Sonstiges

Umfrageergebnis: Schlämmer-Blog und Markenwirkung

gefragt wurde, ob das Schlämmer-Blog Eure Einstellung zur Marke VW bzw. zu den VW Produkten geändert hat. Bei 272 Stimmen habe ich nun die Auswertung erstellt, da sich seit der ca. 100. Stimme nicht mehr viel an der Verteilung ändert.
Umfrage Schlämmer TV

– ca. 71% denken, dass sich ihre Einstellung nicht verändert hat
– bei ca. 15% hat sich die Haltung gegenüber VW verschlechtert
– und ca. 14% denken positiver über VW

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Dein Aufwand in Ehren Robert aber ich denke nicht, dass diese Zahlen zu gebrauchen sind. Denn Markenbildung oder überhaupt positiv-negativ-Assoziation geschieht doch eher unbewusst und man wird sich dessen nicht so gewahr, dass man whrheitsgemäß, also den Tatsachen in seinem Unterbewusstsein entsprechende Aussagen treffen kann.
    Du erfragst hier eher die Einstellung zu so einer Art von Werbung, denn darüber kann man natürlich eine Aussage treffen.

  • Ich muss soeren onez vollkommen rechtgeben, schon früh lernt man, dass Werbung viel eher unterbewusst als bewusst wirkt. Außerdem sind hier die Verbundeffekte überhaupt nicht beachtet, die durchaus eine wichtige Rolle spielen.

    Ein oft gebrachtes Beispiel ist der Auto-Test in Tageszeitungen. Wenn ein solcher (meist im wöchentlichen Automobil-Extra-Teil) gemacht wird und man sich nicht besonders für Autos interessiert, wird er häufig überblättert. Kennt man das Produkt oder die Marke allerdings aus Werbung und egal ob positiv oder negativ aufgefallen durch Werbung, so wird er meist als Überprüfung der eigenen Meinung gelesen.

    Nehmen wir an, der Test fällt insgesamt positiv aus, so sind 2 Reaktionen möglich. Erstens, der potentielle Kunde fand die Werbung schon gut und fühlt sich bestätigt. Zweitens, er fand die Werbung schlecht, korrigiert aber seine Meinung zum Auto(-marke), weil ein vermeintlich neutraler Beobachter dieses Objekt als positiv beschreibt.

    Ergo hätte er diesen Artikel nie ohne diese Werbung gelesen. Und wär so nie positiv beeinflusst worden. Und hierfür eignet sich nur Werbung, die man sofort im Kopf hat wie die Schlämmer-Werbung. Die letzte TV-Werbung oder gar Plakatwerbung hat wohl eher niemand mehr im Kopf nur beim Lesen der Marke.

    Eine von vielen weiteren Möglichkeiten wäre zum Beispiel diese. Kunde (natürlich immer potentiell) fand das ganze nicht so soll, aber schaut trotzdem die Videos. Ihm fällt hier und da das tolle gimmik auf und obwohl er die Werbung eher schlecht fand, geht er bei nächster zufälliger Gelegenheit in ein VW-Haus um sich mal anzuschauen, ob der super innovative Becherhalter echt besser funktioniert und die neue High-Tech Spiegelautomatik wirklich so viel komfortabler ist(fiktive Beispiele).

    Auch hier wär das Ziel durchaus erreicht.

    Und mal ganz abgesehen davon, hier treiben sich ja meist nur „Experten“ oder zumindest Leute herum, die sich extrem intensiv damit befassen.
    Für mindestens 90% der Deutschen (geschätzt) ist Horst Schlämmer eine positiv behaftete Figur und trägt sein Image zumindest teilweise auf VW über. Und rein statistisch aus meinem Freundeskreis haben viele diesen Blog bzw. die Sendungen verfolgt, die vorher keinen blassen Schimmer von der Blogosphäre hatten und die sie auch jetzt nicht wirklich tangiert. Und ich bin mir sicher, dass eine sehr hohe Mehrheit der Leser des Blogs nicht aus der ursprünglichen Blogosphäre kommen und so all diese Diskussionen nicht mitbekamen, sondern sich einfach nur am typischen Horst Schlemmer erheitert haben. Und auch sich sehr viel weniger um Gedanken um „Schleichwerbung“ etc. gemacht haben. All diese Personen werden zumindest unterbewusst positiv beeinflusst aus diese Werbeaktion herausgehen.

