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Werbeeinnahmen aus Blogs : TKP (6)

TKP? Tausender Kontaktpreis. Aus Sicht des Blogs gesprochen: wie viel setzt man bezogen auf 1.000 Page Impressions um? Die Größe TKP ist im Online-Bereich wohl die maßgebliche Rechengröße. Soweit ich gehört habe, verlangt zB der Spiegel Online locker 70 Euro und mehr pro 1000er Einblendung für ein Werbebanner. Blogs wird nachgesagt, dass sie kaum auf 1 Euro kämen und damit realtiv zum Markt nicht lukrativ genug als Einnahmemedium seien. Stimmt das so?

Habe dazu die Blogs – siehe Auswertung – in vier Umsatzgruppen unterteilt:
4 Blogs mit Umsätzen >1.000 USD/Monat
2 Blogs mit Umsätzen zw. 500-1.000 USD/Monat
11 Blogs mit Umsätzen zw. 100-500 USD/Monat
30 Blogs mit Umsätzen <100 USD/Monat.

Die TKPs sind bei allen erstaunlich hoch:
Die Spitzengruppe verzeichnent einen TKP iHv sage und schreibe 63,73 USD! Inkl. dem Blog, das via Sponsoring 9.100 USD verdienen soll. Rechnet man dieses Blog heraus, kommen wir immer noch auf exzellente 43,95 USD.

Die Gruppe II (500-1000) verzeichnet einen TKP von 8,57 USD.
Die Gruppe III (100-500) verzeichnet einen TKP von 8,84 USD.
Die Gruppe IV (<100) verzeichnet einen TKP von 2,99 USD.

Alles prima Werte! Selbst die Gruppe IV schneidet gut ab. Gruppe II und Gruppe III hat saugute Werte und Gruppe I ist exorbitant. Im Verhältnis zu anderen Onlinemedien sind das Werte, mit denen sich Blogs nicht zu verstecken brauchen.

via Hitflip-Blog, das mich auf die Idee brachte. Allerdings schaut es gerade in diesem für übliche Marktverhältnisse niedrigem Trafficbereich (alle ausgewerteten Blogs zusammen generieren knapp 1.8 Mio Page Impressions pro Monat, da fangen bezogen auf eine kommerzielle Seite erst so langsam die Werbenden an, Banner zu schalten bzw Vermittler steigen langsam mit ein, um Werbung zu vermitteln) reell gesehen schwierig aus. Einerseits muss der Blogger, der im Durchschnitt laut Auswertung auf seine ca. 213 USD pro Monat kommt, sich selbst um gute Werbepartner bemühen, wenn es ums Skalieren geht. Das Blog wächst, wo aber sind die Werbenden, wenn man eben nicht in den Millionenbereich kommt, was die Seitenaufrufzahlen angeht? In diesem Graubereich ist man weder Fisch noch Fleisch und auf sich alleine gestellt. Da trennt sich die Spreu vom Weizen und daher auch die extremen Schwankungen, betrachtet man die PIs bezogen zu den Einnahmen. Schauen uns wir uns im Einzelfall die Werbearten an: Bei AdSense ist der Arbeitsaufwand no problem. Schalten, fertig, den Rest vermittelt Google. Aber wir haben in der Chart-Auswertung gesehen, dass die Effizienz nicht gerade großartig ist. Nun, das ist der Preis, den man bezahlen muss, wenn man sich auf sowas Gemütliches einlässt. Auch bei Linkverkäufen regeln das die Linkvermittler wie Teliad, Text Link Ads oder Linklift. Und insbesondere bei Blog mit niedrigem bis mittlerem Traffic (alles unter 1 Mio PIs/Monat) zeigt es sich, dass man mittels Textlinks prima verdienen kann. Bei Amazon läuft eh kaum was imho. Mit herkömmlichen Affiliate-Programmen muss man schon selbst aktiv werden und die passenden Banner aussuchen. Wer sich da auskennt, kein Thema. Aber die wenigsten kennen sich mit Zanox oder Affili.net aus. Und Sponsoring ist logischerweise eine Sache der Beziehungen. Kaum ein Blog hat mittlerweile so ein Branding, dass die Sponsoren von sich aus auf den Blogger zugehen würden. Hitflip hat also insofern Recht, dass es schwierig ist, all die „kleinen“ Blogs aus Sicht der Werbenden handhaben zu können, um wenigstens aus deren Sicht auf den berühmten Reach zu kommen, in dem immer noch alle denken.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

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