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Le Web 3.0 Nachbeben

nachdem die Konferenz in Paris wegen einiger Unschönheiten (vaD dem Auftritt von Nicholas Sarkozy) von zahlreichen Teilnehmern auf ihren Blogs lautstark kritisiert wurde und einer der Mitorganisatoren Loic le Meur sein Fett abbekommen hat, hat sich am Rande ein kleines Drama abgespielt. Der britische Ableger des berühmten Techcrunch-Blogs von Michael Arrington hat wie viele andere auch Loic kritisiert (Beitrag mittlerweile gelöscht). Loic wusste sich in seiner Wut mit einem netten Asshole via Kommentar zu helfen. Das führte letztlich dazu, dass Michael seinem britischen Kollegen – Sam Sethi heißt der Mann – die Tür wies und Techcrunch UK temporär auf Eis gelegt hat.

siehe Valleywag zur Story. Michael Arringtons Erklärung, warum er die Reißleine gezogen hat. Und Loics Erklärung.

via Blogbar (wobei ich Dons Interpretation nicht folge. So wie es Michael schildert, hats Sam in der Tat doch etwas übertrieben, statt einfach einzulenken)

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

3 Kommentare

  • mal ehrlich, so geht man mit seinen Mitarbeitern einfach nicht um. Das ist absolut miesester Stil. Techchrunch ist reif für den Abschuss nach der Geschichte. Zurecht.

  • auch wenns schwerfällt, diesmal muss ich herrn mayer recht geben. das klingt alles nach profilneurotischem kindergarten. In der Echochamber schwingen massive Töne, da hilft nur Aktion, um dem angekratzten Stolz, dem eigenen und dem des Freundes, genüge zu tun. sowas?
    Vielleicht aber auch ein Phänomen, über das man nachdenken muss, wenn Streit in einer Firma, die zu 100% aus Bloggern besteht, eben dann auch in Blogs ausgetragen wird.

    die beschreibung der „le web 3“ war auch sehr treffend, als ob er da gewesen wäre – vielleicht unter synonym … habe da Geschichten gehört von Hotelgästen, die sich in der Lobby mit dem Kampfruf „heute werden wir millionaire“ angefeuert und auf die Konferenz gepeitscht haben sollen — das ist sogar für mein verkommenes Herz zuviel 😉

  • Hallo Webgemeinde,

    intensive Recherchen zum Thema Web 3.0 aufgrund meiner bevorstehenden Diplomarbeit,haben einige wirklich interessante Aspekte zum Vorschein gebracht, die ich gerne mit euch Spezialisten diskutieren möchte.
    Ich denke, dass wir alle Web 2.0 mehr oder weniger abgehakt haben. Auch wenn immer wieder die Diskussion auftaucht, ob eine Klassifizierung in verschiedene Internet-Epochen sinnvoll und notwendig ist, hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt. Egal ob wir über Blogs, Wikis, Podcast, User Generated Content oder Social Networks reden. All dies lässt sich eindeutig als Web 2.0 identifizieren.
    Aber was passiert danach? Worauf müssen wir uns einrichten und vorbereiten? Sind es eher virtuelle Welten und Shopping-Malls (vgl. http://www.second-life.com)? Oder stürzt auf uns die absolute Transparenz von Informationen ein, die in verschiedene Szenarios des Semantic Web beschrieben wird. (vgl. http://www.drweb.de/weblog/weblog/?p=623)
    Auch der Trendforscher Joachim Graf geht in diese Richtung (vgl. http://www.100partnerprogramme.de/home/news/news-detail-single/article/joachim-graf-was-kommt-nach-web-2-0-web-3-0.html) !
    Wie so oft bei solchen Visionen wird eine gesunde Brise von allem wohl die Musik beim Würzen des Gerichts Web 3.0 ausmachen!
    Ich denke aber das wir uns im Zuge immer stärker werdender Vernetzung, immer besser werdender Breitband-Verbindungen und immer kleiner werdender Entfernungen aufeinander zu bewegen werden. Aber nicht nur wir werden das tun, auch diejenigen, die sich erfolgreich im Web bewegen wollen, können sich dieser Entwicklung nicht versperren.
    Tendenzen wie die Kooperation von Yahoo und Reuters oder von Google und YouTube zeigen, dass die Player im Markt sich bewegen.
    Wird Microsoft seinen Dornröschenschlaf beenden und sein Shared Virtual Office aus der Beta-Tüte herausbewegen?

    In meinen Augen werden die künftigen Pioniere im Web nichts anderes tun können, als den Informationshunger der User mit Kooperationen zu sättigen. Wie anders will Google es schaffen die Anfrage “ Suche einen warmen Ort, an dem ich meine Ferien verbringen kann. Reise mit einem elfjährigem Kind.“ verwerten ohne ein Semantic-Robot auf die Reise zu schicken, der die Inhalte der Blogs nach Ihren Begriffen und deren Bedeutung scannt, diese in ihrem übergeordnetem Zusammenhang erfasst und ordnet, gleiche oder ähnliche Beiträge filtert und clustert und das Ergebnis mit Empfehlungen (ähnlich Amazon) würzt.

    Die Informationshoheit der dezentralen Webgemeinde muss in ihrer Power erkannt und sich zunutze gemacht werden, genau dann kann eine solche Anfrage auch die gewünschte Lösung bieten. Kooperationen in technologischer (Shared Know-How) und onlinemarketingorientierter (shared budgets) Hinsicht sind unumgänglich. Der neue User verlangt wieder (wie in den Anfängen des Webs) nach Informationsbefriedigung.

    Er wird schlauer, nutzt die Möglichkeiten besser und lässt sich nicht mehr so leicht, durch die ersten Suchergebnisse von Google beeindrucken. Denn die ersten sind meist nicht die besten, er es durchschaut. Auch Google muss dies erkennen!!!

    Also hier ein Aufruf an alle Entwickler, lasst Blooglezon leben und ihr werdet die Player im Web 3.0 sein!!

    Oder etwa nicht?