  • es wäre wünschenswert, wenn man sich von der Welt der mit Reptiliengehirn ausgestatteten Konsumenten langsam verabschiedet. Blogs treten den schlecht werbenden Unternehmen in den Hintern und schälen gnadenlos ihre Marke so nackisch, dass das übrigbleibt, was neben dem PR/Markengeschwurbel dann noch übrigbleibt. Mehr davon und gut ist.

  • Das wollte ich ja auch nicht bestreiten. Blogs wirklen sicherlich ganz anders auf Markenbewusstsein ein, aber es ändert sich doch nichts am Mechanismus der unbewussten Aufnahme, da können wir Blogger so mündig sein wie wir wollen.

    Anders ist es sicherlich, weil man sich aktiv mit einem thema auseinandersetzt und deshalb eben auch eher eine bewusste Meinung bildet, aber gerade beim Schlämmerblog sehe ich diesen aktiven Vorgang eher auf solch eine Werbeform beschränkt, denn darum drehte sich doch die Debatte in den Nlogs. Die Markenbildung VW läuft dabei genauso ab wie überall, unbewusst.

    Ich hoffe so ist klarer, was ich meine.

  • es wäre wünschenswert, wenn man sich von der Welt der mit Reptiliengehirn ausgestatteten Konsumenten langsam verabschiedet.

    Das waere schoen, ganz bestimmt. Nur ist der weitaus groesste Teil der Konsumenten eben leider was den Konsum angeht doch nach wie vor nur mit einem Reptiliengehirn ausgestattet.

    In gewissem Sinne sogar die die glauben und/oder behaupten aufgeklaert zu sein und sich ueber die anderen mokieren. Auch die die von sich behaupten „keine Zielgruppe“ zu sein, nur um dann kurz darauf fuer Apple zu schwaermen die ja so individuell und toll und clever sind. Was ist daran individuell wie Millionen andere mit weissen Kopfhoerern rumzulaufen und die Apple Mac Auspackorgie auf dem Blog (natuerlich in Web 2.0 Pastellfarben) zu bloggen?

    Blogs treten den schlecht werbenden Unternehmen in den Hintern und schälen gnadenlos ihre Marke so nackisch, dass das übrigbleibt, was neben dem PR/Markengeschwurbel dann noch übrigbleibt. Mehr davon und gut ist.

    Und gut und clever werbende Unternehmen verarschen die Konsumenten noch viel mehr und freuen sich dass die bloeden Blogger auch noch mitspielen.

    Beruhigend und gut. Doch, ja. Wirklich.

  • du meinst, wenn man den Gegenstand betrachtet, wird man vom Gegenstand eingenommen? Strange Vorstellung das ist. Du redest doch jetzt nicht vom Ring der Macht, oder?

  • Tatsache ist, dass das Schlämmer-Blog mit wenig finanziellem Aufwand massenhaft Kontakte generiert, und das auch noch mit einem gewissen Spaßfaktor und mit einer nicht ganz unerheblichen Verweildauer, Wiederkomm- und Mehrfach-Klick-Quote auf das Blog. Davon träumen die Macher klassischer TV-Spots allenfalls – in jeder Hinsicht.

    Werbung entwickelt sich tatsächlich weg vom Holzhammer und in Richtung sublimer und subtiler Einflussnahme. Ob der Konsument dabei tendenziell für doof gehalten oder ernst genommen wird, spielt überhaupt keine Rolle. Es geht um die Auseinandersetzung mit der Marke.

    Schlämmer ist also im günstigsten Fall ein prima Testballon für eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Marke – und im ungünstigsten einfach ein bisschen Advertainment. Dass wir hier drüber diskutieren, beweist ja bereits: Es wirkt.

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