JoinR: Jungbullen und rote Tücher

Robert Basic

interessant zu beobachten, wie sich einer der Joinr-Macher und Kommunikationsfrontmann Phillip (wenn man das so sagen kann, da der andere, Stefan, sich weitgehend zurückhält) zu Kritiken äußert, die man hier und da im Netz natürlich aufploppen sieht. Wäre ja auch ein Wunder, wenn es nix zu meckern gäbe. Zu alpha ist das Teil noch, um von einem fertigen Auto zu reden. Da bleibt noch viel Interpretationsraum für das wie auch immer aussehende Gesamtkunstwerk.

Siehe Beispiele:
Internet Economics
Baggr
– Artikel auf dem eigenem Blog

Was wird so kritisiert? Stichwortartig:
– unfertig
– unprofessionell
– kein Businessplan
– nach außen kommuniziertes Spaßprojekt aber Diskrepanz mit vermuteten Motiven (zB GmbH in Gründung unterwegs…)
– MySpace kann man eh nicht schlagen, also wozu noch ein Social Network

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Phillip reagiert idR auf Kritiken recht angekratzt, aber schlägt dabei jetzt keinen beleidigenden Ton an. Ist oftmals etwas dappisch bei seinen Formulierungen, wirkt jetzt aber nicht so arrogant wie ein berüchtigter Gründer, den alle kennen:) Nun, ich denke mal, dass ein jeder von uns auf Kritiken immer persönlich reagiert, dass kann einen nicht kalt lassen, es sei denn, man wäre eine Maschine. Je älter man ist und je länger man im Netz unterwegs war, desto eher reagiert man stoisch und abgeklärt auf Kritiken. Zumal man mit steigenden Alter durchaus sich selbst und seine eigenen Schwächen einzuschätzen vermag. Auch in der Sache lernt man vernünftig zu argumentieren, ohne sich auf die Kindsebene zu begeben, die unweigerlich zu weiteren Turbulenzen führt. Hehre Vorstellungen? Jep. Theorie und Praxis. Ich bin nahezu doppelt so alt wie Phillip und wüsste nicht, wie ich darauf reagieren würde, wenn man mein Baby, meinen ganzen Stolz attackiert. Wäre wohl auch pissed? Darauf kannste einen lassen, wenn man nen schlechten Tag hatte:))

Dennoch, so schwer es auch fällt: Kritiken sind.. saugeil!!!! Wenn man diese nur wegwischen würde, käme man nicht voran. Positive Bestätigungen motivieren, das ist gut so und man sollte einen tiefen Kotau vor den Usern machen, die einen bestärken. Und noch einen tieferen Kotau vor denjenigen machen, die einen von mir wegen mal so richtig den Marsch blasen, was einem am (setze Dein Startup hier ein) nicht passt. War also die ganze StudiVZ Leier lehrreich und hilfreich? Wer als angehender Gründer nix daraus gelernt hat, muss – sorry – schon vor Dummheit strotzen. Ein Feldexperiment ohnegleichen, dass man sich an die Wand tackern sollte.

Ich kann also Phillip nur wünschen, Kritiken anzunehmen, so schmerzlich sie auch sein mögen, und sich zu fragen, ob man die Zahnpastatube nicht doch lieber hinten statt in der Mitte ausdrücken sollte. Wenns also mal wieder raucht, calm down, stay cool, mach nen Break, hast alle Zeit der Welt, Dir später nen Kopp zu machen. Auf der anderen Seite müssen auch Kritiker natürlich lernen, dass sie es zB bei Joinr nicht immer mit ausgebufften Vollprofis zu tun haben, die mit allen Wassern gewaschen sind und Menschlichkeit nur ein Kalkül in der Geschäftpraxis darstellt. Wir reden also idR nicht mit dem CEO von Exxon oder einem Kanzler, den Du nie in die Ecke drängeln kannst, die ungeschlagene Meister im Aikido sind.

Warum ich das schreibe? Weil mich die Vorstellung fasziniert, was zwei jungen Gründern für ein Abenteuer möglicherweise bevorsteht, die unschätzbare Erfahrungen sammeln werden und ich ungelogen neidisch auf die beiden bin:) Neidisch? Eigentlich nicht. Es ist wohl eher der Vergleich zu meiner eigenen Person, die mit 20-25 nicht mal ansatzweise daran dachte, sich auf so ein Abenteuer einzulassen. Pfft.. da hatte ich unbekümmert die Studienbank gedrückt. Hut ab!

zentrale Message?
Die Kommunikation via Weblogs zwischen Nutzern untereinander läuft oftmals quasi auf gleicher Ebene, jedoch zwischen Unternehmen und Nutzern auf zwei verschiedenen Ebenen, die nicht so recht zusammenpassen. Warum das so ist, erklärt David Weinberger (writing badly vs writing perfectly = being failable in public means being human in public vs companies only want to present the face of perfection):

link .mp3
Gerade aber in diesem Punkt schlägt sich JoinR imho sehr gut, und genau das macht es mir sympathisch.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.