SMS-Test mit Twitter

Robert Basic

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nachdem ich ca. 3 Tage mir nun via SMS Twitter-Nachrichten zukommen lasse, kann ich für mich folgendes feststellen:
– das Zwischenrauschen von für mich völlig irrelevanter Informationen ist viel zu hoch
– habe dann eigens von ca. 50 Friends die SMS-Updates auf 10-15 eingestellt, so dass ich über deren Twitts (Tweeds?) informiert werde, aber Irrelevanz-Faktor immer noch zu hoch
– interessant erscheint mir ein SMS-Kanal nur dann, wenn man auf der gleichen Veranstaltung wie zB der Cebit ist (also Ortsbezogenheit) oder bei privaten Twitter-Messages
– es gibt keine Möglichkeit bei Twitter, einer Information eine Prio oder eine Art von Tagging mitzugeben, so daß man filtern kann, was man gerne als SMS unbedingt hätte, wenn man unterwegs ist (im Office macht das imho eh keinen Sinn)
– umgekehrt ist natürlich die Möglichkeit, von unterwegs Twitter via SMS zu füttern, uU sehr spannend und macht auf alle Fälle Sinn
– ebenso nervt es, dass man SMS Nachrichten dediziert nur dann von anderen Friends abbestellen kann, wenn man auf das Profil desjenigen geht. Besser wäre eine Liste der Friends, in der man via Klick alles an einer Stelle einstellen kann

Summa summarum: die Funktion, via SMS andere zu informieren, ist bei Weitem nicht so elementar für den Erfolg der Plattform, wie man es zunächst annehmen könnte. Zumindestens nicht im Business. Auf privater Ebene mag diese Gruppen-SMS Funktion natürlich ganz anders ankommen, wenn ich an die Nutzungsraten von SMS der Jugendlichen denke. Aber, es gilt, die meisten Nachrichten werden direkt auf Twitter eingegeben (auch via IM-Systemen) und auch direkt via Browser gelesen.

Kleines Update zu den SMS-Kosten: in den USA zahlt der Empfänger eine SMS-Nachricht, nicht der Absender! Und, er muss dem Empfang zustimmen, bevor er die SMS empfängt. In Europa und Asien ist es genau umgekehrt: der Absender zahlt, nicht der Empfänger (abgesehen wohl von Roaming?). Auch das ist ein Faktor. Im US-Modell zahlt Twitter nix fürs Absenden der SMS, aber sehr wohl für den SMS-Nachrichtenversand nach Europa/Asien. Man kann also davon ausgehen, dass Twitter die SMS-Funktion bei weiterer Nutzerzunahme außerhalb der USA ziemlich bald abklemmen oder kostenpflichtig gestalten wird.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.