview mit dem Spiegel. [via netzonfire] Robert Basic dagegen hat die Top-Liste der (deutschsprachigen) Blog-Skandale erstellt. Und damit sind nicht die hässlichsten Blogs gemeint, sondern Affären und Affärchen im weiteren Sinne, die via Blogosphere ins Rollen gebracht wurden. […]

  • Sehr interessant, die ganzen Geschichten nochmal so Revue passieren zu lassen. Da wird einem mal wieder bewusst, wie viele Trolle im Netz als auch im „echten“ Leben unterwegs sind. Das Blogdingens ist und bleibt spannend. Irgendwie.

  • Nur eine kurze Anmerkung zu Punkt 5: Meines Wissens ist Jung von Matt immer noch eine klassische Werbeagentur und keine PR-Agentur, auch wenn sie sicher auch PR im Angebot haben.

  • […] Über Thomas bin ich auf einen journalistisch recherchierten Bericht von Don Alfonso gestoßen – mit einer nachvollziehbaren Argumentations- und Beweislinie. aber erst durch die Lektüre von Robert Basics Posting kam mir der Sachverhalt genauer in meinen Blickpunkt. Das liegt jedoch nicht an der Sache selbst, sondern eher an der Informationsflut, die ich gerade zu bewältigen habe. – Wer den Sachverhalt noch nicht kennt, möge ihn unter den angegebenen Links bitte nachlesen. […]

  • Ich habe Deine Zusammenstellung der BloSkandale (!) erst spät, aber mit Freude zur Kenntnis genommen. Auf jeden Fall vielen Dank für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast. Es ist wie in diesen TV-Jahresrückblicken. Man hat völlig vergessen, was für einen Mist die letzten Monate/Jahre gelaufen ist. Vielleicht findest Du ja dann und wann Zeit, Deinen Beitrag auf neuesten Stand zu halten.

  • […] Ich weiß endlich… (nein, kein großer Enthüllungsjournalismus, den hat man hier schließlich zur Genüge) …warum meine Website so verdammt ewig und sterbenslangsam geladen hat. Es lag einzig und allein an den “Sidebar-Flickr-Foddos”. Das war alles. So einfach. Das kann ich fast nicht glauben. Ich habe das auch nach nur 30 Minuten wüstem Sidebarzerkloppe und Codegewüte heraus gefunden. Hätte mir eigentlich auch gleich klar sein können, ist Flickr doch irgendwie die langsamste Seite der Welt. Na und? Blende ich eben nur noch überflüssige Fotos vom Picasa-Account ein, mir doch egal. […]

  • Darf ich vorsichtig anmerken, dass ich gerade ein riesiges Problem habe? Spiegel.de hat das zum Thema gemacht. Suche Erfahrungen:-(

  • Das ganze hat zwar nicht unbedingt etwas mit den primären, u.a. in der oben verlinkten Blogbar genannten, Problemen des StudiVZ zu tun, zeigt aber doch auch, inwiefern ein mangelhafter Datenschutz bzw. ein mangelhaftes Datenschutzverständnis eines StudiVZ-Nutzers zu Konsequenzen führen kann.

    Grüße
    Erika

  • […] Blogs tauchen aufgrund ihrer starken Vernetzung und der häufigen Aktualisierung in den Ergebnislisten von Suchmaschinen weit oben auf. Ist bekannt und macht den größten Teil der Macht aus, den Blogs bei Themen wie Jamba, Jean-Remy von Matt, StudiVZ etcetera (Robert Basic hat im November 2006 eine Liste der großen “Blogskandale” aufgestellt) haben. […]

  • […] So weit, so gut. Das Blogger Relationship-Building geht übrigens so weit, dass man das Futter für einen Sechs-Wochen-Test kostenlos beziehen kann. Ein wenig erinnert das manchen vielleicht an den Opel-Test. Aber der Haltungsturner hat eine so nette Formulierung in sein Posting gebracht, dass sich so mancher ein leichtes Lächeln nicht verkneifen kann: “Markus Brefort bloggt dazu und lädt Blogger ein, das neue Hundefutter zu testen…” […]